„Bild“-Korrekturspalte ein voller Erfolg

Es gibt sie, die guten Nachrichten über „Bild“. Die Korrekturspalte, die „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann am 14. Juli 2006 wieder einführte — fünfeinhalb Jahre, nachdem er sie abgeschafft hatte –, ist ein voller Erfolg.

Seitdem es sie gibt, ist die Zahl der Fehler, die die „Bild“-Redaktion macht, dramatisch zurückgegangen. Das beweist eine exklusive BILDblog-Auswertung der „Bild“-Fehlerkorrekturen, die die Bundesausgabe betreffen. Danach unterläuft „Bild“ aktuell rein rechnerisch nur noch in jeder vierten Ausgabe ein Fehler. Vor einem knappen halben Jahr kamen auf fünf Ausgaben nicht weniger als vier Fehler:

Voraussetzung für diese gute Nachricht ist natürlich die Annahme, dass die „Bild“-Zeitung alle Fehler, die ihr „unterlaufen“, in ihrer Korrekturspalte richtigstellt. „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann hat bei der Wieder-Einführung der Rubrik angekündigt, hier „schnell und unkompliziert“ Fehler zu korrigieren — von vollständig war nicht die Rede. Die Kriterien, nach denen sich Fehler für eine Korrektur in der Korrekturspalte qualifizieren, haben wir auch nach sorgfältiger Analyse nicht genau ergründen können. Nicht korrigiert blieben in den vergangenen Wochen zum Beispiel anatomische Fehler, demoskopische Fehler, mutmaßlich absichtliche Fehler, nachweisbar bösartige Fehler, unwichtige Fehler, astronomische Fehler, unübersichtliche Fehler, unerklärliche Fehler, peinliche Fehler, Flüchtigkeits-Fehler, Angeber-Fehler, wissenschaftliche Fehler und die üblichen Fehler. So gesehen könnte man die obige Statistik natürlich auch ganz anders interpretieren. Dann wär’s aber keine gute Nachricht mehr.

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