Was „Bild“ korrigiert und was nicht

Seit kurzer Zeit hat die „Bild am Sonntag“ auf ihrer Leserbriefseite eine Rubrik namens „Korrekturen“. Das ist eine feine Sache. Hier stellte die Redaktion in der vorletzen Ausgabe richtig, dass der nächste Harry-Potter-Film nicht „… und der Zauberkelch“ heißen wird, sondern „… und der Feuerkelch“, und ergänzte einen fehlenden Absatz mit Tips für Excel.

Auch am vergangenen Sonntag gab es Dinge zu korrigieren. Zum Beispiel hatte die „BamS“ über einen vermeintlichen neuen Schleichwerbe-Skandal im österreichischen „Tatort“ berichtet: Eine Angelfirma sei verbotenerweise ins Bild gerückt worden. Leider schrieb die „BamS“ den Namen des Mitarbeiters der Angelfirma falsch, mit dem sie angeblich gesprochen hatte, und machte aus „David Haml“ einen „Hammel“. Vor allem aber sagte dieser Herr Haml hinterher der „taz“, dass er gegenüber der „BamS“ keineswegs „freimütig eingeräumt“ habe, Geld an die Produktionsfirma gezahlt zu haben. Im Gegenteil: Es sei „kein Geld geflossen“. Das bestätigen auch die Produktionsfirma und der ORF. Herr Haml wolle gegen die „BamS“ vorgehen.

Gut, das ist vielleicht nicht nötig: Die „BamS“ hat ja die Rubrik „Korrekturen“. — Nur leider fand sich darin für Herrn Hammel Haml kein Platz, weil stattdessen dieser schlimme Fehler berichtigt werden wollte: