Irgendwem ist irgendwas mit Schlangen passiert

Bei „Bild“ haben sie wieder „Stille Post“ gespielt.

Gerade einmal 14 Zeilen ist der Artikel lang. Er trägt die Überschrift „Mutiger Ami würgt Würgeschlange!“, steht heute auf der letzten Seite und geht in voller Länge so:

Er wollte die Zierfische vor einem vier Meter langen Python retten… Tim Monahan aus Florida (USA) sah im Gartenteich seines Nachbarn eine Schlange. Er stürzte sich ins Wasser, wollte sie herauszerren. Der Python biß ihm in die Hand — und fraß ein paar Fische. Monahan suchte das Weite.

Nach Berichten verschiedener Lokalmedien (es war sogar eine Kamera dabei) ist festzuhalten:

Der Mann heißt nicht Tim Monahan, sondern Tim Callahan.

Der Python ist nicht vier Meter lang, sondern drei Meter (10 Fuß).

Der Python biss nicht erst ihn und dann ein paar Fische. Trotz ihrer Gegenwehr landete die Schlange in einem Kopfkissenbezug und später in einem Käfig.

Entsprechend musste auch „Monahan“/Callahan nicht das Weite suchen, im Gegenteil.

(Die eigentlich interessante Geschichte, dass ausgesetzte Riesenschlangen den Behörden in Florida zunehmend Sorgen machen, oder der nicht ganz unwichtige Hinweis, dass Pythons ungiftig sind und normalerweise auch keine Fische fressen, stehen natürlich ohnehin nicht in „Bild“.)