The Short Happy Life of Tom Cruise

„Bild“-Überschrift vom 20.8.2007:

„Bild“-Überschrift vom 22.8.2007:

„Bild“-Überschrift vom 28.8.2007:

„Bild“-Überschrift vom 6.9.2007:

„Bild“-Überschrift vom 8.9.2007:

„Bild“-Überschrift vom 18.9.2007:

„Bild“-Überschrift von heute:

(Eins von den Dingen passt natürlich nicht zu den anderen.)

6 vor 9

Hört auf euren Mittelfinger
(zeit.de, Sebastian Reier)
Die papierene Musikpresse macht sich Gedanken um ihre Zukunft. Wenn sich alles gratis im Internet abspielt, wie sollen dann Verleger, Vertriebe und Künstler Geld verdienen?

Auch ein Internet Profi kann sich irren
(andreasvongunten.com)
Eine Replik auf Andrew Keen’s Anti-Web 2.0 Aufsatz im Magazin 38/07.

Das Rund ist leer
(taz.de, Markus Völker)
Die Frauenfußball-WM in China wird in dreimal mehr Länder übertragen als noch die WM 1999. Doch ist das Interesse wirklich gestiegen?

„Landkarten sind reif für Veränderung“
(welt.de, Martin Dowideit)
Mit Google Earth kann fast jeder Winkel der Erde im Internet erkundet werden. John Hanke heißt der Erfinder und Chef dieses Projekts. WELT ONLINE sprach mit ihm über unscharfe Luftaufnahmen, die Macht der Nutzer und Eingriffe in die Privatsphäre.

TalkTäglich mit Matthias Ackeret und Klaus J. Stöhlker
(telezueri.ch, Video, Dialekt, ca. 25 Minuten)
Bundesrat Christoph Blocher revolutioniert den Wahlkampf in der Schweiz. Jede Woche wendet sich der SVP-Magistrat eine knappe Viertelstunde lang mit seiner eigenen TV-Sendung direkt ans Volk. Befragt wird er von Matthias Ackeret, der bereits ein Interview mit Christoph Blocher in Buchform veröffentlicht hat. Medienrechtler und Politiker kritisieren das Projekt. Im ?TalkTäglich? diskutiert Matthias Ackeret mit Klaus J. Stöhlker kontrovers über ?Teleblocher?.

Ich lese gern Zeitung
(youtube.com, Video, 1:49 Minuten)

medienlese – der Wochenrückblick

Während zwei von sieben Schweizer Ministern bereits eigene Medien machen, findet nun auch Aussenministerin Micheline Calmy-Rey Blogs cool. So sehen das aber nicht alle. Andrew Keen, „Internet-Profi“, warnt im Magazin-Text „Die Revolution ertränkt ihre Kinder„, dass das Internet nicht „Freund, sondern Feind der Kreativität“ sei. Er glaubt, dass mit Blogs der Medieninhalt personalisiert wird, „sodass wir nichts mehr lesen, was über unsere eigenen Gedanken hinausgeht“. Aber ist es nicht umgekehrt? Müssten nicht Leute, die seit Jahren die gleichen eingefahrenen Medienkanäle nutzen, mal wieder etwas lesen, was über ihre eigenen Gedanken hinausgeht? Beta schreibt dazu in einem Kommentar: „Interessant finde ich bloss, dass das Magazin den Text druckt. Blickt da der Adel der Schweizer Medien mit Besorgnis von der Burg herunter?“

Read On…

6 vor 9

Der Ringier-Verlag rutscht nach rechts
(workzeitung.ch, Ralph Hug)
Sinkende Auflagen machen «Blick» und «Sonntagsblick » zu schaffen. Jetzt gibt Chef Michael Ringier die Richtung vor: weg vom linken Kurs, hin zum Mainstream!

Sparen, bis die Leser gehen?
(zeit.de, Götz Hamann)
Das Internet verlangt sein Recht, der Verleger seine Rendite. Dazwischen werden die Zeitungen zerrieben.

GEZ noch?
(freitag.de, Katrin Schuster)
Weshalb die Gebühr die Zukunft des Fernsehens ist.

Betr: Sitten
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Adriano Sack)
E-Mails, Handy und Internet ruinieren unsere Umgangsformen. Und das ist das Beste, was uns passieren kann.

Interview mit Hanspeter Lebrument
(sevenload.de, Regina Borsos, Video, 8:53 Minuten, Dialekt)
Hanspeter Lebrument, Präsident SCHWEIZER PRESSE, zu Bundesrätinnen und Bundesräten auf seinem Sender Tele Südostschweiz – und was er von „.ch“ hält …

Ich, K.W.Z.
(blogs.radio24.ch/christoph)
Zwischen dem 28. August und dem 20. September gab?s in der Schweizer Presse 454 Artikel, in denen das Wort ?Geheimplan? mindestens 1mal vorkam. Wirklich beachtlich.

Ein bisschen TEXT muss sein

Stellen Sie sich vor, Sie sind Fotobetexter bei Bild.de!

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen vor Ihrem Bildschirm und haben da diese fünf Fotos, auf denen der bekannte „Schmuse-Bade“ [sic] Roberto Blanco gemeinsam mit ein paar leicht bekleideten Frauen zu sehen ist. Sie wissen wie immer NICHTS über die Umstände. Kein leichter Job. Und nachdem Sie sich an vier Fotos bereits vollkommen verausgabt haben („SIE schwingt die Peitsche, ER grinst und stützt sich vorsichtshalber ganz fest aufs Geländer“), ist da noch dies:

Und jetzt?

„Roberto lacht: ‚Das Muttermal da sieht ja aus wie ich — ganz schwarz!'“

Nee, nee.

„Der Rückenkrauler von Mexiko…“

Auch nicht, nein!

Der Fotobetexter von Bild.de jedenfalls hat sich überraschenderweise für folgende, schönheitschirurgisch schwer nachvollziehbare Variante entschieden:

"Da lacht er! Am Ende hat sich

Ach, hätte er doch bloß bei den Kollegen der „Bild“-Zeitung nachgefragt! Denn entweder die haben im Bildtexte-Ausdenken mehr Erfahrung, oder sie waren tatsächlich vor Ort. Zumindest steht heute in der München-Ausgabe (Überschrift „Ein bisschen NACKT muss sein“) neben demselben Foto schlicht:

Für das Dessous-Model gab’s von dem Schlagerstar ein Autogramm auf den Rücken

Mit Dank an Marko H. für Hinweis & Handyfoto.

Nachtrag, 21.9.2007: Bild.de hat nachgebessert und…
… das Wörtchen „Schmuse-Bade“ korrigiert.

Abgestaubt und aufgewirbelt

Schon blöd, aber irgendwie scheint Bild.de den „Riesen-Wirbel“ um die US-Reality-Show „Kid Nation“ ein bisschen verpasst zu haben. Denn heute, einen Tag nach der Ausstrahlung der ersten Folge, berichtet Bild.de so über die Sendung:

"Riesen-Wirbel um US-Reality-Show

Nun, den Riesen-Wirbel gab es tatsächlich. So schreibt Bild.de zutreffend:

Seit die Pläne des Senders, der eigentlich als eher konservativ gilt, bekannt wurden, schlagen die Wellen in den USA entsprechend hoch: „Kinderarbeit“ und „Ausbeutung“ — wettern viele Eltern. Andere sehen gar einen gigantischen Menschenversuch mit 40 jungen Menschen, die sich in dieser Einöde durchbeißen müssen.

Nur war das, bevor irgendjemand die Show überhaupt gesehen hatte. Heute, einen Tag später, sind sich viele amerikanische Medien ziemlich einig, dass die Aufregung wohl etwas übertrieben war. Die Nachrichtenagentur dpa schreibt:

Die umstrittene neue US-Reality-Serie „Kid Nation“ (…) ist überwiegend kritisch aufgenommen worden. „Die Show zu sehen, hat so viel Spaß gemacht wie übermüdete Kinder zu sitten, die zu viele Süßigkeiten gegessen haben“, befand die Zeitung „The Boston Globe“ nach dem Start der Serie am Mittwochabend. „The Toronto Star“ nannte die Sendung „manipulativ und langweilig“. Und mehrere Kritiker bemängelten die wie auswendig gelernt klingenden Statements der Kinder. (…) Die Show wirke wie eine von unsichtbaren Erwachsenen überwachte reale Welt, urteilte die „New York Times“. „Das wirkliche Rätsel ist, ob die sorgfältig ausgesuchten, aufgeweckten kleinen Gesichter wirklich als Kinder angesehen werden können — tatsächlich sind es Kinder-Schauspieler bei ihrem ersten Dreh.“

Und „Spiegel Online“ weiß sogar unter der Überschrift „Getürkte Klassenfahrt ins Einsiedlerleben“ über die vermeintliche Geisterstadt, in der gedreht wurde, folgendes zu berichten:

Bonanza City „am Ende der Welt“ (CBS) ist in Wahrheit die Bonanza Creek Ranch, eine Miet-Filmkulisse in der Nähe des Flughafens von Santa Fé, nur wenige hundert Meter vom Freeway I-25 entfernt.
(Links von uns.)

Bei Bild.de heißt es indessen:

Der Zustand der Geisterstadt: schockierend — verfallene Hütten, Staub, Schmutz, Hitze.

Mit Dank an Patrick K. und Micha für den sachdienlichen Hinweis.

„Bild“ nicht „in den Knast gewandert“

Am Dienstag besuchte der Manager des 1. FC Köln, Michael Meier, die Justizvollzugsanstalt Attendorn. Mit dabei: FC-Fanchef Rainer Mendel, Diakon Werner Schrage sowie die Lokalpresse natürlich. Und anschließend zitierte die „Westfalenpost“ Organisator Schrage mit den Worten:

„Es war eine gelungene Veranstaltung.“

Aber auch die „Bild“-Zeitung berichtet in ihrer Köln-Ausgabe (vergleichsweise groß) über den Lokaltermin:

Nach unseren Informationen war „Bild“ zwar nicht vor Ort, erweckt mit ihrer Berichterstattung aber auch nicht wirklich den Eindruck, vor Ort gewesen zu sein.

Im Gegenteil: Hätte „Bild“ sich selbst auf den Weg gemacht, anstatt anschließend bloß von Meier, Mendel und Schrage erzählen zu lassen, wie’s war, wäre dem Reporter vielleicht auch aufgefallen, dass es sich bei der abgebildeten „JVA Attendorn“ nicht um die JVA Attendorn handelt, sondern um das knapp 50 Kilometer entfernte Untere Schloss in Siegen.*

*) Zwar gibt es auf dem Gelände des Siegener Schlosses eine Nebenstelle der Attendorner JVA, stattgefunden hat die Veranstaltung dort jedoch nicht.

Mit Dank an Olav L. für Hinweis & Scan.

6 vor 9

Mainstream? Nein danke!
(weltwoche.ch, Urs Paul Engeler)
Die Schweizer Medienszene ist eine Einöde. Statt Meinungsvielfalt herrscht -einfalt. Die Weltwoche setzt auf die Kraft des Kontrapunkts. Eine Rede.

Der p&k-Webseitentest 2007
(politik-kommunikation.de, die ganze Ausgabe als PDF-File, 3,35 MB)
politik&kommunikation hat die 2.456 Abgeordneten aus Bund und Ländern auf ihre Internettauglichkeit überprüft. Die Gewinner aus Bund und Ländern, der beste Länderfürst und Unterschiede zwischen Ländern und Parteien jetzt in der aktuellen politik&kommunikation – und natürlich hier im Internet.

?punkt.ch?: erfinderin des gedruckten call-in quiz
(benkoe.ch)
während die erstausgabe von ?punkt.ch? relativ klassisch daherkommt, zeigt man sich auf der rätsel-seite umso innovativer.

Berlin-Mitte, 12:00 Uhr
(fontblog.de)
„12:06 Uhr, Steve betritt die Bühne. Das iPhone kommt am 9. November in Deutschland auf den Markt, für 399,– Euro. Alle anderen Fakten sind weitgehend bekannt.“

Zwiebel-Routen
(jungle-world.com, Burkhard Schröder)
Wer will, kann völlig anonym im Internet surfen, keine verwertbaren Spuren hinterlassen und anonym oder unknackbar verschlüsselte E-Mails schreiben. Warum das kaum jemand macht? Das Problem dabei ist die Faulheit der User.

Trends in der Wörtermode
(zeit.de, Harald Martenstein)
„I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I I.“

6 vor 9

Lesefutter für die Wegwerfgesellschaft
(faz.net, Jürgen Dunsch)
Gratiszeitungen – davon war in Deutschland nur vereinzelt zu hören. Vielerorts wurden die Projekte schon vor Verwirklichung beerdigt – zu groß war die Drohkulisse etablierter Verleger. In der Schweiz sieht es anders aus. Dort kommt am Mittwoch schon die vierte Umsonst-Zeitung heraus.

Blogger suchen ihr Online-Ich
(netzeitung.de, Malte Welding)
Eine Tagung in Karlsruhe klärt existenzielle Fragen. Außerdem: Terroristenbärte, Gedenkminuten, Schwangerschaftsdemenz und Adjektiv-Fallen. Der Blogblick.

?Polizeiarbeit könnte viele Blogs füllen“
(politik-digital.de)
Am Dienstag, 18. September, war der bloggende Polizist Guido Karl zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er erklärte, wie sich die Polizei im Internet darstellt und welche Impulse sie von internationalen Websites übernehmen könnte.

Bürgerjournalismus
(readers-edition.de, Michael Gisiger)
Versuch einer Begriffsbestimmung.

About Facebook
(theatlantic.com, Michael Hirschorn)
By bringing order to the Web, Facebook could become as important to us as Google.

Sind wir nicht alle ein bisschen gelb?
(sueddeutsche.de)
Eine 39teilige Bildergalerie.

Grauklötze staunen mit „Bild“

"In diesem Kasten steckt die Zukunft"In ihrer NRW-Ausgabe berichtet „Bild“ heute über „riesige graue Klötze“, die plötzlich überall „im Revier“ aufgestellt werden und meint, in ihnen stecke „die Zukunft“ (siehe Ausriss).

Und so muss es wohl sein. Denn die Bauteile, die in den neuen Verteilerkästen der Telekom stecken sollen, könnten glatt aus dem Raumschiff Orion stammen.

So hat „Bild“ beispielsweise einen „Oldie-Verbesserer“1) entdeckt…

"Oldie-Verbesserer -- Der Glasfaser-Veredler: Dort werden alte TV-Filmschätzchen dank Glasfaser-Veredler in beste HDTV-Qualität (LCD, Plasma) umgewandelt"

…ein „TV-Kanal-Depot“2), das „eine eigene Fernsehstation“ sein soll…

"TV-Kanal-Depot -- Eine eigene Fernsehstation: Von hier können 100 Fernsehsender abgerufen werden"

…und — das hat uns am besten gefallen — „Blitz-Filme“3), die irgendwie dadurch „superschnell“ und in „besserer Qualität“ laufen sollen, dass „Steckdosenstrom“ in „Niedrigstrom“ umgewandelt werde:

"Blitz-Filme -- Der normale Steckdosenstrom (220 Volt) wird dank Umwandler in Niedrigstrom (48 volt) umgewandelt. Dadurch laufen Filme superschnell, bessere Qualität."

1) Der Glasfaseranschluss („Bild“: „Glasfaser-Veredler“) kann „alte TV-Filmschätzchen“ in Wahrheit nur in der Qualität weiterleiten, in der sie vorliegen und bei ihm ankommen. In der Regel ist das nicht in HDTV, sondern in normaler Fernsehqualität. Umwandeln kann der Kasten in der Hinsicht überhaupt nichts, wie uns ein Telekom-Sprecher bestätigt.

2) Keine Angst, auch hier bestätigt uns der Telekom-Sprecher, dass die Fernsehsender nach wie vor über eine Leitung übermittelt werden und nicht im Verteilerkasten warten.

3) Die Frage von BILDblog-Leser Sascha J., ob sein alter Fernseher zum „HD-Plasma-Gerät“ werde, wenn er ihn mit 48 statt 220 Volt betreibe, müssen wir nach Rücksprache mit der Telekom leider mit nein beantworten. Der DSLAM arbeite zwar tatsächlich mit 48 Volt, das habe jedoch nichts mit der Qualität der Signale zu tun, sagte uns der Sprecher.

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