Zum Wesen von Verhandlungen gehört es, dass man, solange sie laufen, nicht weiß, wie sie am Ende ausgehen.
Zum Wesen von “Bild” gehört es, aus Möglichkeiten Tatsachen zu machen.
Keine gute Kombination. Und im Fall der Verhandlungen, ob Jürgen Klinsmann Nationaltrainer der USA wird, hatte kaum eine Tatsachenbehauptung von “Bild” Bestand.
Eine kleine Chronologie der Berichterstattung von “Bild”, “Bild am Sonntag” und Bild.de.
Gehaltsfrage der Knackpunkt
Klinsmann bald Ami-Coach?
Klinsi: Ich muss wieder als Trainer arbeiten!
…er verhandelt bereits mit den Amis
Er hat Deutschland eine schwarz-rot-goldene WM beschert. In vier Jahren bei der nächsten WM wird er unser Gegner sein…
Dass Klinsi ab 2007 den Job als US-Nationaltrainer annimmt, gilt als so gut wie sicher.
Er wird einen Vertrag bis 2010 bekommen, rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen.
“Sun” und “Daily Mirror”: US-Verband legt Verhandlungen auf Eis
Ist Klinsi den Amis zu teuer?
Klinsmann
Vertrag mit Amis keine Gehaltsfrage
(…) Grund für Klinsis Rückzug soll nicht das Thema Geld (rund 2,5 Mio. pro Jahr) gewesen sein. Es ging Klinsi hauptsächlich darum, seine konzeptionellen Vorstellungen zu verwirklichen. Doch die konnte er nicht durchsetzen.




“Bild” meldete gestern abend als eine der ersten Zeitungen, dass Jürgen Klinsmann seinen Vertrag nicht verlängert. Und doch sind heute nicht alle “Bild”-Leser gut informiert. Denn vor der Exklusivmeldung, dass Klinsmann aufhört, hatte “Bild” noch eine andere Exklusivmeldung — und in einigen Ausgaben macht “Bild” heute damit auf:


