Hauptsache Porno


Aufregende Geschichte, oder? Da möchte man schon wissen, worum es eigentlich geht.

Darum geht’s: Einen lustigen Brief haben Abiturienten des Jesuitenkollegs zu St. Blasien an den Süßwarenhersteller Haribo geschrieben. Schauen Sie doch mal hier. Am 29.03.2004 war das. Haribo hat am 14.04.2004 zurückgeschrieben (lässt sich auch hier nachlesen). Eine alte Geschichte also, aber, wie gesagt, lustig.

Insofern spricht auch nichts dagegen, wenn ein Boulevardblatt (der „Kölner Express“) erst am 31.08.2004 einen Artikel dazu veröffentlicht, dessen Überschrift lautet: „Haribo: Internet-Spaß um heiße Früchtchen“.

Eine andere Boulevard-Zeitung („Bild“), hat das Ganze tags drauf nochmal aufgeschrieben, und zitiert den stellvertretenden Schulleiter:

Der kuriose Brief stammt nicht von der Schulleitung, sondern von einigen unserer Abiturienten, die sich einen Spaß erlaubt haben.

Die Überschrift dazu kennen wir ja schon (s.o.), und fügte man irgendwo hinter „Haribo“ und vor „Gefährdung der Sittsamkeit“ die Wörter „im Spaß“ ein, wäre sie zwar nicht mehr so richtig der Hammer, dafür aber präzise.

Übrigens steht im Text auch noch der schöne Satz, „Eine Kölner Lokalzeitung machte aus dem Schreiben einen Pornoskandal, spricht von ‘Sex-Posse’.“ Der Satz, „Die ‘Bild’-Zeitung machte aus dem Schreiben einen Sex-Skandal, spricht von ‘Porno-Verdacht'“, der steht da leider nicht.

Mit Dank an Christian K. für den sachdienlichen Hinweis.