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Durchfall! Kollaps! Schenkelklopfer!

Am vergangenen Freitag, zwei Tage bevor die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu Ende gingen, waren die männlichen Geher über 50 Kilometer an der Reihe. Kaum Chancen auf spektakuläre Knochenbrüche, lediglich zwei deutsche Starter mit Außenseiterrollen, wenig Hoffnung für schwarz-rot-geilen Goldmedaillen-Patriotismus. Also eine Disziplin, die eher nicht in der Berichterstattung von „Bild“ und Bild.de Platz findet.

Dass die „Bild“-Medien dann doch über den Wettbewerb berichteten, lag vor allem an Yohann Diniz. Der Franzose war als Weltrekordhalter einer der großen Favoriten in Rio. Und er führte das Rennen auch lange Zeit an. Doch dann bekam Diniz Verdauungsprobleme, er konnte den Durchfall nicht mehr zurückhalten, versuchte, alles mit einem Schwamm zu säubern, Blut lief seine Beine runter, Diniz brach mehrfach zusammen. Am Ende schleppte er sich als Achter ins Ziel, wurde direkt an einen Tropf angeschlossen und in einen Rollstuhl gesetzt.

Am Tag drauf berichten also „Bild“ und Bild.de über diesen Wettbewerb. Dass der Slowake Matej Tóth Gold gewann und der Australier Jared Tallent Silber, erwähnt „Bild“ noch schnell im letzten Absatz. Der Fokus der Geschichte liegt auf Yohann Diniz:

Völlig klar: Über so ein Drama kann man berichten, das haben einige andere Medien ebenfalls getan. Die Art und Weise, wie „Bild“ und Bild.de das aber tun, ist schlicht verachtend.

Sie zeigen Großaufnehmen von Diniz‘ Beinen, an denen der Durchfall runterläuft:

Und das, obwohl der Autor die Bilder bei der TV-Übertragung schon „gnadenlos“ fand:

Mit einem Schwamm versuchte er noch, das Schlimmste zu verhindern. Vergeblich! Die TV-Kameras fingen das Durchfall-Malheur gnadenlos ein.

„Bild“ zeigt Yohann Diniz, wie er zusammengebrochen auf dem Boden liegt und verkauft es als Kraftauftanken:

Und als wäre das alles nicht schon grässlich genug, machen sich „Bild“ und Bild.de mit dämlichen Wortspielen über Diniz lustig:

Dieser Gang ging in die Hose. Aber Schwamm drüber …

Der „flotte Otto“ läuft ihm für alle sichtbar die Beine herunter.

Geher musste laufenlassen

Läuft beim 50-km-Geher Yohann Diniz. Nur leider etwas zu doll.

Er war kurz davor, aus Sch**** Gold zu machen. Doch dann läuft’s beim 50-km-Geher Yohann Diniz — so richtig

Yohann Diniz sagte in einem späteren Interview, dass er über weite Strecken des Rennens nicht mehr wusste, wo er ist. Ein verwirrter Mensch, der nicht mehr Herr seiner Sinne und seiner Verdauung ist — genau die richtige Zielscheibe für die Schenkelklopfer bei „Bild“.

Mit Dank an @BalderHelix!

Den Papageien zum Kolumnisten machen

Bei Wolfgang Bosbach und „Bild“ ist es ein bisschen wie bei der Henne und dem Ei: Was war zuerst da? Der Quatsch, den Wolfgang Bosbach erzählt und den „Bild“ dankbar aufgreift? Oder der Quatsch, den „Bild“ verbreitet und den der CDU-Politiker in einem seiner vielen Talkshowauftritte und Interviews zitiert und weiterdreht?

So oder so — „Bild“ und Bosbach sind ein starkes Team. Wenn der eine etwas von sich gibt, plappert es der andere gerne nach. Sie leben in Symbiose. Doch jetzt hat „einer der beliebtesten Politiker“ („Bild“ meint damit Bosbach) angekündigt, dass er bei der Bundestagswahl 2017 nicht erneut kandidieren wird, aus politischen und privaten Gründen.

Gestern schaffte es lediglich eine kurze sachliche Meldung darüber auf die „Bild“-Titelseite („Bosbach tritt nicht mehr an“). Dafür gab es heute aber eine umso größere Würdigung:

117 Zeilen Lobhudelei („So einer wird im Bundestag fehlen“), einen Brief von Franz Josef Wagner („Warum lieben wir diesen Menschen? Weil er die Wahrheit spricht!“) und obendrauf eine Urkunde mit „Bild“-Siegel:

Für seine besonderen Verdienste als Volksvertreter wird Wolfgang Bosbach ausgezeichnet,
– weil ihm in der Großen Koalition seine Überzeugungen wichtiger sind als Macht und Mehrheiten
– weil er im Bundestag und im Fernsehen so redet, dass ihn Millionen Menschen verstehen
– weil ihm die Wähler in seinem Wahlkreis 22 Jahre lang die Treue hielten
– weil er kein Querulant ist, sondern kritisch UND loyal zu seiner Partei steht
– weil er stets mit dem Florett für seine Meinung kämpft und auch über sich selber lachen kann

Na, da läuft es einem doch eiskalt den Rücken runter das geht doch runter wie Öl.

Der größte Coup der „Bild“-Zeitung aber ist: Die Redaktion hat Wolfgang Bosbach vom Fleck weg als Kolumnisten verpflichtet.

Dort hört er also auf. Aber bei BILD macht er weiter — ab 2017 mit einer wöchentlichen Kolumne. Klar, kantig, kenntnisreich und manchmal mit einem Augenzwinkern.

… und hin und wieder sicher auch genauso falsch wie Berichte der „Bild“-Medien. Denn bei Bosbachs eingangs erwähnter Nachplapperei von „Bild“-Geschichten kommt es immer mal wieder vor, dass er falsche Behauptungen übernimmt und – ganz der Kolumnist – zuspitzt.

Zwei Beispiele.

Im Dezember 2014, kurz vor Weihnachten, vermeldeten „Bild“ und Bild.de ganz aufgeregt:

Laut „Bild“ sollte der Grünen-Politiker Omid Nouripour gefordert haben, dass in Kirchen zu Weihnachten auch ein muslimisches Lied gesungen wird. Nur: Das hat er nie. Die Idee kam eigentlich von „Bild“ selbst, und die Reporter riefen Nouripour an, um zu fragen, was er davon halte. Der Bundestagsabgeordnete war dagegen. Und wenn schon, dann sollte es einen Austausch geben: Im Gegenzug sollten auch christliche Lieder in Moscheen gesungen werden. Gefordert hatte Nouripour also nichts, sondern lediglich einen Gegenvorschlag gemacht.

Und Wolfgang Bosbach? Der schnappte sich die falsche „Bild“-Geschichte und ließ im Interview mit „Focus Online“ ordentlich Dampf ab:

„Weihnachten ist kein Hochamt für Multikulti, sondern ein christliches Fest, bei dem traditionell nur christliche Weihnachtslieder gesungen werden. Dabei soll es bleiben“, sagte Wolfgang Bosbach am Montag zu FOCUS Online. „Mir ist auch nicht bekannt, dass in irgendeiner Moschee ‚Stille Nacht, heilige Nacht‘ gesungen wird oder es entsprechende Pläne gibt“, fuhr der Innenpolitik-Experte der Union fort. „Bevor Herr Nouripour vorschlägt, dass der Muezzin zur Christmette ruft, hoffe ich sehr, dass es beim christlichen Glockenläuten bleibt.“

Der heutigen „Bild“-Würdigung zufolge ist Bosbach übrigens „nie polternd populistisch“. Joar.

Zweites Beispiel: In der Hochphase der „Bild“-Kampagne gegen die faulen Griechen verkalkulierte sich Dirk Hoeren, Chefverrechner des Hauses, mal wieder. Hoeren wollte zeigen, dass das Renteneintrittsalter in Griechenland viel niedriger sei als in Deutschland — 56 Jahre versus 64 Jahre. Und zog dafür eine völlig unpassende Statistik ran: Die zeigte nämlich nur das angepeilte Renteneinstiegsalter für den öffentlichen Dienst. Hoeren machte daraus das aktuelle Renteneinstiegsalter aller Griechen. Und langte dann auch beim Renteneinstiegsalter in Deutschland daneben. Kurz gesagt: Alles völlig falsch.

Und Wolfgang Bosbach? Der schnappte sich die falsche „Bild“-Geschichte und ließ bei seinem Auftritt bei „Günther Jauch“ ordentlich Dampf ab:

Der Griechische Ministerpräsident hat jetzt angeboten, das reale Renteneintrittsalter in Griechenland, das bei uns bei fast 64 Jahren liegt, auf 56 Jahre anzuheben.

Bosbach hatte seinen TV-Auftritt drei Tage, nachdem Dirk Hoeren die Zahlen falsch ins Spiel gebracht hatte, und als schon längst klar war, dass da was nicht stimmt.

Nächstes Jahr wird Wolfgang Bosbach dann also „Bild“-Kolumnist. Das Ei wird zur Henne.

Es war nicht ihr Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandburkini

Die Fotos der vier französischen Polizisten, die am Strand von Nizza um eine am Boden sitzende Frau herumstehen, machten heute die Runde. Auf den Bildern ist zu sehen, wie sie die Frau auffordern, sich auszuziehen, weil sie gegen das inzwischen geltende Burkini-Verbot verstoße.

Die Szene ist so bizarr und grotesk und falsch, dass in den Sozialen Netzwerken direkt hitzige Debatten entstanden. Und auch viele Onlinemedien berichteten.

Unter anderem Bild.de

Gleich vier Polizisten umringten die junge Frau am Strand. Forderten sie auf, sich an Ort und Stelle umzuziehen. Denn: Die Strandbesucherin trug einen muslimischen Ganzkörperbadeanzug — und der ist in diesem Sommer in vielen französischen Urlaubsorten verboten!

… oder „Focus Online“

Bewaffnete Polizisten haben eine muslimische Frau in der südfranzösischen Stadt Nizza gezwungen, ihren Burkini auszuziehen.

… oder die „Deutsche Welle“

Zu erkennen sind demnach mindestens vier bewaffnete Polizisten, die an Nizzas berühmter „Promenade des Anglais“ eine am Strand liegende Frau auf ihren Burkini ansprechen.

… oder die „Hamburger Morgenpost“:

In 15 französischen Städten sind inzwischen Burkas verboten — und dazu zählt auch die Schwimmversion, der Burkini. Das musste jetzt eine Muslima am eigenen Leib erfahren. Sie hatte eine unangenehme Begegnung mit Polizisten am Strand von Nizza.

Die „Mopo“ hat extra auch noch ein Symbolfoto rausgekramt:

Das Problem an all diesen Berichten — und was die Szene noch bizarrer und grotesker und falscher macht: Die Frau trägt gar keinen Burkini. Und erst recht keine Burka oder einen Niqab oder sonst eine Vollverschleierung, die gegen irgendwas verstoßen soll. Sie trug nach eigener Aussage eine Leggins, eine Tunika und ein Kopftuch.

Dass es kein Ding der Unmöglichkeit war, das herauszufinden, beweist ein Artikel von sueddeutsche.de:

Die Frau liegt alleine inmitten leicht bekleideter Menschen auf dem steinigen Strand. Sie trägt schwarze Leggins, ein hellblaues Oberteil und ein Kopftuch. Die Schuhe hat sie ausgezogen, die Knie angezogen. Vielleicht schläft die Frau, vielleicht döst sie, vielleicht genießt sie einfach die Sonne an der französischen Mittelmeerküste, als sich vier Polizisten nähern, alles Männer.

Das hat irgendwann auch „Focus Online“ verstanden und einen zweiten Beitrag zum Thema veröffentlicht:

Sie hat Leggings und ein langes türkisfarbenes Oberteil an. Um den Kopf hat sie ein Tuch gewickelt – einen Burkini trägt sie nicht.

Natürlich ist das mit den „neuen Details“ Quatsch. Die Fotos hätte man sich auch vorher schon ordentlich anschauen und erkennen können, dass die Frau keinen Burkini trägt.

Mit Dank an @Alyama1!

Das Phantom der Burka

Manchmal gibt es gute Mittwoche. Dann spricht Heinz Buschkowsky beispielsweise darüber, warum er „aus dem Fahrrad-Club ausgetreten“ ist, oder er erzählt von der Sprengung eines alten Sendemastes. Viel öfter aber gibt es schlechte Mittwoche. Nämlich immer dann, wenn der Ex-Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln in seiner „Klartext“-Kolumne bei „Bild“ über irgendwas schreibt, das mit dem Islam oder mit Muslimen oder beidem zu tun hat. Heute ist so ein schlechter Mittwoch.

Buschkowsky greift für seinen aktuellen Text die Diskussion ums „Burka-Verbot“ auf. Und schon in der Überschrift wird klar, wie er dazu steht:

Als ich den Londoner Stadtteil Whitechapel besuchte und auf dem Wochenmarkt fast ausschließlich umgeben war von Burka tragenden Frauen, versetzte es mich in eine surreale Gefühlswelt.

„Scotty, beam mich zurück!“, hätte ich am liebsten gerufen. „Hol mich zurück in die britische Hauptstadt.“ So stark war die Botschaft dieses Kleidungsstücks für mich. Genauso erging es mir immer wieder beim Anblick von Burkaträgerinnen auf den Straßen Neuköllns. Als käme einem eine andere Welt auf dem Bürgersteig entgegen.

Nun weiß ich nicht, was Buschkowsky alles in Whitechapel gesehen hat. Ich verbringe aber seit gut drei Jahren ziemlich viel Zeit in Neukölln, gar nicht weit von Heinz Buschkowskys früherem Arbeitsplatz, dem Rathaus Neukölln. In dieser Zeit ist mir keine Person in Burka begegnet. Klar, Frauen im Niqab sieht man immer mal wieder, vielleicht jeden dritten Tag eine oder zwei. Aber in einer Burka? Keine einzige in drei Jahren.

Vielleicht kennt Heinz Buschkowsky ganz andere Neuköllner Ecken als ich und begegnet andauernd Burka-Trägerinnen. Vermutlich meint er aber einfach gar nicht die Burka, sondern eben den Niqab, einen Schleier, der ebenfalls viel verhüllt, im Gegensatz zur Burka aber meist die Augen freilässt. Später in seiner Kolumne erwähnt Buschkowsky den Niqab auch noch einmal explizit. (Um das Vokabular noch etwas zu ergänzen: Der Tschador und der Hidschab sind noch mal andere Kleidungsstücke.)

Mit dem Durcheinanderwürfeln der Begriffe ist Heinz Buschkowsky nicht allein. Die „Bild“-Redaktion hat seinen Artikel zum „Burka-Verbot“ mit einer Niqab-Trägerin bebildert:

Und auch in den vergangenen Tagen wollten oder konnten die „Bild“-Medien kein Foto einer Burka-Trägerin in Deutschland auftreiben und veröffentlichen. Sie zeigen immer nur Frauen, die in einer anderen Variante verschleiert sind:


(„Bild“ vom 12. August)

(„Bild“ vom 13. August)

(Bild.de vom 14. August)

(„Bild“ vom 17. August)

Schaut man sich die derzeitige Berichterstattung zum „Burka-Verbot“ an, wird man das Gefühl nicht los, dass es nicht besonders viele Frauen hier in Deutschland gibt, die eine Burka tragen. Wenn Eric Markuse in „Bild“ kommentiert: „Die Burka gehört nicht zu Deutschland“, will man ihm am liebsten antworten: Es gibt sie hier anscheinend ja auch so gut wie gar nicht.

Natürlich darf man der Meinung sein, dass auch der Niqab problematisch ist, und nicht nur die Burka, sondern Vollverschleierung im Allgemeinen verboten werden sollte. Aber dann sollte man nicht von einem „Burka-Verbot“ sprechen, nur weil es griffiger ist als „Niqab-Verbot“ oder „Verbot der Vollverschleierung“. Es geht hierbei schließlich nicht um einen Olympiasieger aus Vietnam, den man im Boulevardstil schnell mal „Pistolen-Vietnamesen“ nennen kann. Es geht um eine Debatte, die in letzter Konsequenz bedeutet, dass einem Teil der Bevölkerung verboten wird, ein bestimmtes Kleidungsstück anzuziehen. Und bei einem derartigen Eingriff ins Privatleben dieser Leute sollte es doch möglich sein, die richtigen Vokabeln zu benutzen.

Doch so, wie die meisten Medien aktuell berichten, dürfte sich das falsche Vokabular in der Gesellschaft etablieren. „Focus Online“ berichtet über das „Burka-Verbot“ und zeigt Niqab-Trägerinnen:

Die „Huffington Posts“ berichtet über das „Burka-Verbot“ und zeigt Niqab-Trägerinnen:

Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet über das „Burka-Verbot“ und zeigt eine Niqab-Trägerin:

Genauso „Zeit Online“, „NWZ Online“, augsburger-allgemeine.de. Die Auswahl ist beliebig und ließe sich noch lange fortführen. Manche Redaktionen zeigen Fotos von Burka-Trägerinnen in Afghanistan. Aber ein Bild einer Frau in Burka in Deutschland hat offenbar noch keine von ihnen gefunden.

Im Fernsehen sieht es nicht besser aus. Ein Beispiel: ein Beitrag im „Sat.1-Frühstücksfernsehen“ von gestern über „Burkas in Garmisch: So reich machen Araber die Region!“ In den 4:57 Minuten sind zwar einige verschleierte Frauen zu sehen, aber keine einzige trägt eine Burka. Manche von ihnen tragen sogar lediglich einen Hidschab:

Bei meiner Suche nach Bildern von Burka-Trägerinnen in Deutschland bin ich am Ende dann doch noch fündig geworden: Bei sueddeutsche.de sind zwei Personen zu sehen, beide in einer Burka verhüllt, eine kleine Deutschlandfahne ist auch noch zu erkennen — Volltreffer. In der Bildunterschrift steht:

Wie fühlt man sich mit einer Burka? Besucher einer Ausstellung im Kunstverein Wiesbaden konnten das im Jahr 2012 ausprobieren.

„Bild“ schon wieder am Grab von Andreas L.

Als Andreas L., der Co-Pilot des „Germanwings“-Flugs 4U9525, vor etwas mehr als einem Jahr beerdigt wurde, hatten die „Bild“-Redaktionen im Vorfeld glücklicherweise nichts davon mitbekommen. So konnten ihre Fotografen nicht mit Teleobjektiven auf dem Friedhof von Montabaur lauern, und ihre Reporter nicht schmierige Zeilen über die Trauergäste verfassen.

„Bild“ und Bild.de berichteten aber trotzdem, einige Tage später, und zeigten in Großaufnahmen das Grab von Andreas L. Damals gab es das volle Bilder-Programm: das Holzkreuz aus verschiedenen Perspektiven, die Blumen und Trauerkränze der Angehörigen, den Grabschmuck der Freundin, ihre Abschiedsworte.

Gestern veröffentlichten „Bild“ und Bild.de erneut einen Bericht über das Grab von Andreas L.:


Der einzige Grund für die neuen, großen Berichte: Das Holzkreuz wurde inzwischen durch eine Granitsäule ersetzt.

Neun Monate nach seiner heimlichen Beisetzung auf dem Friedhof in Montabaur, unweit des Segelflugplatzes, auf dem L[.] seine Leidenschaft fürs Fliegen entdeckte, wurde inzwischen das einfache Holzkreuz („Andy“) durch die Grabsäule ersetzt.

Wieder gibt es große Fotos vom Grab, außerdem eine Nahaufnahme einer „runden Plakette“, auf der eine persönliche handschriftliche Widmung zu lesen ist, vermutlich von der Mutter von Andreas L. Im Text kommt eine Frau zu Wort, die bei dem Absturz zwei Angehörige verloren hat. Sie ist auch die Zitatgeberin für die Überschrift bei Bild.de („Für mich als Angehörige der Opfer ist das sehr verletzend …“). Dass sie über das Grab ebenfalls sagt: „Für die Eltern von L[.] verständlich“, erfährt man erst im Artikel. Dort wird auch noch ein Anwalt zitiert, der mehrere Opfer-Familien vertritt und analysiert, dass durch die neue Grabsäule die „Ich-Bezogenheit“ von Andreas L. „über seinen Tod hinaus in Stein gemeißelt“ bleibe. Und dazu erinnern die beiden „Bild“-Autoren noch einmal mit deutlichen Worten daran, wer dort überhaupt begraben liegt:

Wir sehen das Grab von Todes-Pilot Andreas L[.] Das Andenken an einen Massenmörder!

Die „Bild“-Medien nutzen weiterhin jede noch so kleine Gelegenheit, um die Tat von Andreas L. aufs Neue aufrollen zu können, mit all den Beteiligten — Täter, Opfer, den Angehörigen beider Seiten. Ob es sich dabei um ansatzweise relevante Informationen handelt, spielt schon lange keine Rolle mehr.

„Bild“ urlaubt mit Rainer Wendt in sicheren Herkunftsländern

Heute ist das neue Buch von Rainer Wendt erschienen. Es heißt „Deutschland schafft sich ab“ „Deutschland in Gefahr“. Und es wird von „Bild“ und Bild.de ordentlich beworben:


Hauptberuflich ist Rainer Wendt Talkshowgast. Das lässt sich nämlich besonders gut mit seiner Nebentätigkeit als Bundesvorsitzender der „Deutschen Polizeigewerkschaft“ (eine von mehreren Polizeigewerkschaften in Deutschland) verbinden. In dieser Rolle fordert er immer wieder strikte Law-and-Order-Maßnahmen: Wenn Wendt so vor sich hindampfplaudert, bringt er schon mal „einen Zaun entlang der deutschen Grenze“ ins Spiel oder „strenge Leibesvisitationen“ beim Einlass ins Fußballstadion.

Jetzt also ein ganzes Buch mit lauter Wendt’schen Vorschlägen. Und damit das auch so richtig durch die Decke geht, veröffentlichen die „Bild“-Medien Auszüge daraus — riesige Ankündigung auf der heutigen Titelseite inklusive.

Gemessen an der Abrechnungsankündigung ist der Text relativ zurückhaltend. Neben ziemlich inhaltsleeren („Ist schon irgendwie recht spät, aber immerhin.“) und etwas verqueren Sätzen („Beschäftigte des Rechtsstaates, die in ausreichender Zahl vorhanden, respektiert und abgesichert und vernünftig bezahlt und versorgt werden müssen.“) sticht ein Gedanke von Rainer Wendt besonders raus:

Selbstverständlich sind Tunesien, Marokko und Algerien sichere Herkunftsländer — es sind deutsche Urlaubsländer!

Was auch immer „deutsche Urlaubsländer“ sein mögen — daran sollte sich die Politik laut Rainer Wendt, immerhin Vertreter von 94.000 Polizisten in Deutschland, also orientieren: „Waren da schon mal Deutsche im Urlaub? Na dann, sicheres Herkunftsland!“ Für den Südsudan oder Somalia werden sich doch bestimmt auch noch ein paar abenteuerlustige deutsche Rucksacktouristen aus den vergangenen Jahren finden lassen.

Aber selbst wenn man bei den Ländern bleibt, die Wendt in seinem Text nennt: Was haben Urlaubsstatistiken und gut besuchte Edel-Wellness-Spa-Ressorts mit Menschenrechten oder der Sicherheitslage der Einheimischen zu tun?

Und dazu sind vor allem Algerien und Tunesien in Teilen aktuell alles andere als empfehlenswerte Urlaubsziele. Zu Algerien hat das „Auswärtige Amt“ beispielsweise eine Teilreisewarnung herausgegeben:

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage in der gesamten Region und anhaltender Drohungen von terroristischen Gruppen wird bei Reisen nach Algerien zu erhöhter Vorsicht geraten.

Es besteht weiterhin die Gefahr von Entführungen und Attentaten durch terroristische Gruppierungen, die sich auch gegen westliche Ausländer richten können.

Und zu Tunesien schreibt es:

Die tunesische Regierung unternimmt weiterhin umfangreiche Anstrengungen, um Touristen vor dem Risiko terroristischer Anschläge zu schützen. Das Auswärtige Amt rät jedoch angesichts der weiter bestehenden terroristischen Gefährdung zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere in der Nähe touristischer Anziehungspunkte und religiöser Kultstätten sowie an symbolträchtigen Daten

Wo wäre Rainer Wendt mit seinen Parolen besser aufgehoben als bei „Bild“ und Bild.de? Die Werbekampagne ist übrigens als Serie angelegt — morgen geht’s in den „Bild“-Medien weiter mit Teil 2.

Bild.de und die offizielle Nominierung für den Friedensnobelpreis

Ein wichtiger Punkt vorweg: Es soll in diesem Beitrag nicht um eine Bewertung der Arbeit der sogenannten „White Helmets“ gehen, einer Organisation, die sich selbst „Syria Civil Defence“ nennt und im grauenvollen und elendigen Konflikt in Syrien nach verwundeten und verschütteten Menschen sucht und diesen hilft. Nach eigenen Angaben haben die „White Helmets“ bereits über 56.000 Menschen vor dem Tod gerettet.

Es soll auch nicht um die Frage gehen, ob die „White Helmets“ für ihren enormen Einsatz einen Friedensnobelpreis verdient haben, sondern um die Unfähigkeit von Bild.de, ordentlich zu informieren.

Am vergangenen Dienstag veröffentlichte das Portal diesen Artikel ganz groß ganz oben auf der Startseite:

Darin auch folgende Passage:

Die Retter der syrischen Zivilverteidigung, die sogenannten „White Helmets“, rücken täglich in den von Rebellen gehaltenen Gebieten Syriens aus. Mission: Denen zu helfen, die durch die Luftangriffe Assads und Putins oder durch Raketen und Autobomben von ISIS verletzt wurden.

Darum sind sie für den diesjährigen Friedensnobelpreis nominiert. Die Entscheidung, ob sie die hohe Auszeichnung bekommen, gibt es am 9. Oktober 2016.

Nun ist das mit Medienberichten über Nominierungen für den Friedensnobelpreis so eine Sache. Daher erstmal ganz grundsätzlich zum Nominierungsprozess: Die Gruppe der Personen, die Vorschläge einsenden darf, ist vom „Norwegischen Nobel-Institut“ recht klar abgesteckt. Das erklärt Olav Njølstad, der Direktor des Instituts, in einem „Questions and Answers about the Nomination Process for a Nobel Peace Prize“:

Who can nominate?
Nominations for the Nobel Peace Prize requires no invitation. Eligible nominators are university rectors or chancellors, professors of political and social science, history, philosophy, law and theology; leaders of peace research institutes and institutes of foreign affairs; members of national assemblies, governments, and international courts of law; previous Nobel Peace Prize Laureates; board members of organizations and institutions that have received the Nobel Peace Prize; present and past members of the Norwegian Nobel Committee; and former advisers of the Norwegian Nobel Institute.

Für den diesjährigen Friedensnobelpreis sind 376 vorgeschlagene Kandidaten zusammengekommen (228 Einzelpersonen und 148 Organisationen) — so viele wie noch nie. Das „Norwegische Nobel-Institut“ veröffentlicht direkt vor der Verleihung allerdings keine offizielle Liste, wer alles nominiert ist. Nie:

Is there a list of all of the nominees for this year’s Nobel Peace Prize?
Contrary to common belief, there is no public list of the current year’s nominees. The complete list of eligible nominees of any year’s prizes is not disclosed for another 50 years — a restriction as governed by the Nobel statutes since 1901.

Vom zuständigen Institut gibt es also keine Mitteilung, die die Aussage von Bild.de-Autor Julian Röpcke, dass die „White Helmets“ nominiert seien, offiziell bestätigt. Nicht einmal die Nominierten selbst erfahren vom „Norwegischen Nobel-Institut“ vorab von ihrer Nominierung. Lediglich die Person, die den Vorschlag eingeschickt hat, könnte die Information weitergeben:

Do you share any information about who is nominated for the Peace Prize this year?
No. In fact, none of the Nobel Committees do announce the names of nominees, neither to the media nor to the candidates themselves. In so far as certain names crop up in the advance speculations of potential nominees or candidates — it’s either sheer guesswork or information put out by the person or persons behind a nomination.

All diese Aussagen von Njølstad sind ziemlich eindeutig. Sicherheitshalber haben wir trotzdem in Oslo angerufen und nachgefragt, ob es nicht sein könne, dass die „White Helmets“ von einer möglichen Nominierung offiziell erfahren haben. Es sei alles so wie immer, sagte man uns: keine offiziellen Informationen an oder über die Nominierten, keine Aussage zu den „White Helmets“. Man kenne die Vorberichte vieler Medien und wundere sich immer wieder darüber. Und man appelliere jedes Mal an die Personen, die Vorschläge einschicken, dies nicht weiterzuerzählen, doch manchmal bringe das eben nichts.

Dass das „Norwegische Nobel-Institut“ kein besonders großes Interesse an einer Veröffentlichung der Nominierten hat, dürfte unter anderem auch daran liegen, dass eine Nominierung für den Friedensnobelpreis noch nicht viel aussagt, wie Direktor Olav Njølstad erklärt:

What does it mean to be nominated for a Nobel Peace Prize?
Any person or organization can be nominated by anyone eligible to nominate. The Norwegian Nobel Committee has no say in submissions that arrives according to the criteria, strictly in who is actually awarded the prize in October. To simply be nominated is therefore not an endorsement or extended honour to imply affiliation with the Nobel Peace Prize or its related institutions.

Theoretisch könnte also zum Beispiel auch Simbabwes Präsident Robert Mugabe Ex-„Bild“-Chef Kai Diekmann und Bild.de-Chef Julian Reichelt für ihre Werbekampagne „Wir helfen“ nominieren. Über die Qualität von Diekmanns und Reichelts Arbeit sagt das aber erstmal überhaupt nichts aus.

Es ist gut möglich, dass jemand, der dazu berechtigt ist, die „White Helmets“ für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat (auf einer extra eingerichteten Website zählt die Organisation jedenfalls eine Reihe „nominators“ auf, von denen einige nominierungsberechtigt sein dürften). Dass das aber erstmal nichts bedeutet, außer dass jemand sie für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen hat, erklärt Julian Röpcke seinen Lesern nicht. Im Gegenteil: Er verkauft es in seiner Bild.de-Aufmacherstory als ein Qualitätsmerkmal, das es schlicht nicht ist.

Und auch die Sache mit der offiziellen Bestätigung einer Nominierung scheint er nicht so recht verstanden zu haben:

Das hat Röpcke vor fünf Tagen angekündigt. Überraschung: Bis heute gab es keine „offizielle, verbindliche Bekanntgabe“.

Und wer denkt mal an uns?

Im Süden Europas kämpfen Feuerwehrleute aktuell an verschiedenen Stellen gegen heftige Brände: in Spanien, in Portugal, in Frankreich, in Griechenland, dazu auf Madeira und auf den Kanaren. Menschen sterben, Menschen müssen in Krankenhäuser, Menschen verlieren ihre Häuser und ihre Existenzgrundlagen.

Bei Bild.de geht es aber zum Glück um diejenigen, die aufgrund der Feuer wirklich betroffen sind — um uns:

Mit Dank an @dienetzpilotin für den Hinweis!

„Bild“ sucht den verschwundenen Chinesen. Wir suchen mit.

Lieber Junliang L.,

über Dich kursieren die unterschiedlichsten Pressemeldungen. Mal sollst Du ein chinesischer Tourist sein, der aus Versehen in die Mühlen der deutschen Asylbürokratie geraten ist, mal ein urplötzlich verschwundener Asylsuchender. (Sogar beim Namen gibt es Unklarheiten. Die „Bild“-Medien nennen Dich manchmal „Junliang“ und manchmal „Jinliang“.)

Zu allem Überfluss hat Dich Bild.de nun zur inoffiziellen Fahndung ausgeschrieben und veröffentlicht, wenn man ihnen glauben mag, Teile des von Dir unterschriebenen Asylantrags. Zusammen mit einem persönlichen Aufruf:

Du kennst Dich wahrscheinlich nicht so gut mit der deutschen Sprache aus, zumal manches auch nur zwischen den Zeilen steht. Wir verraten Dir deshalb, was die Mitarbeiter von Bild.de meinen, wenn sie Dir zeigen wollen, „wie schön Deutschland wirklich ist“:

1.) Hier kann man schön unverpixelte Fotos von Tätern und Opfern veröffentlichen.
2.) Hier kann man schön Facebook-Profile plündern.
3.) Hier kann man schön den Pressekodex missachten.
4.) Hier kann man schön gegen den Presserat wettern.
5.) Hier kann man schön Krankenakten und persönliche Dokumente ausschlachten.
6.) Hier kann man schön Falschmeldungen in Umlauf bringen.
7.) Hier kann man schön Ressentiments schüren und Vorurteile verstärken.
8.) Hier kann man schön die niedersten Instinkte seiner Leser bedienen.
9.) Hier kann man schön Stimmung gegen Ausländer, Minderheiten und Benachteiligte machen.
10.) Hier kann man bei aufkommender Kritik schön patzig werden oder Nebelkerzen werfen und sich hinter Selbstironie verstecken.

Wenn Du all das erfahren willst, und zwar am eigenen Leib, dann melde Dich bei „Bild“. Die haben dort sicher schon Dutzende passender Schlagzeilen in der Schublade wie:

  • „Ein Chinese mit dem Kontrapass“
  • „Um lei Tung: Dieser Chinese kennt keine Abkürzungen“
  • „Junliang: Schlitzauge sei wachsam!“
  • „Kau der Welsch: Der Mann mit dem Mao-am-Anzug“
  • „Erst kam der Chinese, dann war der Hund weg!“
  • „Messer-und-Gabel-Allergie: Dieser Chinese isst Fisch nur mit (Fisch)stäbchen.“
  • Du kannst Dich aber auch statt bei „Bild“ bei uns BILDbloggern melden. Wir können Dir zwar aus Zeitgründen momentan nicht zeigen, „wie schön Deutschland wirklich ist“, haben aber Tipps parat, was man machen kann, wenn die „Bild“-Zeitung unangekündigt bei einem vor der Tür steht.

    Deine BILDblogger

    Heinz Buschkowsky und das falsche „Pokémon“-No-Go im Islam

    Jeden Mittwoch darf Heinz Buschkowsky „Klartext“ reden. Immer wieder geht es in seiner Kolumne in der Berlin-Brandenburg-Ausgabe der „Bild“-Zeitung um Zuwanderung, genauer: um die negativen Aspekte der Zuwanderung. Darin ist der ehemalige Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln schließlich selbsternannter Experte.

    In seinem aktuellen Text aber behandelt Buschkowsky ein ganz anderes Thema:

    Bei Bild.de wird in der leicht abgewandelten Überschrift auch direkt klar, welche „Monster“ er genau meint:

    Auch nach mehrfachem Lesen seines Textes und entgegen dem Titel seiner Kolumne wird nicht ganz klar, wofür Buschkowsky nun eigentlich plädiert: mehr Spielhallen, weniger „Pokémon“? Mehr Monster, weniger Glücksspiel? Immerhin einen seiner Gedanken umreißt er eindeutig: Für Muslime sei „Pokémon Go“ ein — Achtung, Wortspiel — No-Go.

    Junge und Mittelalte starren auf ihr Handy und rennen scheinbar ziellos durch die Gegend. Autofahrer kümmert ihr Handy mehr als die Ampel, es werden Partys gefeiert oder mit Taschenlampen bis morgens um 5 Uhr Grünanlagen durchstöbert.

    Das ist ziemlich irre, bringt Menschen aber in Bewegung. Die israelische Marine soll damit Soldaten anwerben, im Islam ist das Spiel bereits mit einer Fatwa verboten worden, weil die Figuren auf der Evolutionstheorie basieren.

    War ja klar, der Islam wieder, ein weiteres Lieblingsthema von Buschkowsky.

    Einziges Problem: Heinz Buschkowsky schreibt Quatsch. Nicht „im Islam“ ist „Pokémon Go“ per Fatwa verboten worden, sondern in Saudi-Arabien. Und das auch nicht erst gerade, sondern bereits vor 15 Jahren. Um die Jahrtausendwende gab es schon einmal einen „Pokémon“-Hype. Die Fatwa von damals wurde in Saudi-Arabien nun für „Pokémon Go“ erneuert.

    Die „Deutsche Welle“ schreibt dazu:

    Der Rechtsgelehrte Scheich Saleh al-Fausan erklärte Medienberichten zufolge, das neue Spiel sei grundsätzlich wie das alte. In der Fatwa von 2001 wird Pokémon mit einem Glücksspiel verglichen. Weiter heißt es, die Figuren schienen auf der Evolutionslehre von Charles Darwin zu basieren. Beides wird vom Islam abgelehnt.

    Der Islam in Saudi-Arabien, der Islam weltweit — solche Feinheiten interessieren Heinz Buschkowsky nicht, wenn er in „Bild“ so richtig „Klartext“ dampfplaudert.

    Mit Dank an Martin für den Hinweis!

    Nachtrag, 16:05 Uhr: Am vergangenen Samstag wurde „Pokémon Go“ auch im Iran verboten, einen Tag zuvor hatten „Malaysias oberste islamische Autoritäten den Muslimen ihres südostasiatischen Landes das beliebte Handyspiel verboten“, schreibt heise.de. Sofern Heinz Buschkowsky nicht über seherische Fähigkeiten verfügt, konnte er davon aber nichts wissen — sein Text erschien am Mittwoch vergangener Woche.

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