1. W Social Netzwerk: Fake-Zahlen, Rassismus und Totenstille!
(metacheles.de, Sascha Pallenberg)
Der Tech-Blogger Sascha Pallenberg beschreibt das als europäische Twitter-Alternative gestartete Netzwerk W Social als scheiternde “Geisterstadt”. Eine Auswertung der öffentlich einsehbaren Daten zeige, dass über 90 Prozent der knapp 30.000 registrierten Konten inaktiv seien und auf der Plattform manipulierte Interaktionszahlen angezeigt würden. Zudem warnt Pallenberg vor einer bedenklichen politischen Schieflage.
2. “Der wahre Hauptgegner ist der Faktor Zeit”
(turi2.de, Markus Trantow)
Die Geschäftsführung des “RedaktionsNetzwerk Deutschland” (“RND”) um Denni Klein und Lina Timm betont im Interview, dass Verlage sich nach massiven Reichweitenverlusten durch Google-Updates aus der Abhängigkeit großer Plattformen befreien müssen. Das “RND” setze deshalb voll auf bezahlte Abos, regionale Inhalte und direkte Kundenkontakte über eigene Newsletter statt auf flüchtige Klicks. Um mit dem rasanten KI-Wandel mitzuhalten, investiere der hinter dem “RND” stehende Verlag Madsack Millionen in eine moderne Datenplattform.
3. Was braucht junger Journalismus?
(verdi.de, Susanne Stracke-Neumann)
Beim Sommerfest der Jugendpresse Deutschland habe “Zeit-Online”-Chefredakteur Jochen Wegner über Nachwuchsförderung, Berufseinstiege und die Transformation des Journalismus gesprochen. Er rate jungen Interessierten heute nur dann zum Weg in den Journalismus, wenn sie eine unbedingte Leidenschaft für Recherche, Wahrheitsfindung und Storytelling mitbringen. Neben der Erschließung neuer Ausspielwege sei die rasche Aneignung technologischer Werkzeuge mittlerweile überlebenswichtig.
4. Geschichtsamputation
(kontextwochenzeitung.de, Josef-Otto Freudenreich & Johanna Henkel-Waidhofer)
Dem Archiv im Stuttgarter Pressehaus drohe das Aus. Ende des Monats verlasse der letzte verbliebene Archivar die Abteilung. Was aus den jahrzehntealten, sorgsam verschlagworteten Beständen werden soll, lasse die neue Eigentümerin, die Neue Pressegesellschaft aus Ulm, auf Anfrage komplett unbeantwortet. Vor Ort gehe derweil die Befürchtung um, dass Teile des Schatzes bereits entsorgt worden und historische Fotobestände im Schredder gelandet seien.
5. Fünf Autorinnen und ein Autor auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis
(spiegel.de)
Die Jury des Deutschen Buchpreises habe die sechsköpfige Shortlist für das Jahr 2026 bekannt gegeben: Nominiert seien Werke von Shida Bazyar (“Die Lücken”), Franziska Gänsler (“Orca”), Valeria Gordeev (“Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle”), Elias Hirschl (“Schleifen”), Peggy Mädler (“Selbstregulierung des Herzens”) und Dana Vowinckel (“Anton und Alma”). Insgesamt habe das Gremium 205 Neuerscheinungen gesichtet. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung werde am 5. Oktober im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse verliehen.
6. Die ARD räumt ab, Überraschungen im Serien-Bereich
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Uwe Mantel fasst bei “DWDL” die “Nacht der Kreativen” des Deutschen Fernsehpreises zusammen, bei der vor allem die ARD Grund zum Feiern hatte: Gleich sieben der elf Auszeichnungen für die Gewerke hinter der Kamera seien an Produktionen des Ersten gegangen. Der ARD-Film “Die Nichte des Polizisten” habe sogar doppelt abgeräumt, für Buch und Schnitt.



