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Meine Stadt, mein Bezirk, mein Blog
(zitty.de, Ulf Lippitz)
Es scheint, als gäbe es keinen urbanen Flecken zwischen San Francisco und Sydney, der nicht von Bloggern beschrieben wird. Die mitteilungsbedürftigen Internet-Autoren haben in den letzten Jahren mit launigen Texten das kollektive Bewusstsein erobert. Sind sie die Vorhut eines neuen demokratischen Graswurzel-Journalismus, der radikal-subjektiv ist?

Faule Berliner Äpfel
(werbewoche.ch, Oliver Classen)
Pressesprecher sind wie Werber, nur gefährlicher: An Kongressen pflegen sie ihre Profilneurosen und produzieren reichlich Warmluft. Eine Lektion in praktischer Medienökologie.

Große Penetranz – Fragwürdige Kooperation bei „Wetten dass..?“
(ndr.de, Video)
„Wetten dass..?“ ist eine Sendung der Superlative: supererfolgreich und superteuer. Das ZDF rühmt sich zu Recht, europaweit die erfolgreichste Unterhaltungssendung zu präsentieren. Doch es gibt auch Kritiker: Das Erfolgsformat verkomme immer häufiger zu einer nervigen Dauerwerbesendung.

Greis im Spiel
(taz.de, Michael Braun)
Was erwartet die deutschen Zuschauer, wenn Silvio Berlusconi tatsächlich ProSiebenSat.1 kauft? Moderierende Rentner und Frauen als Dekolleté-Element prägen seine italienischen Programme.

Wie Web 2.0 die Reisebranche verändert
(faz.net, Jakob Strobel y Serra)
Was ist nun mit Herbert? Ist er ein Genie oder ein Scharlatan? Rührt er wirklich die beste Sangría Mallorcas an oder nur eine mittelmäßige? Und ist die Bedienung in seiner Kneipe arrogant und pampig oder aufmerksam und charmant? Ewige Fragen, um die im Internet ein wilder Disput ausgebrochen ist.

Sind „Tagesthemen“-Moderatoren eigentlich Journalisten?
(blog.handelsblatt.de)
Die „Tagesthemen“ haben sich anscheinend der Aufklärung über das moderne Internet verschrieben. Schade, dass dabei schlecht recherchierte Beiträge (youtube.com) mit der intellektuellen Tiefe eines „Taff“-Filmchens entstehen.