Archiv für Vermischtes

Jeder Pups von Hitler

Über Adolf Hitlers Verdauung muss man überhaupt erst einmal berichten wollen. Diverse Medien im In- und Ausland wollen – und auch Bild.de zitiert wie folgt aus den (offenbar jetzt aufgetauchten) Aufzeichnungen eines „hochrangigen Nazis“ über Hitler:

"Er aß Unmengen von Kuchen, die zu einer leichten Verdauungsstörung und zum Einbau eines Erkerfensters führten"

Aus der „Daily Mail“:

„Hitler ate prodigious amounts of cake (this cake eating was responsible for a slight digestive disorder and the addition of a bay window to his already not too fortunate figure).“

Und wenn Sie jetzt denken: „Hä?! Das ergibt doch gar keinen Sinn!“ – Doch, doch, für Bild.de schon. Steht so ja auch wort-wört-lich im englischen Original, aus dem Bild.de abgeschrieben hat (siehe Kasten). Mit dem Unterschied natürlich, dass die „addition of a bay window“ nicht irgendwelche Umbaumaßnahmen im Führerbunker oder am Obersalzberg meint, sondern bloß Hitlers Plauze.

Mit Dank an Daniel W. und Pete!

Nachtrag, 14.39 Uhr: Bild.de hat Hitlers Erker wieder abgerissen ersatzlos gestrichen.

Geschenkt!

„Was muss endlich mal über BILD gesagt werden?“, fragt „Bild“ heute, meint damit aber bloß Ideen für eine neue Werbekampagne.

Das Blatt hat seine Leser aufgerufen, Spots und Anzeigen für sich zu entwerfen. Gegenüber dem „Spiegel“ sagte „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, wie er auf diese Idee gekommen sei:

"Inspiriert hat mich die Werbepostkartenaktion von Bildblog. Gut geklaut ist halb gewonnen."

Wir hatten — die Älteren werden sich erinnern — vor fast vier Jahren zum ersten Geburtstag von BILDblog unsere Leser aufgerufen, Motive für Werbepostkarten zu entwerfen (die man sich hier noch ansehen kann).

Ob sich die „Bild“-Zeitung von BILDblog mit angemessener Zeitverzögerung auch zur Übernahme so gewagter Ideen wie dem Respekt vor der Privatsphäre und der Wahrheit inspirieren lassen könnte, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Ein Blumenbeet am Wegesrand

Da wir uns ja gerade in die Niederungen der „Bild“-Leipzig-Redaktion begeben, ist uns am Wegesrand folgende Geschichte im Leipziger Stadtmagazin „Kreuzer“ begegnet. Der „Kreuzer“-Artikel ist zwar schon ein paar Monate alt, die Geschichte selbst offenbar schon ein paar Jahre; kurz aufschreiben wollen wir sie aber trotzdem – zumal uns hier und da schon Ähnliches zugetragen worden ist…

So zeigte der „Kreuzer“ in seiner Oktober-Ausgabe einen „Bild“-Artikel vom 4. April 2005 mit der Überschrift „Sie treten den Frühling mit Füßen – Kaum hat die Stadt ihre Beete mit Blumen bestückt, werden sie auch schon plattgetrampelt“ (siehe Ausriss).

Dazu hieß es im „Kreuzer“:

Das Foto zeigt allerdings nicht irgendeinen Bürger, sondern den damaligen Praktikanten und späteren „Bild“­Rathausreporter (…), der da durch die Rabatten latscht. Der Vermerk „Foto nachgestellt“, der in solchen Fällen verpflichtend ist, fehlt.

Laut „Kreuzer“ [pdf] war dies – Jahre später – nicht der Grund, aber der Vorwand Anlass, dass der damalige „Bild“-Leipzig-Chef seinen Job verlor, wohingegen andere in der „Bild“-Leipzig-Redaktion…

Wilhelm II.

Mal abgesehen davon, dass die „Bild“-Zeitung Karl-Theodor zu Guttenberg heute in goldenen Lettern feiert, als wäre er Bundespräsident geworden (siehe Ausriss), korrigiert sie auch noch ihre peinliche Namens-Schlagzeile von gestern, in der sie Guttenberg einen falschen zusätzlichen Vornamen gab, der aus einem manipulierten Wikipedia-Eintrag stammte (wir berichteten).

Wie es so die Art der „Bild“-Zeitung ist, korrigiert sie das heute ganz nebenbei und so, dass nicht unbedingt alle es verstehen. Unter der Überschrift „Minister Guttenberg erklärt seine vielen Vornamen“ heißt es:

"7./8. Philipp Franz:

Ach. Uns fielen da ja spontan noch viele weitere Vornamen ein, die Guttenberg in Wirklichkeit auch gar nicht hat – aber die standen nicht auf der „Bild“-Titelseite von gestern. Dass der „Wilhelm“ dort stand, verschweigt „Bild“.

Andere Medien, die den „Wilhelm“ (wie „Bild“) aus dem manipulierten Wikipedia-Eintrag übernommen hatten, sind selbstkritischer. Manche aber auch nicht, und einige haben den falschen „Wilhelm“ offenbar noch immer nicht bemerkt:

Mehr zu den merkwürdigen Reaktionen von „Spiegel Online“ und „taz“ nebenan beim Niggemeier.

Nachtrag, 12.2.2009: Heute berichtet auch „Bild“ über die „Wilhelm“-Posse und schreibt:

Der neue Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (…) wurde Opfer einer Fälschung.

Im Online-Lexikon Wikipedia dichtete der anonyme Fälscher dem Minister den Namen „Wilhelm“ an – und viele Medien (auch BILD) fielen darauf herein.

Als, äh, Quelle nennt „Bild“:

"jetzt wurde bekannt:"

Bild.de übt schon mal das Synchronisieren

heise online Bild.de
Google synchronisiert Kontakte und Kalender mit iPhone und Windows Mobile Google synchronisiert Kontakte und Kalender mit iPhone und Windows Mobile
Google hat eine neue Beta gestartet, die iPhone und Windows-Mobiltelefone über Exchange ActiveSync abgleicht. Zunächst unterstützt die Software nur Kontakte und bis zu fünf Kalender. Vor dem ersten Abgleich sollte man dringend alle Inhalte des Telefons sichern, da die lokalen Daten bei der ersten Synchronisation zunächst gelöscht werden. Google hat eine neue Beta gestartet, die iPhone und Windows-Mobiltelefone über Exchange ActiveSync abgleicht. Zunächst unterstützt die Software nur Kontakte und bis zu fünf Kalender. Vor dem ersten Abgleich sollte man dringend alle Inhalte des Telefons sichern, da die lokalen Daten bei der ersten Synchronisation zunächst gelöscht werden.
Die Synchronisation funktioniert in beide Richtungen, so dass man sowohl auf dem Computer als auch in Google Mail bzw. Kalender Änderungen vornehmen kann. Der Abgleich findet sofort statt, sodass alle Änderungen umgehend weitergeleitet werden. Deutsche Anwender mit mehr als einem Kalender müssen zunächst die Sprache der Seite m.google.com/sync auf Englisch umstellen, um erfolgreich die zu synchronisierenden Kalender auszuwählen. Die Synchronisation funktioniert in beide Richtung*, so dass man sowohl auf dem Computer als auch in Google Mail bzw. Kalender Änderungen vornehmen kann. Der Abgleich findet sofort statt, so dass alle Änderungen umgehend weitergeleitet werden. Deutsche Anwender mit mehr als einem Kalender müssen zunächst die Sprache der Seite m.google.com/sync auf Englisch umstellen, um erfolgreich die zu synchronisierenden Kalender auszuwählen.
Die Bezeichnung Beta ist ernst zu nehmen, da der Dienst noch einige Einschränkungen hat. Microsoft freut sich in einer Stellungnahme über die Lizenzierung des ActiveSync-Protokolls durch Google. Bei den Endgeräten gehören derzeit unter anderen Apple, Nokia, Palm, Samsung und Sony Ericsson zu den Lizenznehmern. (vowe/c’t) Die Bezeichnung Beta ist ernst zu nehmen, da der Dienst noch einige Einschränkungen hat. Microsoft freut sich in einer Stellungnahme über die Lizenzierung des ActiveSync-Protokolls durch Google. Endgeräte-Lizenznehmer sind derzeit unter anderen Apple, Nokia, Palm, Samsung und Sony Ericsson.

Der Artikel links stammt von Volker Weber. Der rechts angeblich von Bild.de. Weber schreibt: „Bei mir haben sie nicht gefragt. Bei Heise auch nicht. Und auf Mails meines Chefredakteurs reagieren sie bisher auch nicht.“

*) Der Fehler „in beide Richtung“ stand nach Angaben des Autors ursprünglich auch auf Heise Online.

Nachtrag, 12. Februar. Inzwischen ist das Bild.de-Plagiat spurlos verschwunden.

Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte

— Ein Gastbeitrag von Anonym* —

"Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. Müssen wir uns diesen Namen merken?"

„Müssen wir uns diesen Namen merken“, fragt die „Bild“-Zeitung heute auf ihrer Titelseite. Die Antwort lautet: Nein, müssen wir nicht! Denn der Minister heißt in Wirklichkeit anders. Zumindest einer seiner vielen Vornamen ist frei erfunden: von mir.

Zugegeben, der Scherz war anfangs nicht gerade originell. Innerhalb weniger Stunden bekam er aber eine höchst interessante Eigendynamik, die mich an den Recherche-Methoden vieler Journalisten erheblich zweifeln ließ.

Es war Sonntag, kurz nach 21 Uhr – der Abend bevor Karl-Theodor zu Guttenberg von CSU-Chef Horst Seehofer als neuer Bundeswirtschaftsminister vorgestellt wurde. In zu-Guttenbergs-Wikipedia-Eintrag fielen mir die zahlreichen Vornamen des adeligen Politikers auf. Ich fragte mich, ob es jemand merken würde, wenn ich zu der langen Namensliste einfach einen weiteren hinzufügen würde. Es stellte sich heraus: Niemand merkte es – und etliche Online-Medien, Zeitungen und Fernsehsender schrieben meine Erfindung ungeprüft ab.

Der Minister heißt:

Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg.

Quelle: Genealogisches Handbuch des Adels, Bd. 110, Freiherrliche Häuser XIX

„Wilhelm“ ist der Name, den ich in die Minister-Biografie reinmogelte – und der sich innerhalb von 24 Stunden rasant quer durch die deutsche Medienlandschaft verbreitete. Am Morgen nach meiner Wikipedia-Änderung war er überall zu lesen: Bei Handelsblatt.com zum Beispiel, bei heute.de und rp-online.

„Spiegel Online“ schrieb sogar, der neue Minister würde sich selbst mit dem Namen vorstellen, den ich ihm wenige Stunden zuvor gegeben hatte: „Eine beliebte Journalistenfrage an ihn ist jene nach seinem kompletten Namen. Ob er den bitte einmal aufsagen möge. Manchmal macht er das dann auch. Und los geht’s: ‚Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg.‘ Er sei aber so erzogen worden, dass nicht der Name, sondern die Leistung zähle, fügt er dann regelmäßig an.“

Skeptische Wikipedia-Autoren hatten in der Zwischenzeit Verdacht geschöpft: „Die Namen glaube ich erst mit dezidiertem Einzelnachweis“, schrieb einer von ihnen. Doch der falsche Vorname verschwand nur kurzzeitig aus der Online-Enzyklopädie. Denn der Einzelnachweis war schnell gefunden: Schließlich konnte man ja bei „Spiegel Online“ nachlesen, dass sich der Minister selbst so nennt. Weil Journalisten ungeprüft von Wikipedia abschreiben und Wikipedia journalistische Texte als glaubwürdige Quelle betrachtet, wurde der erfundene Vorname schnell zur medialen Wirklichkeit.

Der Minister und sein neuer Name kamen unter anderem ins „RTL-Nachtjournal“, in die „taz“, die „Rheinische Post“ und die „Süddeutsche Zeitung“ (und andere). Und eben auch auf die Titelseite der „Bild“.

Ich fürchte, der junge Minister wird diesen Namen wohl nicht so leicht wieder los. Das hat er nicht verdient, finde ich. Also bitte: Merken Sie sich diesen Namen nicht!

*) Name ist der Redaktion bekannt

Eine Ente in der „Bild“-Zeitung

Was soll man noch sagen über einen Mann, der, nachdem ein christlicher Kleinverlag ein 48-seitiges Büchlein (mit Doppel-CD) über „Die Perlenkette des Glaubens“ herausgegeben hatte, in der „Bild“-Zeitung schrieb: „Eine 800 Jahre alte Gebetsform erlebt ein verblüffendes Comeback bei jungen Leuten: der Rosenkranz!“

Sagen wir also einfach: Sein Name ist Attila Albert.

Heute allerdings schreibt Attila Albert in „Bild“ großflächig und inhaltsarm über den Ehapa-Comic „Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden“, den Attila Albert „die offizielle Biografie der reichsten Ente der Welt“ nennt. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass ihm die Idee dazu kam, als er gestern bei „Spiegel Online“ ein launiges Stück über… „Die Biografie von Dagobert Duck“ entdeckte, weshalb es heute in „Bild“ heißt:

"Zum ersten Mal erscheint die offizielle Biografie der reichsten Ente der Welt (...) Die offizielle Biografie von Dagobert Duck (...) gibt

Verglichen mit dem, was dazu beispielsweise seit geraumer Zeit bei Wikipedia steht, erscheint Attila Alberts jetzt-endlich-Begeisterung ein wenig unangebracht.

Die deutsche Erstveröffentlichung der zwölf Hauptkapitel erfolgte 1993 bis 1995 in Fortsetzungen in der Micky Maus, gefolgt von einem Nachdruck in sechs Alben. Die Reihe wurde nach dem Erscheinen der Hauptkapitel als Onkel Dagobert, von Don Rosa fortgesetzt, in der auch die weiteren Zusatzkapitel erschienen sind.

2003 folgte eine Neuausgabe mit 456 Seiten in einem Band (…).
(Links von uns.)

Oder wie etwa die Berliner „Bild“-Schwester „B.Z.“ damals, im Dezember 2003, schrieb:

Nun endlich wird das Geheimnis seines Erfolgs in einer Biografie verraten. „Onkel Dagobert. Sein Leben, seine Milliarden“ (…) erzählt (…) in 12 Kapiteln von Dagoberts aufregendem Werdegang.

Oder n-tv.de, ebenfalls 2003:

„Dagobert Duck – Sein Leben, seine Milliarden“ erscheint nun in einer erweiterten Neuauflage (…).

Aber will man es Attila Albert wirklich vorhalten, dass er ein 5 Jahre altes Buch mit noch älteren Geschichten offenbar für neu hält, nur weil es der Ehapa-Verlag (im Dezember 2008) neu aufgelegt hat?* Das Wort erstmals steht schließlich auch bei „Spiegel Online“:

"(...) erstmals in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre auf Deutsch erschienen und jüngst in einer aufwendigen und kommentierten Ausgabe neu aufgelegt, (...)"

*) Der Verlag bestätigt uns, dass die Neuausgabe auf Wunsch des Disney-Zeichners Don Rosa nur teilweise neu koloriert, mit anderen Kapiteltiteln versehen und um Bonusmaterial erweitert worden sei, freut sich aber über die unverhoffte „Bild“-PR.

Mit Dank an Sebastian S., Florian G., Hans F., Thomas F., Roger, Hansi und Samuel D.

„Wunderschöne Sachen“ über Nico Schwanz

Nico Schwanz, Kandidat bei der RTL-Dschungelshow, ist verliebt – berichtet jedenfalls die „Bild“-Zeitung heute unter der Überschrift:

Schwanz verliebt: Er steht auf diese Frau

„Diese Frau“, auf die Schwanz angeblich „steht“, mit der er „flirtet“ und die für ihn „schwärmt“, ist die „exotische Schönheit“ Michaela Grauke. Wie „Bild“ weiß, zierte „das deutsche Fotomodell mit philippinischen Wurzeln“ bereits „die Titel im Balkan-‚Playboy‘ und wirbt u. a. für Sonnenöl“.

Andere Dinge über Michaela Grauke, die „Bild“ offenbar nicht wusste, konnte man heute morgen auf dem Radiosender bigFM in der Morningshow „Morgenhans & Co.“ von Schwanz selbst erfahren, als er auf die „Bild“-Geschichte angesprochen wurde:

Nico Schwanz: Ich hab keine Freundin, ehrlich nicht. (…) Das ist von meinem Manager die Frau gewesen. Sensationell.

Moderator Hans Blomberg: Michaela heißt sie, du hast mit ihr geflirtet, und sie hat auch das Gefühl, dass es gefunkt hat zwischen euch, steht da.

Schwanz: Nein, überhaupt gar nicht wahr. Also, ich kenn‘ Micha fast so lange, wie ich den Olli [Schwanz‘ Manager] kenne, den kenn‘ ich noch länger. Und die zwei sind jetzt, glaub‘ ich, drei Jahre zusammen circa, und die haben ’n Kind, also… „Bild“-Zeitung schreibt… wunderschöne Sachen.
(Link von uns)

Es gibt kein richtiges Zitat im falschen

Die Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung berichtet heute recht ausführlich über die gestrige Abschlussshow von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Vor allem über Giulia Siegels Auftritt dort, die gemeinsam mit der Kandidatin Gundis Zambo den Moderatoren Dirk Bach und Sonja Zietlow Rede und Antwort stehen musste:

"Die wahre Schlange ist Gundis gewesen"

Und am Ende des Artikels schreibt Bild.de:

Moderator Dirk Bach schoss später noch einmal scharf gegen Giulia Siegel: „Schade, dass Giulia jetzt weg ist. Ich hätte gerne noch mit ihr über Wahrnehmungsstörungen gesprochen.“

Tatsächlich sagte Bach aber:

„Ich hätte ihn gerne noch ein bisschen hier behalten und hätte mit ihm über Wahrnehmungsstörungen gesprochen.“

Es ging um Peter Bond, nicht um Giulia Siegel.

Aber Schwamm drüber. So ein falsches Zitat, das kann schon mal passieren. Zumal man sich ebensogut vorstellen kann, dass Bach dasselbe auch über Siegel sagen würde…

… insbesondere, da sich etwas früher in der Sendung [ab 18’45“] ein (für RTL-Zuschauer sicher überraschender) interessanter kleiner Wortwechsel zwischen Dirk Bach und Giulia Siegel ergeben hatte, der nicht bei Bild.de auftaucht. Es ging um die Darstellung Siegels durch die Dschungelshow-Macher:

Dirk Bach: Du hast eben gesagt, die „Bild“-Zeitung hätte das irgendwie richtig gestellt…

Giulia Siegel: Die „Bild“-Zeitung hat ganz genau geschrieben, was ich zum Thema Banane gesagt habe…

Bach: Da wär‘ ich vorsichtig. Die „Bild“-Zeitung hat, glaub‘ ich, noch nie ganz genau geschrieben, was die Wahrheit ist…

Siegel: Aber das Zitat hat sie richtig geschrieben…

Bach: Oh, darauf vertrau‘ besser nicht, das könnte wieder zurück schlagen…

Siegel: Ich hab’s ja durchgelesen, und es war richtig geschrieben.

Bach: Ach, man sollte das gar nicht erst lesen.

Mit Dank an Laszlo J. für den sachdienlichen Hinweis.

„… der Mann, der mal Georg Ratzinger war“

Andreas Englisch ist nicht nur „BILD-Vatikan-Sonder-Korrespondent“, manche halten ihn sogar für einen der „am besten informierten Journalisten im Vatikanstaat“. (Andere nicht.)

Aktuell hat Englisch dem Papst „Neujahrsgrüße der BILD-Redaktion“ überbracht – und schreibt über Benedikt XVI.:

"Wie sehr, denke ich, hat sich der Mann, der einmal Georg Ratzinger war, doch geändert! Er weiß inzwischen bis ins Detail, was wie wann zu tun ist. Wie scheu stellte sich Benedikt noch zu Beginn seiner Amtszeit vor die Fotografen - schüchtern, fast ungelenk. Jetzt beherrscht Benedikt die Situation, sicher und ruhig."

Georg Ratzinger. Is‘ klar.

Mit Dank an Tom S. für den Hinweis.

Nachtrag, 25.1.2009: Ach, nee… Jetzt, wo Bild.de die Kolumne eines der „am besten informierten Journalisten im Vatikanstaat“ nachgebessert hat, fällt’s uns auch wieder ein: Der heißt ja Joseph!

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