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Die 15 „größten Computer-Lügen made in Hollywood“ enthüllt Bild.de aktuell — gemeint sind Filmszenen, in denen Computertechnik eine Rolle spielt, die es in dieser Form aber gar nicht gibt. Die erste „Lüge“ lautet so:

Wird eine Datei von der Festplatte gelöscht, verschwindet sie auch vom Monitor. Zumindest bei Jack Ryan (Harrison Ford) im Thriller „Das Kartell“. Doch wo bleibt da die Nachfrage des Computers „Möchten Sie das Dokument wirklich in den Papierkorb verschieben?“

Nun ja: Diese Nachfrage kann man nicht nur in Hollywood, sondern auch in Bottrop, Unterföhring und Babelsberg ganz leicht abschalten.

Das ist aber auch gar nicht die Computer-„Lüge“, die sich in „Das Kartell“ (Originaltitel: „Clear and Present Danger“) findet: Dort verschwindet die Anzeige des Inhalts einer Datei, weil jemand die Datei löscht. Das geschieht beim Durchschnittscomputer im wahren Leben nicht (und hat nichts mit dem Papierkorb zu tun). Und wie kommt Bild.de auf den Unsinn? Durch falsches Übersetzen. Offenbar stammt die „Lüge“ von dieser Liste, in der es heißt:

If you display a file on the screen and someone deletes the file, it also disappears from the screen (e.g. Clear and Present Danger).

Danke an Johannes B. für den Hinweis!