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Julian Reichelt vergisst den Anschlag von Anders Breivik

Wenn „Bild“-Oberchef Julian Reichelt twittert, wird es häufig unsachlich oder aufbrausend oder beides. Manchmal ist es aber auch einfach faktisch falsch, was er schreibt. Zum Beispiel dieser Tweet von ihm von heute zum gestrigen Anschlag in Manchester:

Tweet von Julian Reichelt - Die (wieder mal) neue Qualität des Terrors von Manchester: Es ist der erste Anschlag in Europa, der sich gezielt gegen Kinder richtet.

Abgesehen von dem Versuch, diesem Attentat etwas Neues, Exklusives zu verleihen: Es stimmt schlicht nicht. Am 22. Juli 2011 fuhr der norwegische Rechtsterrorist Anders Breivik gezielt auf die Insel Utøya, um dort, wo ein Sommercamp mit vielen Jugendlichen stattfand, Menschen zu töten. Auf Utøya starben 32 Mädchen und Jungen unter 18 Jahren.

Vielleicht sieht Julian Reichelt Anders Breivik nicht als Terrorist, sondern als Verwirrten oder rechten Spinner. Oder er bezog sich in seiner Aussage nur auf islamistischen Terror, ohne es zu schreiben. Aber selbst dann ist seine Behauptung nicht richtig: Am 19. März 2012 fuhr Mohamed Merah, der sich selbst als „Gotteskrieger“ bezeichnete, zu einer jüdischen Schule in Toulouse und tötete dort unter anderem drei Kinder.

Der Anschlag gestern nach dem Konzert von Ariana Grande in Manchester bleibt eine abscheuliche, grausame Tat, natürlich auch, wenn es nicht „der erste Anschlag in Europa“ ist, „der sich gezielt gegen Kinder richtet.“ Und sicher gibt es nach einem derartigen Attentat wichtigere Themen als einen falschen Tweet von Julian Reichelt. Es handelt sich bei ihm aber nun mal um diejenige Person, die beim größten deutschen Online-Nachrichtenportal die Richtung vorgibt und auch bei Deutschlands größter Tageszeitung einiges zu sagen hat. Und das macht das Vergessen von Anders Breivik und Mohamed Merah dann doch erwähnenswert.

Mit Dank an @fiiinix und Ralf H. für die Hinweise!

Note 6

Im Dezember 2010, ein knappes Jahr nach dem Suizid von Fußballtorwart Robert Enke, schrieb Johannes Aumüller bei süddeutsche.de:

Seit dem Enke-Tod beginnt in Sportredaktionen ein Nachdenken über die Vergabe von Spielernoten: Selbst Bild will sensibler werden.

Bei diesem „Nachdenken“ gehe es auch um „den Umgang mit Tabus oder die Frage nach dem öffentlichen Druck auf einen Profispieler“. Aumüller zitierte in seinem Artikel unter anderem Walter M. Straten, der damals noch stellvertretender Sportressortleiter bei „Bild“ war und heute Sportchef bei dem Boulevardblatt ist:

Über vieles sei diskutiert worden, auch über Noten, und man sei schließlich zu dem Ergebnis gekommen, bei der Benotung so weiter zu machen wie bisher, sagt Straten. Auch in seiner Redaktion soll es zu einem etwas sensibleren Umgang mit den Zensuren kommen: „Wir werden wohl mit extremen Noten etwas vorsichtiger sein“, sagt der stellvertretende Bild-Sportchef. Man werde sich einmal mehr überlegen, „ob der Spieler, der eine klare Torchance vergeben hat, oder der Torwart, der den Ball hat durchflutschen lassen, eine Sechs bekommt oder eine Fünf reicht“.

Sechseinhalb Jahre später scheint sich weder Straten noch irgendjemand sonst bei „Bild“ daran zu erinnern, dass man „etwas vorsichtiger sein“ wollte bei der Notenvergabe. Für die 0:4-Niederlage des HSV am vergangenen Sonntag verteilt die Sportredaktion heute zwölf Sechsen:

Und es bleibt nicht bei der Abstrafung mit „extremen Noten“. Auf der Titelseite macht die Hamburg-Ausgabe der „Bild“-Zeitung die HSV-Fußballer sprachlich wie optisch zu „Flaschen“:

Im Innenteil gibt es dann noch eine komplette Seite voller Spott:

Und Bild.de macht auf der Startseite auch mit:

Im dazugehörigen Artikel schreiben die zwei Autoren:

IHR FLASCHEN!

Vier Pleiten in den letzten fünf Spielen. Absturz auf Platz 16. In vier Jahren droht dem HSV zum dritten Mal die Relegation.

Krass, wie die komplette Truppe versagte (12-mal BILD-Note 6).

Na klar darf „Bild“ Profisportler für schwache Leistungen kritisieren. Es geht darum, wie das passiert. Und darum, dass Walter M. Straten vor einigen Jahren noch so getan hat, als wäre es ihm wirklich wichtig, dass seine Redaktion ordentlich mit Menschen umgeht.

Mit Dank an @MoDeutschmann und Timo W. für den Hinweis!

„Bild“ setzt spezielle Schwerpunkte

Frau und Mann lernen sich kennen. Frau schickt Mann Nacktfotos. Mann droht, Nacktfotos ins Internet zu stellen. Frau zahlt Geld, damit das nicht passiert. Frau zeigt Mann an. Es kommt zum Prozess. Das Urteil: 15 Monate auf Bewährung wegen Erpressung.

So nüchtern könnte man den Fall beschreiben, der vor wenigen Tagen vor dem Amtsgericht Dresden verhandelt wurde. Ob der Mann und die Frau groß oder klein sind, dick oder dünn, kurze Nasen und große Füße oder kleine Hände und ein orangenes Gesicht haben, ist dabei völlig irrelevant. Große und Dicke können genauso wie Dünne und Kleine Nacktfotos machen, sie verschicken, drohen, sie ins Internet zu stellen, Leute damit erpressen.

Die Fat-Shaming-Abteilung bei Bild.de und der Dresden-Ausgabe der „Bild“-Zeitung fanden die Figuren der beiden Protagonisten aber offenbar doch ziemlich wichtig im Zusammenhang mit der Verhandlung.

Die dämlichen Witzeleien fangen schon in der Dachzeile an …

ERST DICKE LIEBE, DANN FETTE ERPRESSUNG - ER wollte IHRE Sex-Bilder ins Internet stellen

… gehen im Artikeleinstieg direkt weiter …

Eine dicke Internet-Liebe endete am Dienstag in einem schmutzigen Prozess vor dem Amtsgericht Dresden.

… und schaffen es bis in die Bildunterschrift:

Einst dicke verliebt, jetzt einfach nur dicke Feinde: Ingmar K. (36) und Renate M. (43, Name geändert)

Eine weitere Bildunterschrift nutzen „Bild“ und Bild.de, um den Lesern noch einmal klarzumachen, wie die Figur des Angeklagten zu bewerten ist:

Schwergewicht Ingmar K. (36) entschuldigte sich bei seiner Ex-Freundin

Und für alle, die es bis hierhin immer noch nicht geschnallt haben, schreibt der Autor im Text:

2014 hatte Ingmar K. die ebenfalls arbeitslose Renate M.* (43, Name geändert) aus Dresden im Internet kennen gelernt. Beide sind schwer übergewichtig, bringen locker zusammen über 300 Kilo auf die Waage.

Komisch — wir wussten bisher gar nicht, dass auch das Körpergewicht einer angeklagten Person bei einem Gerichtsprozess eine Rolle spielt.

Mit Dank an Thomas A. für den Hinweis!

Oberstes „Bild“-Gericht hat „BVB-Bomber“ längst schuldig gesprochen

Die „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR berichten heute, dass der Mann, der verdächtigt wird, die drei Bomben neben dem Mannschaftsbus des BVB gezündet zu haben, sagt, er sei es nicht gewesen:

„Mein Mandant bestreitet die Tat“, erklärt der Tübinger Anwalt Reinhard Treimer, der den 28-jährigen Mann vertritt. Sergej W. habe auch gegenüber dem Haftrichter des Bundesgerichtshofs bestritten, dass er der Täter gewesen sei.

Auch die weiteren Ermittlungen der zuständigen Behörden sollen bislang kein weiteres belastendes Material zutage gefördert haben:

Die bisherige Auswertung des bei Durchsuchungen sichergestellten Materials hat nach Recherchen von Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR keine weiteren eindeutigen Belege für die Tat gebracht.

Dennoch seien sich die Ermittler „weiterhin sicher, dass der wegen dringenden Tatverdachts festgenommene 28-jährige Sergej W. den Anschlag auf den Bus verübt hat.“ In dem Fall geht es um versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und die Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Bild.de berichtet, mit Bezug auf die „Süddeutsche Zeitung“, ebenfalls über die neueste Entwicklung:

Moment mal! „Mutmaßlicher Attentäter“? Warum denn auf einmal diese Zweifel, liebe „Bild“-Richter? Ihr wart doch schon vor Tagen sicher:


(Diese und alle weiteren Unkenntlichmachungen im Beitrag von uns.)

Wozu auf eine offizielle Verurteilung warten, wenn man medial schon mal vorverurteilen kann? Warum nicht einfach schon mal schreiben, dass es sich um „seinen 30-fachen Mordversuch“ handelt?

Warum nicht jemanden schon mal ohne jeden Zweifel zum „Dortmund-Attentäter“ erklären?

Warum nicht immer und immer wieder vom „BVB-Bomber“ beziehungsweise, wenn man in besonderer Alliterationslaune ist, vom „BVB-Bus-Bomber“ schreiben und ein unverpixeltes Foto des Tatverdächtigen danebenpacken, als hätte ein Gericht bereits rechtskräftig festgestellt, dass es sich bei dem Mann um den Attentäter handelt?



Keine Frage: Aufgrund der Indizien — zum Beispiel die Börsenwette des Tatverdächtigen auf einen fallenden BVB-Aktienkurs oder sein Bestehen auf ein Hotelzimmer mit Blick auf den Anschlagsort — kann man der Meinung sein, dass der Mann etwas mit dem Attentat zu tun hat. Aber es sind eben nur Indizien. Und ein „mutmaßlich“ oder „angeblich“ oder „wahrscheinlich“ in die Berichterstattung einzubauen, ist kein großer Akt. Wenn eine Redaktion es denn will.

Die Mitarbeiter von „Focus Online“ schrieben übrigens auch schon vom „BVB-Attentäter“. Aber im Gegensatz zu ihren „Bild“-Kollegen hatten sie auch schon ein Geständnis des Tatverdächtigen gehört. Jedenfalls meinten sie vor einer Woche, eins gehört zu haben:

Die „dpa“ griff die „Focus Online“-Hinhör-Geschichte damals auf und machte eine Meldung daraus. Diese tauchte dann erneut bei „Focus Online“ auf:

Heute veröffentlichte „Focus Online“ diese Eilmeldung:

Ebenfalls zum Thema:

Mit Dank an @LSAwesome und @ziesmannmedia für den Hinweis!

Axel Springer gibt sich neue alte Grundsätze

Wenn wir hier im BILDblog über „Bild“ oder die „Welt“ oder ein anderes Blatt aus dem Axel-Springer-Verlag schreiben, gibt es bei Facebook und Twitter häufiger mal Antworten wie „Ach, die müssen ja positiv über Israel schreiben“ oder „Die Mitarbeiter haben doch eh in ihren Verträgen stehen, dass sie die USA loben müssen“.

Ganz so ist es nicht. Es gibt aber die sogenannten „Unternehmensgrundsätze“ oder „Essentials“ im Axel-Springer-Verlag. Diesen sind die Mitarbeiter, also auch die Redakteure und Journalisten, verpflichtet. Gestern wurden die „Grundsätze der Unternehmensführung“ bei der Hauptversammlung des Konzern erneuert. Man habe sie „etwas grundsätzlicher formuliert, damit international nachvollziehbarer“, und sprachlich vereinfacht, sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner in seiner Rede (Videomitschnitt der Hauptversammlung, ab Minute 20:22).

Die Springer-„Unternehmensgrundsätze“, die Axel Springer 1967 eingeführt hat, wurden bereits mehrfach geändert. Nach der deutschen Wiedervereinigung zum Beispiel und nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 (die Döpfner in seiner Ansprache auf den „9. September“ umdatierte). Die erneute Änderung sei vor allem eine Folge der Internationalisierung des Konzern. So sei beispielsweise die Passage zu Israel und dem jüdischen Volk geändert worden, weil die bisherige Version „nicht ganz plausibel für Kollegen“ sein könnte, „die mit dem Holocaust entweder nichts zu tun haben oder ihn auf der Opferseite erlebt haben“.

Hier die Änderungen (PDF) im Überblick:

Bisherige Grundsätze Neue Grundsätze
Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas. Wir treten ein für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa.
Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes. Wir unterstützen das jüdische Volk und das Existenzrecht des Staates Israel.
Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir zeigen unsere Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
Die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft. Wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft ein.
Die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus. Wir lehnen politischen und religiösen Extremismus ab.
Bild, Bild.de  etc.

FIFA kuscht vor „Bild“ – und widerspricht ihr

Wenn man irgendein Problem hat und nicht weiterweiß, kann man sich an „Bild“ wenden, und dann heißt es: „BILD kämpft für Sie“. Das Boulevardblatt regelt die Sache für einen — zum Beispiel, dass der Kioskbesitzer das Überraschungsei erstattet, das er einem verkauft hatte, obwohl das Mindesthaltbarkeitsdatum schon zwei Tage überschritten war. Sowas halt.

In den vergangen zwei Tagen hat „Bild“ aber noch etwas viel Größeres erkämpft, für Sie, für uns, für die Welt: den Erhalt der Pressefreiheit. Doch, doch, lesen Sie selbst:

Das Ganze ging gestern los. Da schrieb die „Bild“-Redaktion groß auf ihrer Titelseite:

Grund für die „Zensur“-Rufe von „Bild“ ist ein Dokument mit dem Titel „Media Visa Procedure and Guidelines on Foreign Media Work in Russia“. Diese „Guidelines“ haben Journalisten zugeschickt bekommen, die sich für den „Confederations Cup“ akkreditiert haben, ein Fußballturnier, das immer ein Jahr vor der Weltmeisterschaft im jeweiligen Gastgeberland stattfindet. Dieses Mal in Russland.

„Bild“ zitierte gestern aus dem Dokument:

In der Akkreditierungs-Bestätigung steht:

„1. Medienvertreter mit einer Akkreditierung für den FIFA Konföderationen-Pokal dürfen ausschließlich über den FIFA Konföderationen-Pokal 2017 und damit verbundene Ereignisse berichten.

2. Medienvertreter mit einer Akkreditierung für den FIFA Konföderationen-Pokal dürfen nur auf dem Gebiet der Spielorte und nahe gelegener Sehenswürdigkeiten tätig sein.“

Die Schlussfolgerung der Redaktion:

Bedeutet: Die Reporter dürfen mit der Akkreditierung kaum über die Außenlinie des Platzes hinaus berichten. Über Missstände, über mögliche Proteste.

Die FIFA kuscht wohl vor Putin.

In einem Kommentar machte „Bild“ dann auch noch klar: Nicht mit uns!

Putin zensiert die WM-Generalprobe im Sommer, an der auch unsere Weltmeister teilnehmen.

Journalisten dürfen beim sogenannten Confed-Cup nur über die Fußballspiele berichten. Außerdem ist die Tätigkeit auf die Spielorte und „nahegelegene Sehenswürdigkeiten“ begrenzt. (…)

BILD jedenfalls wird keine Reporter zum Confed-Cup schicken, solange diese Zensur gilt.

Ziemlich viele Leute aus Sport und Politik schlossen sich „Bild“ an, und auch viele Medien berichteten über die „Guidelines“ der FIFA (obwohl die schon eine ganze Weile bekannt sind, mindestens seit Ende März).

Heute dann die oben bereits präsentierte, vermeintliche „Wende“: „Fifa und Putin lenken ein“, schreibt „Bild“ und lässt keinen Zweifel daran, wer dafür gesorgt hat:

Und sie bewegen sich doch! Nachdem BILD die Knebel-Klausel für Journalisten beim Confederations Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli) enthüllt hat, lenken beide ein — die Fifa und Präsident Wladimir Putin (64). (…)

BILD kündigte an, den Confederations Cup zu boykottieren, falls die Zensur-Regelung bestehen bleibt.

Gestern die sensationelle Wende!

Schaut man sich die Reaktion der FIFA und des russischen Organisationskomitees auf den „Zensur“-Vorwurf von „Bild“ genauer an, hat man das Gefühl, dass es sich eher um ein Widersprechen handelt — und nicht um ein Einlenken. Die „Bild“-Zeitung zitiert heute aus einer Erklärung der gemeinsamen Ausrichter:

„Journalisten, die eine FIFA-Akkreditierung für den FIFA Konföderationen-Pokal erhalten, können an den Spielorten und in den umliegenden Gebieten ohne jede Einschränkung frei arbeiten.“

Bild.de schrieb gestern am Nachmittag selbst noch, dass die FIFA die Zensur-Vorwürfe zurückweise:

Und „Bild“ schreibt, dass die kritisierten Stellen in den „Guidelines“ auch nicht gestrichen werden sollen:

BILD hakte bei der Fifa nach: Werden die Akkreditierungs-Unterlagen geändert und die Zensur-Regel auch schriftlich gestrichen?

Die mündliche Antwort eines Sprechers: Man habe die Unterlagen bereits vor knapp drei Wochen an die Medienvertreter verschickt. Eine Neuversendung mit Änderungen ist nicht geplant.

Das Dementi der FIFA zur „Bild“-Berichterstattung und das Nicht-Streichen der kritisierten Passagen nutzt „Bild“ heute also, um sich als Retter der Pressefreiheit zu inszenieren.

Natürlich ist es überhaupt nicht abwegig zu vermuten, dass Wladimir Putin kritische Berichterstattung während der Fußballweltmeisterschaft im kommenden Jahr und während des „Confederations Cup“ in diesem verhindern will. Und es ist auch klar, dass in einem Land wie Russland, das in der „Rangliste der Pressefreiheit“ von „Reporter ohne Grenzen“ auf Platz 148 von 180 liegt, nicht sicher ist, ob und wie man berichten kann. Man kann sich also über den Passus in den „Guidelines“ der FIFA völlig zurecht aufregen und darüber schreiben — schließlich bringt er zusätzliche Unsicherheiten für die Journalisten, die bald nach Russland reisen wollen. Die Hysterie, mit der „Bild“ dies tut, und der sich viele Medien gestern angeschlossen haben, ist dabei das Problem. Dass gleich „Zensur“ geschrien wird und „Boykott“. Für „Bild“ ist momentan alles vieles, was aus Russland kommt, die Ausgeburt des Bösen.

Dazu kommt, dass die „Guidelines“, auf die sich „Bild“ bezieht, gewisse Schwächen bei der Übersetzung aufweisen. Es gibt sie in Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch. Schaut man sich das Dokument (PDF) an, sieht man, dass bei Punkt 2 …

2. Medienvertreter mit einer Akkreditierung für den FIFA Konföderationen-Pokal dürfen nur auf dem Gebiet der Spielorte und nahegelegener Sehenswürdigkeiten tätig sein.

… im Deutschen ein „nur“ steht und im Spanischen ein „solo“. Im Englischen gibt es hingegen kein „only“ und im Französischen kein „seulment“. Ohne das „nur“ wird aus dem Satz, der etwas einschränkt, auf einmal eine Erlaubnis.

Und auch der Begriff „Spielort“ ist in der Deutschen Übersetzung unglücklich gewählt. Damit kann sowohl die gesamte Stadt als „Spielort“ gemeint sein, beispielsweise Sotschi, aber auch nur das Stadion in Sotschi. Die „Bild“-Redaktion hat sich bei ihrer Interpretation offenbar für Variante zwei entschieden:

Die Reporter dürfen mit der Akkreditierung kaum über die Außenlinie des Platzes hinaus berichten.

Allerdings steht in der englischen Variante „host cities“, in der spanischen „ciudades anfitrionas“ und in der französischen „villes hôtes“, was alles eher für die gesamte Stadt spricht, in der gespielt wird.

Klar, auch wenn man „Spielort“ durch „Gastgeberstadt“ ersetzt, mögen die FIFA-„Guidelines“ noch eine Einschränkung bei der Berichterstattung darstellen. Diese scheint aber nicht so eng gefasst zu sein, wie „Bild“ behauptet.

Mit Dank an Roland B. und Andreas für die Hinweise!

Nein, Saudi-Arabien führt nicht die UN-Frauenrechtskommission an

Gestern war es der rumtatschende Präsident eines tunesischen Fußballvereins („Tatsch too much!“), am Samstag der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad („Zurück ins Abklingbecken!“) und am Freitag ein Fregattenkapitän („Maschinen stopp!“). Die Mischung ist schon ziemlich bunt, wenn die „Bild“-Redaktion jeden Tag einen „VERLIERER“ des Tages auswählt. Heute sind die Vereinten Nationen dran:

Saudi-Arabien und der Kampf für Frauenrechte? Und dann auch noch „der Vorsitz der Kommission für die Stellung der Frau“? Das könnte man in der Tat „lächerlich“ finden, wenn es denn stimmen würde. Aber es stimmt nicht.

Erstmal zu den Fakten: Saudi-Arabien wurde tatsächlich in die „United Nations Commission on the Status of Women“ gewählt — mit den wenigsten Stimmen aller neu gewählten Mitglieder. Das hat aber nichts mit dem Vorsitz dieses Ausschusses zu tun. Das Land ist ab 2018 für vier Jahre eines von 45 Mitgliedern der „Kommission für die Rechtsstellung der Frau“, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was „Bild“ behauptet, ist also ansatzweise richtig, letztendlich aber Quatsch.

Gestern Abend hatte bereits Bild.de in einem längeren Text Mitgliedswahl und Vorsitzwahl durcheinandergebracht:

Es hört sich an wie ein schlechter Witz — ist aber keiner.

Saudi-Arabien wurde für den Vorsitz der UN-Frauenrechtskommission gewählt!

Das fundamental-islamische Königreich gilt als eines der schlimmsten Verletzer von Frauenrechten weltweit — auch wenn es zuletzt ein paar Fortschritte erzielte. Nun soll es aber von 2018 bis 2022 das Gremium zu Frauenrechten bei den Vereinten Nationen anführen.

Wir können nur vermuten, woher „Bild“ und Bild.de diese falsche Information haben. Wir befürchten, dass die Redaktionen bei einer Seite abgeschrieben haben, bei der man nicht unbedingt abschreiben sollte, wenn man es ernst meint mit dem Journalismusmachen — den „Netzfrauen“:

Die „Netzfrauen“ hatten bereits vorgestern falsch über die Wahl Saudi-Arabiens berichtet. Ihr Text verbreitete sich wie blöd im Internet. Laut „10000 Flies“ war er am Sonntag der bei Facebook am zweithäufigsten geteilte Artikel.

Vielleicht haben die „Bild“-Medien ihre Infos auch von der österreichischen Knallseite Krone.at. Die „Krone“-Redaktion veröffentlichte eine gute Stunde vor Bild.de eine falsche Meldung zu Saudi-Arabiens UN-Wahl:

Der Artikeleinstieg von Krone.at erinnert jedenfalls stark an den weiter oben bereits zitierten Einsteig von Bild.de:

Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber keiner: Ausgerechnet Saudi-Arabien ist jetzt von der UNO zum globalen Wächter der Frauenrechte ernannt worden. In einer geheimen Wahl bekam das arabische Land, in dem Frauen und Mädchen systematisch unterdrückt werden, den Vorsitz der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau.

Heute sind dann auch noch die „Yahoo Nachrichten“

… und das Hetzportal unzensuriert.at bei der Stillen Fehlerpost eingestiegen:

Natürlich kann man es „lächerlich“ und schlimm und völlig daneben finden, dass Saudi-Arabien nun in der „Kommission für die Rechtsstellung der Frau“ der Vereinten Nationen sitzt. Man kann der Meinung sein, dass das Land dort nichts zu suchen hat, bevor sich die Situation der Frauen im Land nicht verbessert hat. Wenn man aber jemanden zum „VERLIERER“ machen will, sollten doch wenigstens die Fakten stimmen.

Nachtrag, 26. April: Bild.de hat bereits gestern einen Nachtrag zum Artikel „Saudi-Arabien soll jetzt für Frauenrechte kämpfen“ veröffentlicht:

In der „Bild“-Zeitung war für eine Korrektur heute hingegen leider kein Platz — jedenfalls haben wir dort keine gefunden. Und auch bei der Kategorie „Gewinner/Verlierer“ bei Bild.de wurde bisher nichts korrigiert.

Vercheckt

Es ist super, dass immer mehr Redaktionen und Organisationen und Gruppen und Einzelpersonen Fakten checken — egal, ob sie Schlagzeilen in Zeitungen, Behauptungen auf Websites oder Aussagen von Politikern überprüfen. Wenn beim Faktenchecken aber die Fakten nur einseitig betrachtet werden, bringt auch diese Zunahme an Faktencheckern nicht viel.

Am vergangenen Freitag hat „Correctiv“ ein Interview des FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner überprüft, genauer: eine Aussage Lindners zur Einbruchskriminalität.

„Richtig oder falsch?“ Das „Correctiv“-Urteil ist ziemlich eindeutig:

(Was wohl für fünf Pinocchio-Nasenlängen notwendig ist? Eine Aussage, die „Besonders komplett falsch“ ist?)

Doch so richtig richtig ist auch die Aussage von „Correctiv“ nicht. Christian Lindner hat mit seiner Behauptung Recht und Unrecht — je nachdem, auf welchen Zeitraum man sie bezieht.

Der FDP-Vorsitzende selbst gab keinen Zeitraum an, als er vergangene Woche in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung („Bild-plus“-Artikel) über die Einbruchskriminalität in Nordrhein-Westfalen sprach:

Leben die Menschen in NRW weniger sicher als in anderen Bundesländern?

Lindner: „Ganz offensichtlich. Die Einbruchskriminalität ist massiv gestiegen, die Aufklärungsquote aber stagniert. Die Sicherheit der Menschen leidet darunter, dass wir einen Innenminister haben, der überwiegend damit beschäftigt ist, sich selbst zu verteidigen, statt die Sicherheit und das Eigentum der Bürger. Herr Jäger ist die Verkörperung des Misstrauensvotums der Menschen in unseren Rechtsstaat.“

„Correctiv“ schreibt dazu:

Doch das ist nicht richtig. Anfang März stellte NRW-Innenminister Ralf Jäger die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 vor — und freute sich über den „deutlichen Rückgang“ bei den Wohnungseinbrüchen. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging im vergangenen Jahr um 15,7 Prozent zurück. Von gut 62.000 Fällen in 2015 auf gut 52.000 Fälle in 2016. So steht es in einer Pressemitteilung des Innenministeriums in NRW.

Das mit dem Rückgang stimmt zwar, wie man in der „Polizeilichen Kriminalstatistik für NRW 2016“ (PDF, S. 116) nachlesen kann. Die dortige Statistik zeigt aber auch, dass die Zahl der Einbrüche in NRW in der Vergangenheit, mit Ausnahme von 2014, jedes Jahr zugenommen hat:


(Draufklicken für größere Version.)

Schaut man noch ein Stück weiter zurück („Polizeiliche Kriminalstatistik — Kriminalitätsentwicklung in Nordrhein-Westfalen 2011“, PDF, S. 53), sieht man, dass die Fallzahlen Anfang des Jahrtausends höher waren als 2007, aber auch nicht so hoch wie heute:


(Draufklicken für größere Version.)

Nun wird es Christian Lindner bei seiner Aussage womöglich nicht um den Zeitraum seit 2002 gegangen sein. Für eine Beurteilung seiner Behauptung hätte man aber zum Beispiel gut die Zahlen seit 2010 nehmen können. Seitdem regiert Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Nordrhein-Westfalen. Und seitdem ist auch der von Lindner kritisierte Innenminister Ralf Jäger im Amt. Aktuell ist Wahlkampf in NRW. Lindner wird es also vermutlich um die Leistung der rot-grünen Regierung gegangen sein. Seit der Amtsübernahme durch SPD und Grüne ist die Anzahl der Einbrüche um 17,44 Prozent gestiegen.

„Correctiv“ vergleicht stattdessen die aktuellste Fallzahl mit der aus dem Vorjahr. An anderer Stelle gibt es auch noch einen Vergleich mit der Fallzahl von vor fünf Jahren („Zwischen 2012 und 2016 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW um 2,9 Prozent gesunken“).

Nicht falsch verstehen: Wir sind nicht der Meinung, dass man Christian Lindners Aussage nur auf dem einen Weg überprüfen kann. Man kann es auch so machen, wie „Correctiv“ es gemacht hat. Aber bevor man zum eindeutigen Faktencheck-Urteil „Komplett falsch“ kommt, sollte man seinen Lesern vielleicht doch klarmachen, dass die Auswahl, die man getroffen hat, eben nur eine Auswahl abbildet. Und dass bei diesem Vorgehen immer die Gefahr besteht, eine Statistik nur einseitig zu betrachten.

Dass ein differenzierterer Faktencheck nicht schlecht gewesen wäre, zeigt ein Blick in die Kommentare auf der Facebook-Seite von „Correctiv“. Ein User schreibt dort:

Christian Lindner auf dem Niveau von AfD, Donald Trump und vielen anderen sogenannten Politikern. Fake News sind gruseligerweise auf dem Vormarsch. Aufklärung ist so wichtig.

Das mit der Aufklärung finden wir auch. In diesem Fall aber ganz anders.

Mit Dank an @schizzlmizzl für den Hinweis!

Nachtrag, 25. April: Auch zu unserem Faktencheck-Faktencheck gibt es den einen oder anderen Faktencheck (ehrlich, wir wollten mit diesem Blogpost keine endlose Faktencheck-Spirale in Gang setzen): Bei „reddit“ schreibt der User rEvolutionTU, dass wir das Jahr 2010 nicht mit in die Rechnung hätten nehmen dürfen, weil Rot/Grün da erst ab Juli regiert hat.

Ein weiterer Kritikpunkt kommt vom SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber, der seinen Wahlkreis in Bonn hat:

Die Anmerkungen bei „reddit“ beziehungsweise die von Ulrich Kelber zeigen unserer Meinung nach, dass der Grundgedanke unserer Kritik am „Correctiv“-Faktencheck der richtige war: Man kann bei der Auswertung einer Statistik nicht einfach einen Zeitraum rauspicken und dann sagen: „So ist es — und nicht anders“ (beziehungsweise „Komplett falsch“). Daher bleiben wir bei unserer Kritik, sehen aber auch, dass man unserem Faktencheck noch einige Fakten hinzufügen kann.

So schnell wird man in „Bild“ zum Putin-Propagandisten

Hatten Sie schon mal einen Gedanken, den vor Ihnen theoretisch auch Wladimir Putin gehabt haben könnte? Also zum Beispiel sowas wie „Hundewelpen, denen es nicht gutgeht, sollten zum Tierarzt gebracht werden“? Dann: Achtung! Sie könnten auf „Putins Fake-News-Kampagne“ reingefallen sein.

Auf diesem argumentativen Niveau — zusammengefasst in etwa: wer etwas fordert, das auch die Russen fordern, hilft den Russen bei ihrer Propaganda — bewegt sich dieser Bild.de-Aufmacher („Bild-plus“-Inhalt) von Donnerstag in weiten Teilen:

Am Freitag berichtete die Print-„Bild“ ebenfalls, mit einer leicht abgewandelten Version des Artikels:

Mit „Deutschland“ meinen die zwei Autoren Filipp Piatov und Julian Röpcke vornehmlich die Bundesregierung und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. „Das Erste“ und das ZDF kritisieren sie, weil diese den Publizisten Michael Lüders in mehrere Talkshows eingeladen haben und somit „den von Russland verbreiteten Fake News eine Bühne“ geboten hätten. Lüders sei ein „überführter Fake News-Verbreiter“, schreiben Piatov und Röpcke und stützen sich bei diesem Urteil auch auf Aussagen des türkischen Journalisten Can Dündar. Inzwischen hat sich Dündar noch einmal zu Michael Lüders geäußert und plötzlich wirkt dessen kritisierte Aussage eher wie eine Ungenauigkeit und nicht mehr wie eine glatte Lüge.

Vor allem aber teilt das „Bild“-Autorenduo gegen die Bundesregierung aus. Deutsche Regierungspolitiker würden „den russischen Fake News Vorschub leisten bzw. die deutsche Position ihnen anpassen.“ Zum Beispiel Sigmar Gabriel: Der Außenminister forderte zum jüngsten Giftgasangriff in Syrien eine „Untersuchung ohne Behinderungen“. Dass Russland zuvor ebenfalls „eine ‚unabhängige Untersuchung‘ des Vorfalls“ gefordert hat, reicht Piatov und Röpcke als Beweis, dass „Deutschland auf Putins Fake-News-Kampagne reinfällt“. Weil man auf dieselbe, nicht ganz abwegige Idee wie die Russen kommt, macht man sich in den Augen der beiden „Bild“-Schreiber der Russen-Propaganda verdächtig.

Und das sei nicht nur bei Sigmar Gabriel so. Auch beim früheren Außenminister Frank-Walter Steinmeier seien „russische Fake News auf fruchtbaren Boden“ gefallen. Dieses Mal geht es zwar um einen anderen Fall, den Abschuss des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 über der Ukraine, aber um dieselbe „Bild“-Logik: Russland hat damals eine unabhängige Untersuchung gefordert; auch Steinmeier war für eine unabhängige Untersuchung. Und schon sei laut Bild.de einmal mehr bewiesen, dass es eine „Anfälligkeit bestimmter Teile der Bundesregierung für russische Propaganda“ gebe.

Piatov und Röpcke kommen nicht auf die Idee, dass es durchaus möglich ist, mit der gleichen Forderung völlig unterschiedliche Dinge bezwecken zu wollen. Dass es dem einen zum Beispiel um wirkliche Aufklärung geht, während der andere nur taktiert, Scheinversprechungen macht und damit hinhalten möchte. Und dass diese Forderungen unabhängig voneinander gestellt werden können. Denkt man die Argumentation der beiden Autoren weiter, könnte man nie mehr Dinge fordern, die Russland bereits gefordert hat, ohne damit zum Russland-Fake-News-Verbreiter zu werden — egal wie sinnvoll die jeweilige Forderung erscheint.

Stattdessen plädieren die zwei „Bild“-Mitarbeiter dafür, sich nach einem derartigen Angriff direkt auf eine Seite zu schlagen, ohne Zweifel und ohne unabhängige Untersuchungen.

Bild  

„Bild“ kennt falsche Todesursache schon vor der Obduktion

„Bild“ gestern:

„Bild“ heute:

Junge (14) getötet
Beil war nicht die Tatwaffe
Am Ostersonntag starb in Duisburg (NRW) ein Junge (14) nach einer Auseinandersetzung im Problemviertel Marxloh (BILD berichtete). Die Obduktion ergab jetzt: Ein einzelner Messerstich in den Rücken tötete den Schüler — und nicht, wie zunächst angenommen, ein Schlag mit einem Beil. Der Stich hatte die Lunge des Opfers getroffen. Die mutmaßlichen Täter waren unerkannt geflüchtet, nach ihnen wird weiter gefahndet. Auch der Vater (40) des Jungen war verletzt worden.

Dass der Junge mit einem Messer umgebracht wurde und nicht mit einem Beil, ändert nichts daran, dass es sich um eine schreckliche Tat handelt. Das Beispiel zeigt aber einmal mehr, wie die „Bild“-Mitarbeiter Sensationsschlagzeilen produzieren, bevor überhaupt irgendetwas klar ist.

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