Archiv für März 18th, 2013

Geheimnisträger, Konklave, Hipster

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „About those 2005 and 2013 photos of the crowds in St. Peter’s Square“
(washingtonpost.com, Emi Kolawole, englisch)
Der im Netz vielgeteilte Vergleich zwischen zwei Fotos von 2005 und 2013 trifft eher nicht, schreibt Emi Kolawole. Das Bild von 2005 wurde während der Zeremonie zur Beisetzung von Papst Johannes Paul II. gemacht – „a very different mood and event type“.

2. „The Times: Exklusive Qatar-Dream-Football-League-Geschichte war exklusiv erfunden“
(jensweinreich.de)
„The Times“ räumt ein, dass die dreiseitige Geschichte zur „Dream Football League“ nicht stimmt. „Es brauchte einen kleinen Shitstorm auf Twitter und wenige hartnäckige Blogger, um die vermeintliche Exklusivgeschichte der Londoner Times als das zu entlarven, was sie ist: Bullshit. Eklatantes Versagen von Journalismus.“

3. „Die Nichtgenanntseinwollenden“
(bundesplatz.blog.nzz.ch, René Zeller)
René Zeller wundert sich über Parlamentarier, die gegenüber Journalisten nicht offen reden wollen. Er will ihnen nun den Kampf ansagen, in dem er sich „eisern an folgende drei Prinzipien“ hält: „1. Wer im Bundeshaus etwas zu sagen hat, soll auch dazu stehen. 2. Ich zitiere keinen Politiker zwischen Anführungs- und Schlusszeichen, der nicht namentlich genannt werden will. 3. Ich bevorzuge Politiker, die akzeptieren, dass wir Journalisten nicht Geheimnisträger, sondern Öffentlichkeitsarbeiter sind.“

4. „‘Schrill': BILD erklärt, was uns Alexander Dobrindt sagen wollte“
(nollendorfblog.de, Johannes Kram)
Was „Bild“ als die „schrillste Hochzeit des Jahres” einstuft – eine Analyse.

5. „Gezeichnete Satire zum Konklave schmäht weder Glaube noch religiöse Überzeugungen“
(mainpost.de, Anton Sahlender)
„Leseranwalt“ Anton Sahlender verteidigt eine satirische Zeichnung zur Papstwahl. Die „Main-Post“ berichte „nicht nur für Katholiken. Und als unabhängiges Medium kann sie sich satirisch oder kritisch mit Religion und Kirche auseinandersetzen.“

6. „Eklat nach Hochzeit: Hipster meinte Ja-Wort nur ironisch“
(kojote-magazin.de, Satire)