Interview-Lehrstück, Vergessene Nachrichten, Helene Fischer

1. Wie sich Trumps Beraterin um Kopf und Kragen redet
(faz.net, Stefan Tomik)
Bekanntermaßen hat es Donald Trump nicht so mit dem amerikanischen Sender „CNN“, der bei ihm nur unter „Fakenews“ rangiert. Nun hat der Sender seine Beraterin Kellyanne Conway interviewt, die sich dabei um Kopf und Kragen redete: Ihr blieb im Verlauf des Gesprächs nichts anderes übrig, als Fehler einzugestehen, um Entschuldigung zu bitten und ihrem Chef zu widersprechen. Stefan Tomik hat das Interview in der „FAZ“ gründlich seziert und ausführlich kommentiert. „Dieses Interview ist nicht nur ein Lehrstück in Sachen Fernsehjournalismus. Es offenbart in kondensierter Form, wie wild das Weiße Haus mit Anschuldigungen gegen „die Medien“ um sich schlägt, diese teilweise zurücknimmt und dann wieder anders gemeint haben will. Jeder kann sehen, wie Trumps Beraterin den unangenehmen Fragen immer wieder auszuweichen versucht. Inhaltlich hat sie nichts anzubieten.“

2. Top Ten der vergessenen Nachrichten 2017
(derblindefleck.de)
Welches sind die zehn „Vergessenen Nachrichten 2017“? Welche Themen sind in den Medien untergegangen oder kamen gar nicht vor? Die „Initiative Nachrichtenaufklärung“ gibt die Top Ten jedes Jahr heraus – zusammen mit der Nachrichtenredaktion des DLF. Auf der Webseite werden alle zehn Themen mitsamt Begründung präsentiert. Zumindest zu einem der Themen gibt es bereits ein Echo. Der Experte für Verteidigungs- und Sicherheitspolitik Thomas Wiegold hat sich auf seinem Blog geäußert: „Vergessene Nachrichten“ über Bundeswehr-Einsätze: Ein paar Fakten

3. Die AfD kneift…
(blog.wdr.de)
Der „WDR“ will mit allen zur Wahl antretenden Parteien sprechen. Doch die Interview-Vorbereitungen gestalten sich als nicht einfach. Für viele kleine Parteien ist es offenbar noch zu früh, sich verbindlich festzulegen. Immerhin hätten alle bislang erreichten Parteien ihr Interesse signalisiert und würden mitmachen. Bis auf die AfD, die unter Angabe reichlich seltsamer Gründe abgesagt hat.

4. Nur eine der 50 größten deutschen Digitalagenturen ist auf Snapchat aktiv
(horizont.net, Marco Saal)
In einer neuen Studie wurden die Social-Media-Aktivitäten der 50 größten deutschen Digitalagenturen untersucht, die viel Geld damit verdienen, Online- und Social-Media-Strategien für andere zu entwerfen. Wie sich herausstellt, bleiben die Spezialdienstleister, was ihre eigenen Auftritte im Social Web anbelangt …nunja… etwas unterhalb ihrer Möglichkeiten.

5. Warum wir #D17 starten
(blog.zeit.de, Jochen Wegner)
„Zeit Online“ startet mit „D17“ ein neues übergreifendes Ressort, für das die gesamte Redaktion arbeitet. Im Jahr der Bundestagswahl will man darin Deutschland Deutschland erklären. „Zeit-Online“-Chef Jochen Wegner: „Wir werden nicht auf Wahlprognosen starren, sondern uns da aufsuchen, wo wir nun einmal sind, in Bretten etwa, Calw, Oberscheld und Wismar. In mehreren Serien nähern wir uns Deutschland von seinen vielen Seiten und versuchen, es noch einmal ganz von vorne zu verstehen.“

6. Helene Fischer ist gar kein Star – sagt Chefredakteur, der gar kein Journalist ist
(uebermedien.de, Mats Schönauer)
Sven-Christian Güthlein, Chef des Klatschblatt-Verlages SCG, hat Helene Fischer einen „ganz persönlichen Brief“ geschrieben,in dem er ihr den Starstatus aberkennt. Und das ist ein wenig lustig wie der Spezialist für Regenbogenerzeugnisse Mats Schönauer findet.