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Redaktionen springen über Alice Weidels AfD-Stöckchen

Alice Weidel hat also vorzeitig ein TV-Studio verlassen. Die Spitzenkandidatin der AfD bei der anstehenden Bundestagswahl ist gestern Abend in der knapp 100 Minuten dauernden ZDF-Talkrunde „Wie geht’s, Deutschland?“ bereits nach 65 Minuten gegangen. Heute gibt es fast keine Redaktion, die nicht bei diesem kalkulierten Eklat mitmacht.

Anders als bei CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, der vor knapp zwei Monaten die Talk-Runde von Sandra Maischberger — ob nun zu Recht oder zu Unrecht — ehrlich empört verlassen hatte, wirkt Weidels Abgang recht gelassen. Die AfD-Politikerin warf CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer noch vor, dass dessen Partei illegale Einwanderung legalisieren wolle, lächelte dabei, dann packte sie auch schon ihre Unterlagen und ging.

Im Verlauf der Sendung gab es mitunter zwar hitzige Debatten, aber keine Situation, die zwangsläufig zum Verlassen des Studios führen musste. Es scheint so, als wollte Alice Weidel unbedingt gehen, egal wann, Hauptsache gehen, vielleicht auch, weil sie und ihre Partei gesehen haben, wie groß das Medienecho nach Bosbachs Aktion war. Über Weidels Aussagen in der ZDF-Sendung hätte heute wohl kaum eine Redaktion ausführlich berichtet. Über den „Eklat im TV“ berichten so gut wie alle:

Screenshot Spiegel Online - AfD-Spitzenkandidatin - Weidel verlässt ZDF-Sendung vorzeitig
(„Spiegel Online“)

Screenshot Zeit Online - AfD - Alice Weidel verlässt ZDF-Sendung
(„Zeit Online“)

Screenshot Süddeutsche.de - Bundestagswahl - AfD-Spitzenkandidatin Weidel verlässt ZDF-Talk
(Sueddeutsche.de)

Screenshot FAZ.net - Diskussionsrunde zur Wahl - AfD-Kandidatin Weidel verlässt ZDF-Sendung vorzeitig
(FAZ.net)

Ausriss Bild-Zeitung - Eklat im TV - AfD-Weidel verlässt ZDF-Talk
(„Bild“)

Screenshot Bild.de - Eklat beim ZDF - AfD-Weidel verlässt die ZDF-Sendung
(Bild.de)

Screenshot RP Online - AfD-Spitzenkandidatin verlässt Studio - Alice Weidel sorgt bei ZDF-Wahlsendung für Eklat
(„RP Online“)

Screenshot MDR.de - Eklat im TV - AfD-Spitzenkandidatin verlässt Wahlsendung
(MDR.de)

Screenshot Tagesspiegel.de - AfD-Spitzenkandidatin - Weidel verlässt nach Streit ZDF-Talksendung vorzeitig
(Tagesspiegel.de)

Screenshot Welt.de - AfD-Spitzenkandidatin - Alice Weidel verlässt vorzeitig ZDF-Live-Sendung
(Welt.de)

Screenshot BZ - Wie geht's Deutschland? AfD-Spitzenfrau Alice Weidel verlässt ZDF-Sendung
(bz-berlin.de)

Screenshot ruhrnachrichten.de - Eklat: AfD-Spitzenkandidatin verlässt ZDF-Sendung
(ruhrnachrichte.de)

Screenshot saarbruecker-zeitung.de - AfD-Kandidatin Weidel verlässt ZDF-Wahlsendung vorzeitig
(saarbruecker-zeitung.de)

Screenshot nrz.de - Talkshow - AfD-Spitzenkandidatin Weidel stürmt aus Talkshow im ZDF
(nrz.de)

Man könnte diese Liste noch sehr lange fortführen.

Bunte.de schreibt heute:

Screenshot Bunte.de - TV-Eklat: Über diesen Abgang spricht ganz Deutschland

Genau das ist das Kalkül der AfD: Die Schlagzeilen bringen ihr 18 Tage vor der Wahl eine Aufmerksamkeit, die sie sonst nie bekommen würde. Schon in einem Strategiepapier für den Wahlkampf schrieb die Partei, dass sie „vor sorgfältig geplanten Provokationen nicht zurückschrecken“ wolle, negative Reaktionen seien dabei „ganz bewusst“ einkalkuliert. Ein gut inszenierter „Eklat im TV“ ist sicher eine solche „Provokation“. Bei der anschließenden PR-Arbeit machen die Redaktionen, die unreflektiert jede AfD-Kleinigkeit in eine Überschrift packen, immer wieder freiwillig mit.

Immerhin grübeln manche Medien inzwischen, ob Alice Weidel das nicht doch alles geplant habe. Die kostenlose Wahlwerbung für die AfD haben sie aber längst unters Volk gebracht.

Medien verbreiten Ehe-für-alle-Unsinn der AfD

Wenn Sie gestern eine Runde auf deutschen Online-Nachrichtenseiten gedreht haben, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Sie auch auf diese Schlagzeile hier gestoßen sind:


(„Spiegel Online“)

Oder auf diese:


(Stern.de)

Oder diese:


(Welt.de)

Oder auf eine von diesen:


(FAZ.net)

(„Focus Online“)

(Morgenpost.de)

(„Deutschlandfunk“)

(derstandard.at)

(Express.de)

(FR.de)

(rp-online.de)

(Merkur.de)

(derwesten.de)

(maz-online.de)

(rbb-online.de)

(orf.at)

Die Liste ließe sich noch lange weiterführen — es stand gestern so gut wie überall, auch weil Agenturen die Nachricht übernommen und verbreitet haben: Die AfD prüfe, ob sie die gerade erst im Bundestag beschlossene „Ehe für alle“ vor dem Bundesverfassungsgericht verhindern könne.

Als Ursprung für diese Neuigkeit nennen die Artikel, die hinter den oben aufgeführten Titelzeilen stecken, alle die gleiche Quelle: „Bild am Sonntag“. Die „BamS“-Redaktion hatte die AfD-Info gestern, beziehungsweise online bereits vorgestern am späten Abend, exklusiv:

Die AfD plant, vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen und die am Freitag im Bundestag beschlossene „Ehe für alle“ zu kippen. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland (76) zu BamS: „Wir prüfen derzeit eine Klage beim Bundesverfassungsgericht. Ich bin für einen solchen Schritt. Die Ehe für alle bedeutet eine Wertebeliebigkeit, die unserer Gesellschaft schadet.“

Nun kann die AfD das so sehr wollen und planen und prüfen, wie sie mag — sie kann nicht wegen der „Ehe für alle“ vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Wie Patrick Gensing bereits gestern am Nachmittag beim ARD-„Faktenfinder“ schrieb, gibt es verschiedene Wege, die dazu führen, dass sich das Bundesverfassungsgericht mit einem Gesetz beschäftigt. Im Fall der „Ehe für alle“ kommt eigentlich nur die abstrakte Normenkontrolle in Frage. Und die kann nicht von jedem einfach so beantragt werden. Das Bundesverfassungsgericht schreibt dazu:

Der Antrag kann nur von der Bundesregierung, einer Landesregierung oder eines Viertels der Mitglieder des Bundestages gestellt werden. Bürgerinnen und Bürger sind in dieser Verfahrensart nicht antragsberechtigt.

Die AfD sitzt zwar in einigen Landesparlamenten, sie gehört aber weder der Bundesregierung noch einer Landesregierung an, und keiner ihrer Mitglieder ist aktuell Bundestagsabgeordneter. Über die abstrakte Normenkontrolle kann sie eine Überprüfung der „Ehe für alle“ durch das Bundesverfassungsgericht derzeit nicht beantragen.

Eine Verfassungsbeschwerde, die auch einzelne AfD-Mitglieder initiieren könnten, macht bei der „Ehe für alle“ auch keinen Sinn. Denn dazu schreibt das Bundesverfassungsgericht:

Die beschwerdeführende Person muss selbst, gegenwärtig und unmittelbar in ihren Rechten betroffen sein.

Und wer soll schon ernsthaft in seinen Rechten betroffen sein, weil nun auch Frauen Frauen und Männer Männer heiraten können sollen und sonst durch die „Ehe für alle“ niemandem etwas weggenommen wird?

All das hätten auch die zwei „Bild am Sonntag“-Autoren herausfinden können, bevor sie (und in der Folge all die anderen Redaktionen, die auch nicht recherchierten) der AfD riesige Werbeflächen für eine Null-und-nichtig-Ankündigung einräumten.

Böse Übersetzung

Fangen wir mit drei Binsenweisheiten an: 1) US-Präsident Donald Trump spricht Englisch. 2) Deutsche Medien berichten in der Regel auf Deutsch. 3) Wenn deutsche Medien über eine Aussage von Donald Trump berichten wollen, müssen sie diese Aussage vom Englischen ins Deutsche übersetzen. Und da liegt das Problem.

Aktuell macht das Trump-Zitat „Die Deutschen sind böse, sehr böse“ die ganz große Medien-Runde:








„Spiegel Online“ hatte gestern zuerst über Trumps Deutschland-Schelte berichtet. Die Aussage stammt aus einem nicht-öffentlichen Treffen des US-Präsidenten mit Vertretern der EU in Brüssel. „Spiegel Online“ schreibt:

US-Präsident Donald Trump hat sich bei seinem Treffen mit der EU-Spitze in Brüssel heftig über den deutschen Handelsbilanzüberschuss beklagt. „The Germans are bad, very bad“, sagte Trump. Dies erfuhr der SPIEGEL von Teilnehmern des Treffens.

Nun kann das englische Wort „bad“ vieles bedeuten: schlecht (so beispielsweise von süddeutsche.de übersetzt), schlimm, schwierig, schädlich, mangelhaft und auch ungezogen oder böse. Dass Trump mit „The Germans are bad, very bad“ sagen will, dass „die Deutschen“ „böse, sehr böse“ seien, ist nicht so eindeutig, wie die Titelzeile bei „Spiegel Online“ es darstellt. Hätte er „The Germans are evil, very evil“ gesagt, wäre es etwas anderes.

Apropos „evil“: Die Nachricht, die „Spiegel Online“ gestern Abend exklusiv veröffentlichte, griffen auch englischsprachige Medien auf. Bei der Rückübersetzung vom Deutschen ins Englische machten sie mitunter aus „Die Deutschen sind böse, sehr böse“ interessanterweise „The Germans are evil, very evil“:



EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der beim Treffen mit Donald Trump dabei war, hat die Worte des US-Präsidenten inzwischen bestätigt. Juncker sagt allerdings auch:

Ich bin kein Spezialist im Englischen, wie man weiß, aber: „Bad“ heißt nicht böse, schlecht reicht.

Mit Dank an Jolf B. für den Hinweis!

Medien fallen auf satirischen Kreuzbandriss rein

Übermorgen, am Freitag, ist es soweit: Die Bundesliga startet wieder, und passend dazu bringt der „Axel-Springer-Verlag“ ein neues Produkt an die Kioske: die „Fußball Bild“. In Stuttgart und München wurde die tägliche Fußballzeitung in den vergangenen Monaten bereits getestet. Bald gibt es sie also auch bundesweit.

Das kann ja nur grandios werden, bei all der Expertise, die die „Bild“-Medien auf dem Feld so zu bieten haben. Die Fußballkenner von Bild.de schafften es gestern zum Beispiel, im alten Wappen von Juventus Turin einen Löwen zu entdecken, wo sonst alle nur einen Stier sehen:

Oder sie wissen durch ihre hervorragenden Kontakte in die Szene schon vorher von Trainerverpflichtungen, die dann gar nicht stattfinden.

Ein weiteres Beispiel, wie gut die Fußballberichterstattung bei „Bild“ und Bild.de ist, zeigt eine Meldung über den französischen Nationalspieler Dimitri Payet, die Bild.de gestern am späten Abend veröffentlicht hat, und „Bild“ in der heutigen Ausgabe bringt:


Payet spielt derzeit beim Londoner Premier-League-Klub West Ham United. Dort ist er aber nicht besonders glücklich und will gern weg, am liebsten wohl zum französischen Erstligisten Olympique Marseille. Damit sein aktueller Verein zustimmt, setzt Dimitri Payet ihn ziemlich unter Druck: Er teilte erst kürzlich mit, dass er sich weigere, für West Ham United zu spielen, bis der Klub ihn ziehen lässt.

Und jetzt also, so das geballte „Bild“-Fußballfachwissen, sogar die Drohung, dass sich Dimitri Payet selbst verletzen werde, wenn er nicht wechseln darf:

Der Franzose (kam 2015 für 15 Mio Euro) droht laut „L’Equipe“: „Ich schwöre, dass ich nie wieder das Trikot von West Ham anziehe. Wenn ihr mich nicht verkauft, werde ich mir selbst einen Kreuzbandriss zuziehen.“

Woher „L’Equipe“ diese Info hat, haben sie bei „Bild“ und Bild.de allerdings nicht nachgeschaut. Sie stammt nämlich vom französischen Portal footballfrance.fr (nicht zu verwechseln mit „France Football“), das sich auf der eigenen Seite so beschreibt:

FootballFrance.fr est un site d’informations parodiques consacré au football. Même si la rédaction de FootballFrance.fr s’appuie sur l’actualité pour écrire ses papiers, rien de ce qui est présent sur ce site n’est vrai, les personnes interrogées pour les besoins des articles n’existent pas, tout est faux. Voilà, c’est dit, salut !

„Tout est faux“ — um das zu verstehen, muss man in der Schule nicht zwingend einen Französisch-LK besucht haben. Footballfrance.fr ist eine Satireseite. Sie berichtet zum Beispiel über solche Geschichten: Ein Fan, der beim Afrika-Cup seinem Vordermann auf der Tribüne den Kopf abgeschlagen habe, weil er nichts vom Spiel sehen konnte.

„Bild“ und Bild.de sind nicht die einzigen Medien, die nicht mal kurz nachgedacht haben, wie realistisch es ist, dass ein Fußballer sich freiwillig selber eine Verletzung zufügen will, die ihn mehrere Monate ausfallen ließe, bevor sie ihre Texte veröffentlicht haben. In ganz Europa sind Zeitungen und Onlineportale auf das gefälschte Payer-Zitat reingefallen, und auch hier in Deutschland:


Die meisten Medien, die über Dimitri Payets vermeintliche Drohung geschrieben haben, haben ihre Artikel inzwischen gelöscht oder korrigiert, so auch „Spiegel Online“:

Bei den Fußballexperten von Bild.de steht der ganze Quatsch hingegen unverändert.

Mit Dank an Robert für den Hinweis!

Nachtrag, 19. Januar: Inzwischen hat auch Bild.de den Fehler bemerkt. Unter dem Artikel steht nun:

Anmerkung der Redaktion: Das Zitat von Payet hat es so nie gegeben. Es ist eine Erfindung von „Football France“, dem Satire-Ableger der französischen Fußball-Seite „France Football“. Wir bitte unsere Leser um Entschuldigung, dass wir das Zitat verbreitet haben.

Mit Dank an Frederik S. und Alexander M. für die Hinweise!

Warum neu recherchieren, wenn’s anderswo schon falsch steht?

Wir haben zwar vor einigen Jahren schon hier, hier und hier darüber gebloggt. Aber jetzt auch noch mal an dieser Stelle: Nein, der frühere FDP-Politiker Guido Westerwelle und der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit sind nie in ihrer Schulzeit sitzen geblieben.

Immer dann, wenn in irgendeinem Bundesland irgendeine Landesregierung an den Regularien zum Sitzenbleiben etwas ändern will, greifen deutschlandweit die Redaktionen in ihre Archive und kramen als kleinen Zusatz eine Übersicht mit „prominenten Sitzenbleibern“ raus: Edmund Stoiber ist dann meist dabei, Harald Schmidt, Otto, Mehmet Scholl. Und so gut wie immer auch Guido Westerwelle und Klaus Wowereit. Dabei haben beide ihre Schullaufbahn regulär nach 13 Jahren beendet.

Am Montag hat „Spiegel Online“ übers Sitzenbleiben geschrieben, ganz allgemein und nicht durch irgendeine Schulreform auf Landesebene ausgelöst:

Die Redaktion hat — Überraschung! — eine Fotostrecke mit „prominenten Sitzenbleibern“ in den Artikel eingeblockt:

Diese Galerie stammt von 2014. Mit dabei — noch mal Überraschung : Guido Westerwelle und Klaus Wowereit.

Zu Wowereit schreibt „Spiegel Online“:

Auch Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) blieb während seiner Schullaufbahn einmal sitzen. Sein Bundesland war 2010 eines der Ersten, in denen das Wiederholen einer Klasse abgeschafft wurde. In den Berliner Sekundarschulen (ehemals Haupt- und Realschulen) gibt es seitdem keine „Ehrenrunden“ mehr — es sei denn, die Eltern bestehen darauf.

Bei Westerwelle ist hingegen nicht ganz klar, warum er überhaupt in die Klickstrecke gerutscht ist. Vom Sitzenbleiben ist gar nicht die Rede:

Ex-Außenminister Guido Westerwelle (FDP) musste nach einem Jahr vom Gymnasium im rheinischen Königswinter auf die örtliche Realschule wechseln. Westerwelles schulische Leistungen waren nach der Trennung seiner Eltern eingebrochen. Er machte später seine mittlere Reife an der Bonner Freiherr-vom-Stein-Realschule und das Abitur am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Westerwelle erinnert sich: „Mathe und Chemie waren meine Angstfächer.“

Mit Dank an Jörn J. für den Hinweis!

Nachtrag, 22:41 Uhr: „Spiegel Online“ hat die Fotostrecke inzwischen angepasst und sowohl Klaus Wowereit als auch Guido Westerwelle aus der Zusammenstellung „prominenter Sitzenbleiber“ entfernt.

„Spiegel Online“ widerlegt Propaganda-Vorwurf mit Propaganda

Eigentlich war es ja eine ganz schöne Idee, die „Spiegel Online“ gestern hatte: In einem 3:50-Minuten-Video den Politikredakteur Christoph Sydow erklären lassen, wieso die Redaktion über Aleppo und Mossul berichtet, wie sie berichtet. Das Ganze war eine Reaktion auf kritische Kommentare in Leserbriefen und den Sozialen Netzwerken (zum Beispiel: „heute im propagandaspiegel: keine gefahr für zivilisten! während aleppo von den bösen russen und assad ‚zerstört‘ wird, wird mossul von den braven irakern, türken und amerikanern ‚befreit‘. …wer hätte das gedacht“):

Immer wieder werfen uns Leser vor, die Belagerung von Aleppo pauschal als böse und jene von Mossul als gut zu bewerten. Das so nicht richtig [sic]. Politikredakteur Christoph Sydow erklärt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Sydow sagt, „Spiegel Online“ messe nicht mit zweierlei Maß, und erklärt, welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede er zwischen den Situationen im syrischen Aleppo und im irakischen Mossul sieht. Auf die im Video eingeblendete Frage „WIE SIEHT ES IN DEN STÄDTEN AUS?“ antwortet er:

Ost-Aleppo ist seit Monaten von der Außenwelt abgeschnitten. Es kommt keine Hilfe in die Stadt. Die Menschen hungern, es gibt kein Trinkwasser, es gibt wenig Strom. In Mossul ist die Lage im Moment noch anders. Die Stadt kann versorgt werden, die Menschen haben Wasser, die Menschen haben Strom, die Menschen haben genug zu essen. Es muss bislang dort noch niemand hungern.

Um die deutlich bessere Situation in Mossul zu belegen, zeigt „Spiegel Online“ diese Videoaufnahmen:



Das ist Propagandamaterial des sogenannten „Islamischen Staats“. Die Terrororganisation, die derzeit über Mossul herrscht, hat diese Bilder aus der Stadt vor einigen Tagen veröffentlicht, um zu zeigen, wie normal das Leben dort sein soll. In den Standbildern kann man rechts oben neben dem „Spiegel“-Logo auch das von „Amaq“ sehen. „Amaq“ sieht sich selbst als Sprachrohr des „Islamischen Staats“.

Der „Weltspiegel“ hatte die Aufnahmen in seinem Beitrag „Irak: Inside Mossul“ am vergangenen Sonntag ebenfalls gezeigt. Im Gegensatz zu „Spiegel Online“ hat die ARD-Sendung allerdings den Hinweis „Quelle: Propaganda-Video IS“ eingeblendet:


Dazu sagt der Sprecher:

Das jüngste Propaganda-Video vom IS, das vor fünf Tagen ins Netz gestellt wurde. Es soll Normalität in Mossul zeigen, glückliche Menschen, denen es an nichts fehlt. Tatsächlich mangelt es an Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Strom. Das berichten Menschen aus Mossul ihren Verwandten in heimlichen Telefonaten.

Später im Video-Beitrag mit Christoph Sydow zeigt „Spiegel Online“ dann noch weitere Sequenzen aus dem Propagandamaterial, wieder mit „Amaq“-Symbol und wieder ohne jegliche Kennzeichnung oder Distanzierung:




Wenn „Spiegel Online“ sich Propagandamaterial von Terroristen zu eigen macht, dann kann man seinen harschen Kritikern, die vom „propagandaspiegel“ schreiben, in diesem Fall leider nicht mal widersprechen.

Mit Dank an Daniel B. für den Hinweis!

Nachtrag, 21:01 Uhr: „Spiegel Online“ hat inzwischen mit zwei Tweets auf unseren Blogpost reagiert:

Jegliche Videosequenzen, die von „Amaq“ stammen, sind jetzt mit dem Hinweis „Quelle: Propagandavideo des IS“ versehen:

Uwe Böhnhardts DNA war nicht an Peggys Skelett

Vor gut zwei Stunden kamen die ersten Push- und Eil- und Agenturmeldungen rein: DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt sollen am Skelett von Peggy K. entdeckt worden sein:




Verständlicherweise berichteten so gut wie alle Medien und Nachrichtenagenturen. Die Hintergründe sind allerdings noch ziemlich unklar: Möglich, dass Böhnhardt etwas mit dem Tod der Neunjährigen, die 2001 verschwand und deren Knochen im vergangenen Juli von einem Pilzsammler gefunden wurden, zu tun hat. Aber ebenso möglich, dass es sich um einen Zufall handelt. In einer gemeinsamen Presseerklärung erklärten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth, dass es „weiterer umfassender Ermittlungen in alle Richtungen“ bedürfe, „die derzeit geführt werden und ganz am Anfang stehen.“

Was in der Pressemitteilung jedenfalls nicht steht: Dass Böhnhardts DNA-Spuren am Skelett von Peggy entdeckt wurden. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken bestätigte uns gerade am Telefon, dass Böhnhardts DNA stattdessen bei Peggys Skelett gefunden wurde — sicher immer noch die ganzen Artikel wert, aber eben etwas anders, als ursprünglich von den meisten Medien vermeldet.

Die „dpa“ und andere Agenturen haben inzwischen „Berichtigungen“ rausgegeben. Und viele, aber nicht alle Onlineportale haben die Überschriften ihrer Artikel angepasst.

Linke Nummer mit der/die ComputerIn

Ja, bei „Bild“ gab es heute auf der Titelseite mal wieder eine richtig schöne Möglichkeit, sich aufzuregen. Bild.de lieferte der Stammleserschaft bereits gestern Abend die Vorlage zum Blutdruckhochschrauben und Empören über den „GENDER-GAGA“:

In beiden Artikeln geht um die Linksfraktion in Flensburg. Die haben nämlich am vergangenen Mittwoch einen Vorschlag gemacht, der seitdem für ziemlich viel Rummel sorgt. „Bild“-Mann Ralf Schuler schreibt dazu:

Irre Gender-Posse im Flensburger Rathaus!

Die Linke beantragt im Gleichstellungsausschuss, Arbeitsgeräte künftig geschlechtsneutral zu benennen. Beispiel: der/die BleistiftanspitzerIn, der/die StaubsaugerIn.

Begründung: Es sei in einer „sozial gerechten und antidiskriminerenden Gesellschaft nicht hinzunehmen“, dass häufig nur der männliche Artikel (der) benutzt würde. Am Mittwoch wird der Antrag beraten.

In einem Kommentar legt Schuler noch mal nach:

Es gibt diese Idee der Flensburger Linksfraktion tatsächlich. Genau genommen handelt es sich allerdings nicht um einen Antrag, sondern um einen Ergänzungsantrag (PDF). Und dieser feine Unterschied ist in dieser Geschichte nicht unwesentlich. Denn die Linken-Fraktionsvorsitzende Gabriele Ritter sagt, dass das mit der genderneutralen Bezeichnung für Arbeitsgeräte nie ernst gemeint war, sondern lediglich eine satirische Reaktion auf einen Antrag der freien Wählergemeinschaft „Wir in Flensburg“. Die hatte einen Tag vor dem Ergänzungsantrag der Linksfraktion den Vorschlag (PDF) eingebracht, „Ratsfrauen“ in Zukunft „Ratsdamen“ zu nennen, weil das doch viel besser zum männlichen Pendant „Ratsherren“ passe. Gabriele Ritter und ihr Team fanden das so bescheuert, dass sie nicht anders wussten, als mit ihrem völlig abwegigen Ergänzungsantrag zu reagieren und den „Ratsdamen“-Vorschlag der Wählergemeinschaft ad absurdum zu führen.

Bei Bild.de erwähnt Ralf Schuler diese Abfolge von Antrag und Ergänzungsantrag am Ende seines Textes, auf der „Bild“-Titelseite steht davon hingegen kein Wort. Dafür aber dieser letzte, kurze Absatz:

Die Linke ruderte gestern zurück, will den Antrag nun als Satire verstanden wissen.

Das ist schlicht falsch. Denn die Flensburger Linksfraktion stellte bereits am 22. September, also einen Tag nach ihrem Ergänzungsantrag, klar, dass die Sache mit der/die ScannerIn und der/die ComputerIn und der/die BleistiftanspitzerIn nicht ernst gemeint war:

DIE LINKE wird den Antrag der WiF ablehnen und empfiehlt dies übrigens auch für den eigenen Ergänzungsantrag, der durch die Neuschaffung von Begriffen wie „der/die ScannerIn“, „der/die AbfalleimerIn“ oder „der/die StaubsaugerIn“ bestenfalls für Lachanfälle in den 13 Etagen des Rathauses sorgen sollte.

Das hätte auch Ralf Schuler mit anderthalb Minuten Recherche rausfinden können, wenn er mal auf die Website der Linksfraktion in Flensburg geschaut hätte. Oder wenn er den Artikel von Lars Wienand gelesen hätte, der für die „Funke Mediengruppe“ schon vor drei Tagen über den Fall schrieb und klarstellte, dass es sich um einen Witz handelt. Oder wenn er den ebenfalls drei Tage alten Artikel des rechten Blatts „Junge Freiheit“ (den verlinken wir natürlich nicht) entdeckt hätte …

… unter dem recht schnell stand:

AKTUALISIERUNG: Die Linke im Flensburger Rat teilte auf ihrer Internetseite mit, sie selbst werde gegen den von ihr eingebrachten Antrag stimmen. Die Beschlußvorlage, die sich auch in der offiziellen Dokumentendatenbank des Rats der Stadt Flensburg findet, habe „bestenfalls für Lachanfälle in den 13 Etagen des Rathauses sorgen“ sollen.

Aber Schuler machte all das nicht. Stattdessen echauffierte er sich über den „GENDER-GAGA IN FLENSBURG“ — und der machte schell Medienkarriere. „Spiegel Online“ übernahm die Geschichte zum Beispiel:

Und selbst bis nach Österreich und in die Schweiz hat es die Meldung geschafft, zu oe24.at beziehungsweise 20min.ch:


Die Folgen ihres kleinen Witzes seien heftig gewesen, sagte uns Linken-Fraktionschefin Gabriele Ritter am Telefon. Es habe freundliche Reaktionen gegeben von Leuten, die das alles verstanden hätten. Es habe kritische Reaktionen gegeben. Auf die habe sie geantwortet. Und es habe böse Reaktionen gegeben. In einer dieser bösen Reaktionen schrieb der Autor, dass Gabriele Ritter sich einen Pistolenlauf in den Mund stecken solle.

Mit Dank an Peter U. für den Hinweis!

Medien ermitteln: Es war menschliches Versagen!

Gestern Abend berichtete das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (die Zentralredaktion der Madsack Mediengruppe) „exklusiv“ unter Berufung auf einen Ermittler beim Zugunglück in Bad Aibling:

Die Fehlentscheidung eines Fahrdienstleiters im Stellwerk von Bad Aibling ist offenbar der Grund für das Zugunglück mit mindestens zehn Toten. Dies berichten die Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören, unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Und ruck, zuck stand es überall:



15 Minuten später twitterte „Spiegel Online“:

Demnach wies die Polizei die Berichte …

als Spekulation zurück. Die Behörden stünden am Anfang ihrer Ermittlungen. Man müsse jetzt die Auswertung der Blackboxes abwarten, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd SPIEGEL ONLINE.

Keine Stunde später:

In der Zwischenzeit hatte auch die dpa gemeldet, sie habe „aus zuverlässiger Quelle“ erfahren, dass „menschliches Versagen“ die Ursache sei. Das reichte dann auch „Spiegel Online“, um auf der Titelseite zu verkünden:

Die Polizei wehrt sich unterdessen nach Kräften gegen die Gerüchte. Gestern schrieb sie in einer Pressemitteilungen:

Zur genauen Ursache können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden, die Ermittlungen stehen hier noch am Anfang.

Dem BR sagte ein Polizeisprecher gestern Abend:

„Das sind reine Spekulationen, werfen Sie das weg, das weisen wir zurück“. Die Ermittlungen stünden noch völlig am Anfang.

Heute Morgen noch eine Pressemitteilung:

Zur genauen Ursache können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden, die Ermittlungen stehen hier noch am Anfang.

Heute Nachmittag noch eine:

Nach der Bergung der Toten und Verletzten und des Streuguts am gestrigen Tag, stehen für Staatsanwaltschaft und Polizei jetzt die Sicherung von Beweismitteln und die rechtsmedizinischen Untersuchungen im Vordergrund. Darüber hinaus müssen natürlich alle Zeugen, vor allem die Zuginsassen, nach und nach vernommen werden und Sachverständige müssen mit der Auswertung von Beweismitteln und der Erstellung von Gutachten ihre notwendigen Beiträge liefern.

Die Ermittlungen werden kompliziert, aufwändig und zeitraubend. Aussagen zur Unglücksursache können und werden deshalb seitens der Behörden derzeit keine getroffen. Es wird deshalb gebeten, von Nachfragen hierzu bei Polizei und Staatsanwaltschaft abzusehen, zu gegebener Zeit äußern sich die Behörden dazu. 

Können sie sich sparen. Die Ursache steht ja schon fest:




Und auch der Schuldige ist schon gefunden:





Oder auch:

Viele Medien widmeten den Spekulationen (und widmen ihnen weiterhin) prominente Plätze auf der Startseite, präsentieren sie als „Ergebnisse“, obwohl die Ermittlungen immer noch laufen. Der Schuldige steht fest, und vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir Fotos von seinen heruntergelassenen Rollos sehen und erfahren, was eigentlich sein Lieblingspizzabäcker von der ganzen Sache hält.

Selbst wenn es stimmt, dass ein Verdacht gegen den Mann besteht — wie oft schon hat sich im weiteren Verlauf von Ermittlungen gezeigt, dass alles doch ganz anders war? So etwas braucht Zeit. Zeit, die viele Medien nicht haben sich nicht nehmen wollen.

Dabei sind Kompromisse so einfach.

„Zeit Online“ zum Beispiel stellte gestern Abend ganz unaufgeregt alle verfügbaren Informationen zusammen, auch die Gerüchte aus Ermittlerkreisen, verzichtete aber auf voreilige Schuldzuweisungen:

Auch tagesschau.de berichtete zwar über die Spekulationen und Mutmaßungen, nannte sie aber auch so:

Und einige spendierten immerhin ein Fragezeichen:

Inzwischen hat die Polizei noch einmal Stellung genommen:

„Wir wehren uns vehement gegen dieses Gerücht“, teilte ein Sprecher der Polizei am Unglücksort mit. (…) Zwar könne ein Fehler oder Vergehen des Diensthabenden nicht ausgeschlossen werden, doch stünden die Ermittlungen noch am Anfang. Der Fahrdienstleiter sei bereits unmittelbar nach dem Zusammenstoß am Dienstag befragt worden. Daraus habe sich „noch kein dringender Tatverdacht“ ergeben, teilte die Polizei mit.

Mit Dank an Bernhard W. und Christian H.

Bei Schwarzarbeit macht den Griechen keiner was vor

Die Griechen mal wieder:


(morgenpost.de)


(„Bild“-Titelseite, heute)

Die Deutschen dagegen:


(„Spiegel Online“)


(„Berliner Zeitung“)

Der Grund für die Überschriften von den fleißigen Deutschen und den schludrigen Griechen: Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) schätzt jedes Jahr den Anteil der Schwarzarbeit am Bruttoinlandsprodukt der OSZE-Länder (von „Weltmeister“, wie die Morgenpost schreibt, kann daher sowieso keine Rede sein). Heute ist die Prognose für 2016 erschienen und, was soll man sagen, die Zahlen sprechen für sich — und gegen Griechenland:

Deutsche Presse-Agentur:

Negativ-Spitzenreiter ist Griechenland mit einem Wert von 22 Prozent — fast jeder fünfte Euro, der dort erwirtschaftet wird, entstammt also der Schattenwirtschaft. Grund: Dort gelte Schwarzarbeit in der Bevölkerung als deutlich unproblematischer als in Deutschland, sagen die Experten.

„Spiegel Online“:

Negativ-Spitzenreiter ist Griechenland mit einem Wert von 22 Prozent – fast jeder fünfte Euro, der dort erwirtschaftet wird, entstammt also der Schattenwirtschaft. Der Grund: Dort gelte Schwarzarbeit in der Bevölkerung als deutlich unproblematischer als in Deutschland, sagen die Experten.

„Bild“:

Am größten ist der Schwarzarbeit-Anteil mit 22% am BIP in Griechenland.

„Berliner Morgenpost“:

Die Griechen zählen zu den negativen Spitzenreitern in der Schattenwirtschaft, dicht gefolgt von Italien, Spanien oder Portugal. Illegale Beschäftigung macht hier zwischen 17 und 22 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

Daran ist grundsätzlich nichts falsch. Allerdings: Es gibt auch Zahlen, die für die Griechen sprechen. Denn sie sind nicht nur bei der Schwarzarbeit Spitzenreiter — sondern auch bei deren Bekämpfung.

2004 hatte Schwarzarbeit noch einen Anteil von 28,1% am BIP. Seitdem ist sie — mit Ausnahme von 2009 und 2010 — kontinuierlich gesunken. Insgesamt um 6,1 Prozentpunkte. Darüber berichtet aber keines der erwähnten Medien. Und das, obwohl das Institut extra eine verständliche Grafik angefertigt hat:

Weil sie so gut versteckt war? Naja:

Eventuell liegt es daran, dass die Nachricht so gut zu der insbesondere von der „Bild“-Zeitung immer wieder erzählten Geschichte der faulen Griechen passt.

Und vielleicht auch daran, dass man die Studie dafür hätte lesen müssen. Dann wäre den Journalisten vielleicht sogar aufgefallen, dass eine Formulierung der dpa-Meldung, die sie übernommen haben, falsch ist: 22% Anteil am BIP ist nicht „fast jeder fünfte Euro“. 22% sind mehr als jeder fünfte, nämlich fast jeder vierte Euro.

Korrektur, 4. Februar: Einige Leser haben uns darauf hingewiesen, dass die Formulierung „fast jeder fünfte Euro“ doch richtig ist. Denn die 22% beziehen sich nicht auf den Anteil der Schattenwirtschaft ​am​ BIP, sondern ​im Verhältnis zum​ BIP. Wenn zu den 100% BIP noch 22% Schwarzarbeit hinzukommen, dann ist sozusagen die Gesamtwirtschaftsleistung 122% — und davon sind 22% fast ein Fünftel. Wir bitten um Entschuldigung und danken Richard und Christoph für den Hinweis.

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