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„Bild“ in die Tonne

Am Donnerstag will der Axel-Springer-Verlag mal wieder eine Gratisausgabe der „Bild“-Zeitung ungefragt „an alle Haushalte in Deutschland“ verteilen. Anlass ist dieses Mal „das 25. Jubiläum der Deutschen Einheit“, wie es in einer Broschüre für Werbekunden (PDF, Update: Inzwischen wurde die Folie zur Gratis-„Bild“ aus der verlinkten Datei entfernt) heißt:

Für Widersprüche wie in den vergangenen Jahren ist es jetzt zu spät (wenige Tage vorher behauptet der Verlag immer, die Widersprüche könnten aus logistischen Gründen nicht mehr beachtet werden; schlauerweise hat er die Aktion bis heute nur seinen Werbekunden angekündigt und tut auf Anfrage so, als wisse er selbst noch gar nichts von einer Gratis-„Bild“), aber zum Einen gibt es ja noch ein paar schöne Anti-„Bild“-Briefkasten-Sticker zum Selberausdrucken. Oder aber: Sie tun mit dem Gratisexemplar noch etwas Gutes für Flüchtlinge — indem Sie es ungelesen wegschmeißen.

Denn hiermit präsentieren wir Ihnen die Gratis-„Bild“-Müll-Upcycling-Aktion: #BILDindieTonne.

So geht’s: Zerknüllen Sie am Donnerstag Ihre ungelesene Gratis-„Bild“ und werfen Sie sie direkt in den Mülleimer. Machen Sie ein Foto davon und posten Sie es bei Facebook (als Kommentar zu diesem Post) oder Twitter (mit dem Hashtag #BILDindieTonne) oder schicken es uns per E-Mail (BILDindieTonne@bildblog.de). Für jedes Foto, das uns so erreicht, besorgen wir ein Exemplar eines Deutsch-Lernhefts für Asylbewerber. Das Lehrmaterial stellen wir dann Deutschkursen in Flüchtlingsunterkünften zur Verfügung.

Übrigens wird „Bild“ mit der Sonderausgabe nicht nur 25 Jahre Deutsche Einheit, sondern vor allem natürlich sich selbst feiern. Und Einnahmen bringt die riesige Eigen-PR-Kampagne auch: Eine ganzseitige Anzeige kostet Werbekunden 4,2 Millionen Euro.

(Da unsere finanziellen Mittel etwas begrenzter sind, können wir vorerst maximal 1.000 Flüchtlinge mit Lernheften versorgen. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, finden Sie hier alle Infos. Sollten wir am Donnerstag mehr Fotos bekommen, werden wir versuchen, Sponsoren für weitere Exemplare (Preis pro Deutsch-Lernheft: circa 5 Euro) zu gewinnen.)