Pressekammer, Symbolbild, Lachflash

1. Die Mär vom großen Treck zum LG Hamburg und andere Mythen
(hoechkadelbach.de, Dominik Höch)
Der Pressekammer des Landgericht Hamburgs haftet der Ruf an, pressefeindlich zu sein und oftmals von der Meinungsfreiheit gedeckte Äußerungen zu verfolgen. Auch der bekannte Lawblogger Udo Vetter argumentiert in diese Richtung. Rechtsanwalt Dominik Höch hält dies für eine „Mär“. Es ginge dabei u.a. um Spezialisierung. Außerdem sei das Landgericht Hamburg in Pressesachen keineswegs eine „sichere Bank“, wie es der Mythos vielfach behaupte.

2. Facebook: Die politische Macht des Tech-Giganten
(infosperber.ch)
Daniela Gschweng hat Berichte in der „New York Times“ und des „Guardian“ zum Anlass genommen, über die politische Macht von Facebook nachzudenken. Sie greift dabei die Frage nach der „maschinellen Intelligenz“ auf und fragt nach der Objektivität von Algorithmen. Kein anderes Medium hätte so viel politischen Einfluss wie das weltgrößte soziale Netzwerk. Etablierte Medien könne man gut beobachten, indem man die Inhalte erfasse und auswerte. Dies gestalte sich bei Facebook schlicht als unmöglich.

3. Brief an die taz: Was Vattenfall unterlassen sollte
(blogs.taz.de, Martin Kaul)
Malte Kreutzfeldt ist Parlamentskorrespondent der „taz“ und Experte für alle Themen rund um Energie. Letztes Jahr hat er beispielsweise die Erstürmung des RWE-Tagebaus in Garzweiler kritisch kommentiert. Dieses Jahr wollte sich der Journalist ein Bild von den Tagebaublockaden in der Lausitz machen. Nach einer höflichen Anfrage bei Betreiber Vattenfall meldete sich nicht etwa die Pressestelle, sondern der Rechtsanwalt des Energieriesen: Kreutzfeld solle flugs eine Unterlassungserklärung abgeben…

4. ZDF distanziert sich von Symbolbild zu Paragraf 175-Opfern, will (oder kann) aber nicht sagen, warum
(nollendorfblog.de, Johannes Kram)
Ausgerechnet in einem Beitrag über die Diskriminierung homosexueller Männer verwendet das ZDF ein Symbolfoto, das Anlass zu Fragen aufwirft. Auch Nollendorfblogger Johannes Kram stellt sich diese Fragen und schreibt das ZDF an. Der Sender antwortet mit einer Entschuldigung. Warum ihm die Antwort nicht reicht und sogar weitere Fragen aufwirft, begründet Kram auf seinem Blog.

5. Unter Generalverdacht
(ostpol.de, Jutta Sommerbauer)
„n-ost“ ist eine Nachrichtenagentur für Osteuropa-Inhalte, in der sich Journalisten aus Ost und West zusammengeschlossen haben. Die n-ost-Korrespondentin Jutta Sommerbauer recherchierte mehrmals in den umkämpften Separatistengebieten in der Ostukraine und fand sich nun auf der „Mirotworez“-Liste wieder. Ukrainische Hacker hatten in der letzten Woche Tausende Namen von Journalisten veröffentlicht, die sich in der von Separatisten kontrollierten „Donezker Volksrepublik“ akkreditiert hatten und sie unter Generalverdacht gestellt, mit den Separatisten gemeinsame Sache zu machen. Die Liste ist mittlerweile wieder vom Netz, dennoch ist die Sache für sie nicht ausgestanden, wie Sommerbauer in ihrem Gastbeitrag schreibt.

6. So kam es zum Lachanfall des MDR-Sprechers
(tagesspiegel.de, Robert Klages)
Der Moderator des „MDR Thüringen Journals“ bekam beim Verlesen einer etwas skurrilen Meldung einen Lachanfall. Das Video mit dem sympathischen und ansteckenden Gekichere wurde seit gestern unzählige Mal geklickt und weitergereicht. Der „Tagesspiegel“ erklärt, wie es zum Lach-Flash kam.

Berufsbild, Druckstellen, Beigeschmack

1. Der neue „Unternehmensjournalismus“ oder: Die Umdeutung eines Berufsbildes
(get.torial.com, Lutz Frühbrodt)
Die Vermischung von Werbung und Marketig und Journalismus geht in die nächste Runde. Nun wollen die sogenannten „Content Marketer“ als reinrassige Journalisten angesehen werden. Mit schwerwiegenden Folgen für den Journalismus insgesamt, wie Lutz Frühboldt schreibt: „Er würde in erster Linie nur noch über seine äußere Hülle und sein Handwerkszeug definiert und nicht mehr über seine Funktionen, nämlich Kritik und Kontrolle. Die Folgen für die Meinungsbildung werden nicht ausbleiben: Es drängt mehr interessengeleitete Information in den öffentlichen Raum, Aufklärung und Einordnung geraten dagegen ins Hintertreffen.“

2. Wenn Algorithmen Journalismus machen
(de.ejo-online.eu, Andreas Graefe & Mario Haim)
Der automatisierte Journalismus bleibt ein umstrittenes Thema. Einerseits funktioniert er in bestimmten Ressorts wie Sport und Finanzen gut und bietet den Medienhäusern wirtschaftliche Vorteile, andererseits wollen die Leser laut Umfragen lieber von Menschen geschriebene Texte. Die Autoren des Beitrags berichten über die sachlichen und emotionalen Aspekte der Technologie. Außerdem haben sie ein Forschungsvorhaben angeschoben, das anhand eines Beispiels herausfinden will, wie automatisierte Nachrichten beim Leser ankommen.

3. Druckstelle
(Frank Nienhuysen, sueddeutsche.de)
Die „RBK“-Mediengruppe wurde bislang als eine der wenigen kritischen, unabhängigen Stimmen Russlands genannt. Nun wurde die Chefredaktion entlassen mit einer schwammigen Begründung („unterschiedliche Meinungen über Fragen der Entwicklung“). Viele sehen darin den Versuch des Kremls, Druck auf das unbequeme Blatt und den Eigentümer der Medienholding auszuüben.

4. Finnland droht Journalisten
(Reinhard Wolff, taz.de)
Finnland rangiert auf der aktuellen Pressefreiheits-Rangliste von „Reporter ohne Grenzen“ auf Platz eins. Ausgerechnet dort wird derzeit Druck auf Journalisten ausgeübt: Die finnischen Finanzbehörden bestehen auf Herausgabe der sogenannten „Panama Papers“, was von Journalistenseite mit Hinweis auf den Quellenschutz verweigert wird. Die Behörden drohen daraufhin mit Polizei, Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen.

5. Eine Versöhnung mit Beigeschmack
(faz.net)
Megyn Kelly gilt als eine der smartesten und schärfsten politischen Journalistinnen Amerikas, die mit ihrer Sendung auf Fox News für Furore sorgte und sogar Donald Trump Angst machte. Dieser hatte als Reaktion für Kellys inhaltliche Konfrontationen und direkte Fragen einen Monate anhaltenden Kleinkrieg gegen die Moderatorin angezettelt und sie mit allerlei hässlichen Beleidigungen bedacht. Der Fox-News Chef hat die Moderatorin zur öffentlichen Versöhnung beordert. Einer Versöhnung mit Beigeschmack…

6. Radio Gaga: Der beste Mix auf den dümmsten Wellen
(dwdl.de, Hans Hoff)
Hans Hoff redet sich den Frust über das heutige Radio von der Seele: „Heute ist Radio gaga. Endgültig. Es ist vorbei, das Medium liegt im Sterben. Und das beste Zeichen fürs Siechtum ist, wenn jemand „Der beste Mix“ sagt. Dann kann man sehr sicher davon ausgehen, dass jene, die da am Mikrofon stehen, ihre Hörer für dümmer als Brot halten.“

In eigener Sache

Aus gesundheitlichen Gründen werden wir in den nächsten Wochen leider nicht wie gewohnt bloggen können. Darum bitten wir um ein wenig Geduld – wir bemühen uns, schnell wieder auf die Beine zu kommen.

„6 vor 9“ wird aber weiterhin jeden (Werktags-)Morgen erscheinen.

Krawalljournalismus, Klimawechsel, Kremlnews

1. Hetzer, Idioten und Dumpfbacken
(nzz.ch, Heribert Seifert)
Kommunikative Rüpelei hat längst ihren Platz in den traditionellen Medien gefunden, findet Heribert Seifert. Dem Wutbürger im Internet trete in manchen Leitmedien ein Wutjournalismus gegenüber, der Schimpfen, Weghören und Kommunikationsverweigerung zu Tugenden erklärt. Seifert listet einige Fälle auf, bei denen etablierte Medien seiner Meinung nach unangemessen berichten und mit „Kampfvokabeln“ operieren würden: „Es herrscht die Stimmung eines Kulturkriegs, der wenig Raum für vernünftige politische Debatte kennt.“

2. Wie der „Guardian“ zum Anwalt der Klimabewegung wurde
(tagesspiegel.de, Dagmar Dehmer)
Der britische „Guardian“ betreibt seit März 2015 eine Klimakampagne und hat damit zwei seiner eigenen Geldgeber unter Druck gesetzt. Die beiden größten Gesundheitsstiftungen der Welt, die Gates-Stiftung und der Wellcome-Trust, würden nämlich nicht nur die Berichterstattung des Medienhauses zu Entwicklungsthemen mitfinanzieren, sondern seien Investoren bei Firmen der Kohle-, Öl- und Gasindustrie. Nach anfänglichem Widerstand hätte sich die Bill- und Melinda-Gates-Stiftung nun leise von umfangreichen Investitionen in der Ölindustrie verabschiedet.

3. Ex-Mann, Ausländer, Okkultisten: Wer alles verdächtigt wurde
(derbund.ch, Thomas Knellwolf)
In den Monaten zwischen dem Familienmord im schweizerischen Rupperswil und seiner Aufklärung ergingen sich Medien, Experten und Politiker in wilden Spekulationen über den Täter. Man hätte sich regelrecht mit Mutmaßungen überboten und wenig Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer genommen, so der „Bund“. Selbst Kriminalisten hätten sich an dem Geunke und Geraune beteiligt. Lesenswert dazu auch der persönliche Beitrag Rambojournalisten in Town, der mit dem Schweizer Boulevardjournalismus hart ins Gericht geht.

4. Unverhohlene Drohung: NPD-nahe Seite stellt Fotos und Namen von Journalisten online
(endstation-rechts.de, Oliver Cruzcampo)
Nach NPD-Demos in Schwerin und Demmin wurden laut „Endstation Rechts“ von einer NPD-nahen Facebook-Seite Fotos der anwesenden Journalisten und deren Namen veröffentlicht. Nur kurz zuvor hätte Fraktionschef Udo Pastörs in seiner Rede von „Journaille-Schmierern“ und „Schweinejournalismus“ gesprochen. Dies zeige Wirkung: „Immer weniger Journalisten sind bereit, von solchen Auftritten zu berichten“, so ein Mitarbeiter eines Beratungsvereins für Betroffene rechter Gewalt.

5. Reality statt Life
(Jarina Kajafa, taz.de)
Letzte Woche machte das Bild die Runde, mit dem die russische Botschaft eine Militärmeldung illustrierte und das sich als Screenshot aus dem Spiel „Command & Conquer“ entpuppte. Im Mai blühe die russische Lügenindustrie anscheinend besonders prächtig, findet Jarina Kajafa von der „taz“: Belege und Veteranen würden gefakt, Statisten für die Paraden gekauft und Meldungen verzerrt.

6. Rechte Talkshowgäste: Wie Pyromanen in der Streichholzfabrik
(spiegel.de, Georg Diez)
„Die Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen befördern den gesellschaftlichen Rechtsrutsch“, lautet die Kernbotschaft von „Spiegel“-Kolumnist Georg Diez. Es sei Zeit für eine neue Diskurs-Republik: „Die deutsche Talkshow-Republik ist, wie die reale auch, dem Proporz und dem Konsens verpflichtet – aber dieses Modell ist in Lähmung erstarrt und vor allem an seiner eigenen Existenz und an seinem eigenen Überleben interessiert.“

Zehn kleine nicht nachdenkende Zeitungsredakteure


Danke an Gabi W.

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Danke an Sabine M.

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Danke an Martha S.

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Danke an Silke Anja A.

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Danke an Agnetha G.

Facebook-Auswahl, „Stern“-Wehmut, Journalisten-Marken

1. Facebook news selection is in hands of editors not algorithms, documents show
(theguardian.com, Sam Thielman, englisch)
Anfang der Woche veröffentliche „Gizmodo“ eine Recherche, die Facebook vorwarf, bei der Auswahl der „Trending Topics“ bewusst konservative Quellen zu unterdrücken. Das Dementi folgte umgehend, doch die Diskussion riss seitdem nicht ab. Kluge Journalisten schrieben kluge Essays über die gesellschaftliche und journalistische Verantwortung des Sozialen Netzwerks, in der Sache stand aber weiter die Aussage von Facebook gegen die Aussage von ehemaligen Angestellten. Jetzt hat der „Guardian“ Dokumente geleakt, die erstmals einen Einblick in die Blackbox Facebook geben und zeigen, nach welche Kriterien dort Nachrichten gewichtet werden. Die prompte Reaktion von Facebook kann man wiederum bei „The Next Web“ nachlesen.

2. Werberat kritisiert Missbrauch der Flüchtlingsdebatte sowie Seximus
(horizont.net, Jessica Becker)
Als Bundesjustizminister Heiko Maas sagte, er wolle sexistische Werbung verbieten lassen, war der Aufschrei groß. Die Rügen des deutschen Werberats — genauer gesagt: die gerügten Objekte — zeigen, warum das vielleicht doch eine ganz gute Idee sein könnte. Ungewöhnlich: Neben drei Motiven, die Frauen auf ihre Sexualität reduzieren, traf es auch ein Unternehmen wegen „männerherabwürdigender“ Werbung.

3. „Stern“: Abschied mit Wehmut
(rnd-news.de, Ulrike Simon)
Das Berliner Büro des „Stern“ zieht um: Raus aus dem Spreepalais mit Dachterrasse, rein in ein neues Gebäude in der Friedrichstraße. Ulrike Simon besucht die Abschiedsfeier — und sieht ein Ereignis mit Symbolcharakter: „Der Umzug ist nicht nur ein Umzug. Er ist das äußere Zeichen für das, was die ‚Stern‘-Leute innerlich umtreibt. Es ist der Bedeutungsverlust, sowohl der des Magazins als auch der eigene, und es ist die Befürchtung, dass das mit den Anzeigen und der Auflage nicht besser wird, dass das immer so weitergeht.“

4. Meinungsbildung: Fernsehen vorne, Internet holt auf
(dwdl.de, Alexander Krei)
Das Fernsehen deutlich vor dem Internet, der Zeitung und dem Radio, Zeitschriften unter ferner liefen. In dieser Reihenfolge tragen Medien zur Meinungsbildung der Deutschen bei. Das behauptet jedenfalls eine Studie der Landesmedienanstalten. Während die Bedeutung von Printmedien stetig abnimmt, bleibt den Verlagen zumindest ein kleiner Trost: „Bezogen auf die Gesamtbevölkerung liegen Web-Angebote von Zeitungen auf dem ersten Platz der informierenden Mediennutzung im Internet, gefolgt von E-Mail-Portalen (12,8 Prozent) und Web-Angeboten von Zeitschriften (11,8 Prozent). Sie alle landen noch vor Facebook, das auf 10,8 Prozent kommt.“

5. Zukunft der Journalistenausbildung: Lernen, wie der Markt tickt
(vocer.org, Julian Heck)
„Journalisten müssen zur Marke werden.“ Es soll Journalisten geben, die bei diesem Satz nur noch genervt mit den Augen rollen. Julian Heck gehört offensichtlich nicht dazu — und erklärt, warum Berufsanfängern seiner Meinung nach nicht nur journalistisches Handwerk, sondern auch Unternehmertum vermittelt werden sollte.

6. Du wirst nicht glauben, wie einfach Clickbaitern das Handwerk gelegt werden kann
(jetzt.de)
Zugegeben: Die Idee ist nicht neu, Twitter-Accounts wie @SavedYouAClick machen sich seit langem über reißerische Teaser lustig und fassen den großspurig angekündigten Inhalt mit wenigen Worten zusammen. Trotzdem ist es eine gute Nachricht, dass mit „Stop Clickbait“ jetzt auch eine Facebook-Seite zeigt, wie armselig und absurd das Prinzip von „Heftig“ und Co. ist. Vielleicht gibt das zumindest ein paar vermeintlich seriösen Medien zu denken, ob ein bisschen weniger Aufgeregtheit nicht manchmal mehr wäre.

Reporternamen, Rundfunkbeitrag, Zwergrauhaardackel

1. Journalisten kritisieren Reporter-Datenleak
(dw.com, Roman Goncharenko)
Eine pro-ukrainische Internetseite hat eine Liste mit den Namen von mehr als 4000 Journalisten veröffentlicht, die bei den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes akkreditiert sind. Darunter sind Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von in- und ausländischen Journalisten, auch etliche deutsche Reporter sind betroffen. Anscheinend wurden im Zuge des Leaks bereits Journalisten bedroht. Die „Reporter ohne Grenzen“ bezeichnen die Veröffentlich als „nicht nur entsetzlich, sondern auch gefährlich“.

2. Datenjournalismus mit Satellitenbildern
(digitalerwandel.de, Julius Tröger)
Julius Tröger leitet das Interaktiv-Teams der „Berliner Morgenpost“, eine der innovativsten deutschen Datenjournalismus-Abteilungen. In diesem Werkstattbericht erklärt er, wie das jüngste Projekt „Das sind Deutschlands grünste Städte“ mit Hilfe von Satellitenbildern entstanden ist.

3. Internet Video Views Is A 100 Percent Bullshit Metric
(gawker.com, Kevin Draper, englisch)
Der Titel spricht bei diesem Text für sich: Kevin Draper erklärt, warum es Quatsch ist, die Video-Views von Facebook Live mit den Quoten von linearem Fernsehen zu vergleichen: „If BuzzFeed’s watermelon video had been measured the way a TV show is, its viewership would’ve been closer to zero than the 807,000 it trumpeted to advertisers.“

4. Baumerts Kampf gegen den Rundfunkbeitrag
(ndr.de, Sinje Stadtlich)
Es gibt Menschen, die den Rundfunkbeitrag doof finden. Es gibt Menschen, die ihn nur unter Protest und nach mehrfachen Warnungen bezahlen. Und es gibt Sieglinde Baumert. Sie hat hartnäckig „alle Bescheide und Warnungen ignoriert, bis sie am 4. Februar an ihrem Arbeitsplatz verhaftet wurde. Zwei Monate hat sie im Gefängnis gesessen, in der JVA Chemnitz.“ Sinje Stadtlich stellt für „Zapp“ die „Ikone der Gebührengegner“ vor.

5. We know people read news on their phones. But from what sources?
(niemanlab.org, Shan Wang, englisch)
„Mobile“ ist seit ein paar Jahren eines der beliebtesten Buzzwörter unter Journalisten. Immer mehr Menschen konsumieren Nachrichten — aber auch längere Texte und Videos — auf dem Smartphone. Die „Knight Foundation“ hat das Leseverhalten dieser Nutzer untersucht und einen ausführlichen, dreiteiligen Report veröffentlicht. Shan Wang fasst die zentralen Ergebnisse kompakt zusammen.

6. Ein Sender für alle Felle
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz)
Der SWR bringt in einem Regionalmagazin einen Dreieinhalbminüter über einen entlaufenen Zwergrauhaardackel. Boris Rosenkranz wundert sich — aber nur kurz, denn schnell stellt er fest, „dass die SWR-Landesschau Rheinland-Pfalz eine Art Tiermagazin ist“.

Abgesägt, Abgestürzt, Abgemeldet

1. Journalismus wird immer besser – seine Reputation immer geringer
(de.ejo-online.eu, Michael Haller)
Ende April hat der Stern den Nannen Preis für herausragende Arbeiten im deutsch­sprachigen Journalismus verliehen. Medienwissenschaftler Michael Haller hat für das Sonderheft „Nannen Preis 2016“, in dem sich alle nominierten Arbeiten finden, einen einführenden Essay verfasst. Sein Thema: Gründe für den Widerspruch zwischen exzellentem Journalismus und schwindendem Medienvertrauen.

2. Gibt es ein Recht auf kritische Berichterstattung?
(medienwochw.ch, Mike Meißner & Silke Fürst)
Die Autoren beschäftigen sich mit der Frage, wie man den Journalismus in der Schweiz stärken und seine Unabhängigkeit sicherstellen kann. Wirtschaftlicher Druck stelle die Unabhängigkeit des Journalismus in Frage, Werbekunden würden mit Samthandschuhen angefasst und in der Berichterstattung geschont. Ein Blick ins Arbeitsrecht zeige, dass ein Gesamtarbeitsvertrag, wie es ihn in der Westschweiz und für die SRG gibt, die unabhängige und kritische Berichterstattung stärken kann.

3. Erdogan will sie mit allen Mitteln zum Schweigen bringen
(faz.net, Karen Krüger)
„Recep Tayyip Erdogan sägt jeden ab, der ihm bei seinem Projekt, die Türkei in einen autoritären Staat zu verwandeln, in die Quere kommt. „, so direkt formuliert es Karen Krüger zu Beginn Ihres Artikels. Das Urteil gegen die Journalisten Can Dündar und Erdem sei ein Exempel für das Vorgehen gegen die Pressefreiheit in der Türkei. Wer dem türkischen Präsidenten Paroli biete, hätte keine Rechte.

4. Panama ist auch in Spanien
(taz.de, Reiner Wandler)
Die „taz“ berichtet über einen Fall, der derzeit die spanische Medien beschäftigt und Juan Luis Cebrián, den Chef der spanischen Medienholding Prisa, wild um sich schlagen lasse: Auf Berichte, dass seine Exfrau in den Panama-Papieren erwähnt wird, reagiere Cebrián, zu dessen Unternehmen auch die größte spanische Tageszeitung El País und Cadena Ser, der populärste Radiosender des Landes, gehören, mit Entlassungen und Verboten.

5. Huch, da sitzen ja Menschen
(zeit.de, Eike Kühl)
Auf einem amerikanischen Onlineportal erhebt ein ehemaliger, anonymer Facebook-Mitarbeiter schwere Vorwürfe: Das Netzwerk filtere Meldungen zu Ereignissen und von bestimmten Quellen bewusst aus und beeinflusse somit die Nutzer. Unter anderem sollen Mitarbeiter dafür gesorgt haben, dass Nachrichten über konservative Politiker wie Mitt Romney und Rand Paul nicht als Trend auftauchten, obwohl die Facebook-Nutzer darüber diskutierten.

6. Insolvenz – War wohl NIX
(sueddeutsche.de, Hans Hoff)
Nachdem bereits im März Insolvenzantrag gestellt wurde, stellt Helmut Thomas Fernsehsender „NRW TV“ nun den Sendebetrieb ein. „War wohl NIX“, kommentiert die „SZ“ und spielt damit auf die Marke „NIX TV“ an, mit der Thoma vor allem bei jungen Leuten Punkten wollte.

Parteitag, Teletext, Rugbyfoul

1. Trübe Quellen
(de.ejo-online.eu, Klaus Beck)
Ein Forscherteam ist der Frage nachgegangen, ob und wie Journalisten in fünf europäischen Ländern Social-Media-Informationen praktisch überprüfen. Publizistik- und Kommunikationswissenschaftler Klaus Beck von der Uni Berlin
fasst die Ergebnisse zusammen und weist auf die Existenz spezieller Online-Werkzeuge wie „TinEye“ und „Exif Viewer“ (Quelle, Geschichte und Veränderung von Fotos) sowie „SocialMention“ und „Trackur“ (Social-Media-Suche) hin. Das Fazit des Wissenschaftlers: „Onlinemedien können also bei der Lösung der Probleme helfen, die sie schaffen.“

2. „Die bewachen uns Tag und Nacht auf jedem Schritt“
(deutschlandfunk.de, Jürgen Hanefeld im Gespräch mit Doris Simon)
„Zum ersten Parteitag der Arbeiterpartei seit 36 Jahren hat Nordkorea auch Journalisten aus aller Welt eingeladen. Ernsthaft berichten können sie aber nicht, erzählt ARD-Korrespondent Jürgen Hanefeld aus Pjöngjang. In die Kongresshalle kommen sie nicht, und wenn sie mit Nordkoreanern auf der Straße sprechen, steht ein Aufpasser daneben.“ Jürgen Hanefeld berichtet per Telefonschalte aus Pjöngjang, wo er mit 130 Journalisten aus aller Welt in bewachten Gruppen herumgeführt wird.

3. Wenn Journalisten am eigenen Ast sägen
(medienwoche.ch, Ronnie Grob)
Um an ihrer medialen Wirkung zu feilen, lassen sich manch Schweizer Behördenmitarbeiter von Journalisten schulen und buchen teilweise teure Medientrainings. Ronnie Grob hat einige Medienvertreter gefragt, ob es berufsethisch vertretbar sei, wenn Journalisten neben ihrer Hauptbeschäftigung Staatsangestellte trainieren, damit sie gegenüber den kritischen Fragen der Medien besser dastehen. Der Artikel wartet mit konkreten Fallbeispielen und Zahlen auf und zeigt, wo die Problematik liegt.

4. “Die Teletext-Seite 100 sagt einem, ob die Welt noch steht.”
(get.torial.com, Stefan Mey)
In Diskussionen über Medien geht der antiquiert wirkende „Teletext“ oft unter, dabei würden in Deutschland etwa elf Millionen Menschen täglich Inhalte abrufen, vier Millionen die des Marktführers ARD. Frauke Langguth führt ein zehnköpfiges Team an, das im Schichtbetrieb die Inhalte von ARD-Text erstellt. Im Interview erklärt sie sowohl die Vorteile des Dienstes als auch die Bedrohungslage: „Das Web hat dem Teletext gar nicht so sehr zu schaffen gemacht. Es ist eher der Medienwandel durch Smartphones. Immer mehr Leute haben keinen Fernseher mehr.“

5. Nur in „Österreich“ werfen sich Flüchtlinge vor Autos
(kobuk.at, Gabriele Scherndl)
Das Gratisblatt „Österreich“ behauptet, in Klagenfurt würden sich Flüchtlinge gezielt vor Autos werfen, um anschließend Schmerzensgeld zu fordern. Das von Journalismus-Studierenden betriebene Medienwatchblog „Kobuk“ ist der Sache nachgegangen und hat mit Justiz und Polizei gesprochen. Nach derzeitigem Kenntnisstand stellt sich die Meldung als wilde und reißerische Spekulation dar.

6. Kommentar zur Rugby-Berichterstattung in der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung
(totalrugby.de, Matthias Hase)
Die Sportberichterstattung der „Rhein-Neckar-Zeitung“ sorgt derzeit für Kopfschütteln in der Rugby-Szene. („Wie sehr sich Simbas freuen können, wenn sie weiße Männer fertig gemacht haben, kennt man aus dem Filmklassiker „Die Wildgänse kommen“, in dem Richard Harris und Hardy Krüger verhäckselt werden, Roger Moore und Richard Burton überleben nur knapp.“)
Ein Gastkommentar eines Online-Rugby-Magazins hält dagegen.

Sechs Fäuste für ein Halleluja

Die neue Ausgabe von „Compact“ ist da. Und wie jeden Monat beglückwünschen sich „Compact“-Chef Jürgen Elsässer, Redakteur Marc Dassen und CvD Martin-Müller Mertens auf Youtube gegenseitig zum neuen Heft.

Traditionell geht es dabei zuerst um das wahnsinnig originelle Titelblatt. Dassen meint, das Cover der Mai-Ausgabe zeige „sozusagen eine Christin und ihr sanftes Antlitz sozusagen, ihre Frömmigkeit“, worauf sein Chef Elsässer ergänzt: „Ihre Wehrlosigkeit auch.“

Eine sanfte, fromme, wehrlose Christin also:

Gut, ganz so sanft und wehrlos scheint die Dame allerdings doch nicht zu sein, wenn man sich mal dieses Foto von ihr anschaut:

Und fromm? Nun ja:

Wir wissen nicht, ob die Coverfrau tatsächlich gläubige Christin ist, wie die Redakteure suggerieren. Zweifelsohne aber ist sie ein Modell für Stockfotos, also für relativ günstig zu lizenzierende Fotografien, die auf Vorrat produziert werden. In besonderem Maße authentisch, wie man das von einem Magazin mit dem Slogan „Mut zur Wahrheit“ vielleicht annehmen könnte, ist das Bild jedenfalls nicht.

Aber schlechte Titelbilder sind kein Alleinstellungsmerkmal, also genug der Oberflächlichkeiten. Was liefert die Mai-Ausgabe von „Compact“ inhaltlich?

Es geht um Christenverfolgung. Genauer gesagt: um die „neue“ Christenverfolgung. Wir hatten schon vor zwei Monaten darauf hingewiesen, dass das Thema keineswegs so neu ist, wie „Compact“-Lesern glauben gemacht wird, und eher zu den Dauerbrennern der von dem Magazin so betitelten „Lügenmedien“ gehört.

Nun meint Marc Dassen, Christen würden nicht mehr nur in Syrien verfolgt werden, denn:

Das gleiche sehen wir jetzt auch immer wieder, wenn wir die Medien verfolgen, zum Beispiel in den Flüchtlingsunterkünften, wo also Christen eine Minderheit sind, die sehr stark unter Beschuss ist.

Dass er das Thema selbst aus den Medien kennt, hindert ihn nicht daran, einige Sätze später zu behaupten, man habe „in den Massenmedien nicht so richtig viel darüber gelesen und gehört.“ Ein außerordentlicher Fall von selektiver Wahrnehmung.

Die Wortwahl seines Chefredakteurs Jürgen Elsässer ist eindeutiger:

Die Monopolpresse spricht ja immer über die Islamophobie, dass die Muslime verfolgt werden, aber dass unsere hauptsächliche Glaubensrichtung, das Christentum, auch so stark unter Druck steht, wie wahrscheinlich noch nie in der Geschichte seit dem Mittelalter, das wird natürlich ausgeblendet vom Mainstream.

Was Elsässer ausblendet, wird klar, wenn man sich noch einmal sein offenbar etwas angestaubtes Schulwissen bewusst macht: Das Ende des Mittelalters markiert Luthers Reformation, in Folge derer sich Christen unterschiedlicher Konfession in Europa etwa 200 Jahre lang gegenseitig verfolgten und ermordeten, bis sich mit der Aufklärung langsam die Idee religiöser Toleranz durchsetzte. Elsässer setzt die heutige Situation mit dem Dreißigjährigen Krieg gleich, der verschiedenen Schätzungen zufolge zwischen drei und elf Millionen Todesopfer forderte.

Die Zahlen für eine solche irre Behauptung soll Martin Müller-Mertens und Federico Bischoffs Titelgeschichte liefern. Darin zählen sie zunächst islamistische Terrorakte rund um Ostern auf, darunter die Falschmeldung, dass ein katholischer Priester im Jemen am Karfreitag gekreuzigt worden sei.

Dann sollen Daten den Ernst der Lage untermauern. Jeder zehnte Christ lebe „in Angst vor Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung“ soll der Wiener Präsident der katholischen Organisation „Pro Oriente“ „offenbart“ haben. Mal abgesehen davon, dass nicht nachvollziehbar ist, wie er zu dieser Zahl kommt: Diskriminierung und Ermordung sind derart unterschiedliche Dinge, dass sie getrennt gezählt werden müssten. Wenn Menschen in Angst vor etwas leben, sagt das auch wenig über die reale Bedrohung aus — man könnte sich etwa fürchten, weil man den „Compact“-Artikel zu ernst nimmt, deshalb wird man noch lange nicht tatsächlich verfolgt.

Weiter werden Zahlen des evangelikalen Hilfswerks „Open Doors“ genannt — die sowohl von der evangelischen als auch der katholischen Kirche als unseriös abgelehnt werden, weil sie nicht überprüfbar sind. Der hinsichtlich heimlichen Sympathien mit Islamisten eher unverdächtige Leiter der Auslandsredaktion der Katholischen Nachrichtenagentur, Alexander Brüggemann, hat vor einem halben Jahr in einem Gastbeitrag für die „Zeit“ erklärt, was die Zahlen bedeuten, und kam zu folgendem Schluss:

Die statistische Erfassung des Phänomens ist extrem schwierig.

Selbst die „Compact“-Autoren landen schließlich selbst bei viel kleineren Opferzahlen. 130.000 bis 170.000 christliche „Märtyrer“ sollen es laut der Studie „The Price of Freedom Denied“ pro Jahr sein. „Zahlen, die kein Gehör in der Öffentlichkeit finden“, meinen Müller-Mertens und Bischoff. Zahlen, die sie vermutlich aus der Wikipedia oder dem dort zitierten Artikel aus der „Weltwoche“ haben.

Diese letztgenannten Daten kursieren tatsächlich relativ weit. Problematisch sind sie trotzdem. Der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher, hat sich für die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte mit der Zahl beschäftigt:

Es fällt mir schwer, diese Zahl wegen ihrer weiten Verbreitung zu kritisieren, zumal sie von seriösen Forschern und guten Freunden kommt. Aber als Wissenschaftler habe ich solche Zahlen zu oft vor säkularen Kollegen, Politikern weltweit, dem Deutschen Bundestag oder dem Europäischen Parlament und natürlich Journalisten zu verantworten, als dass unser Institut (das International Institute for Religious Freedom) sie einfach nur übernehmen könnte.

Außerdem wurden sie aus dem Kontext gerissen. Die Autoren von „The Price of Freedom Denied“, die sich das aufgeladene Wort „Märtyrer“ nicht zueigen machen, zitieren nämlich wiederum selbst nur ihre Quelle, das päpstliche Missionswerk „Kirche in Not“. Zudem argumentieren sie in ihrer Studie genau umgekehrt zu Compact:

Grim and Finke argue that it is not religious identity itself that is the force behind much religious conflict, but legal and social restriction of religious freedom. They argue that it is in the most pluralistic and religiously liberal societies that levels of persecution are at their lowest, not in the cultural monopolies of Huntington’s theory.

Die Einschränkung der Religionsfreiheit stehe hinter religiösen Konflikten. Ein Ergebnis, das bei Compact kein Gehör findet.

Dort suggeriert man lieber, dass einzelne Vorfälle der letzten fünf Jahre, über die beispielsweise in der „Welt“ berichtet wurde, Zeichen für eine breite Christenverfolgung seien. Bald könnte es in Europa zugehen wie im Islamischen Staat, so der Tenor.

Ein weiterer Artikel in der aktuellen „Compact“-Ausgabe beschuldigt Papst Franziskus, sich den „Terroristen und Islamisten“ zu unterwerfen. Denn:

So ergriff Papst Franziskus – ausgerechnet am Gründonnerstag, ausgerechnet zwei Tage nach dem Blutbad in Brüssel – die Gelegenheit, in einem Asylheim bei Castelnuovo di Porto einem Dutzend Asylbewerbern in einer pompösen Zeremonie zuerst die Füße zu waschen und diese dann zu küssen.

Es seien „solche Unterwerfungsgesten“, schreibt der Autor, „die das Christentum wehrlos machen. Wenn die eigenen Werte für wichtig und richtig gehalten werden, dürfen sie nicht auf dem Altar einer falsch verstandenen Liberalität geopfert werden.“ In der Bildunterschrift heißt es:

Unterwerfungsgeste: Papst Franziskus wäscht und küsst muslimischen Flüchtlingen die Füße

Dass es durchaus christliche Flüchtlinge sein könnten — an der Fußwaschung nahmen nämlich auch Katholiken aus Nigeria teil — erwähnt „Compact“ freilich nicht (deutet aber immerhin im Artikel an, dass es nicht ausschließlich Muslime waren: „Unter den auf diese Weise verwöhnten waren auch vier Muslime“).

Denn, so viel sollte klar geworden sein, für „Compact“ ist die von den Mainstreammedien angeblich verschwiegene Christenverfolgung bloß ein weiterer Vorwand, um Fremdenfeindlichkeit zu schüren.

Der Rest des Titelthema-Abschnitts besteht dementsprechend aus Warnungen vor dem Islamismus, stets unter der Prämisse, vor diesem würde noch nicht genug gewarnt oder er sei sogar insgeheim gewollt. Auch ein Vorabdruck von Akif Pirinçcis neuesten Ausfällen soll etwas zum Thema beitragen.

Wir wissen nicht, wie es die „Compact“-Redakteure selbst mit der Religion halten. Sollte jedoch im Paradies eine ähnlich strenge Grenzpolitik herrschen, wie das Blatt sie für Europa propagiert, könnte sich die Einreise der Redaktion aufgrund von Verstößen gegen das achte Gebot erheblich verzögern.

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