Germany’s next Missverständnis

Die „Berliner Morgenpost“ weiß Neuigkeiten über Pro Sieben:

Der Privatsender hat Verona Pooth als Jurymitglied für die nächste Staffel von „Germany’s Next Topmodel“ von Heidi Klum eingekauft, die ab Juni laufen soll. Neben ihr sollen DJ Bobo und Comedian Elton darüber fachsimpeln, welches Mädchen als neues „Topmodel“ die Europatournee Bobos im kommenden Jahr begleiten darf.

Interessanterweise findet sich diese erfreuliche Nachricht (noch) nicht auf der Homepage des Münchener Senders. Wohl aber mehrere Artikel zu den aktuellen Krisen um die Pooths. Etwa Ausführungen zu „Verona Pooth im Visier der Steuerfahnder“ oder „Verona Pooth trinkt Kaffee mit Steuerfahndern“. Vielleicht will Pro7 auf Nummer Sicher gehen – und den Ausgang der Ermittlungen abwarten, bevor es seine Show offiziell mit Glamourgirl Verona bewirbt.

Bei der „Mopo“ herrscht lesbares Erstaunen: Da hatte also Pro Sieben einen spektakulären Personaleinkauf vorgenommen und ihn gleichwohl verschwiegen — zumindest auf der sendereigenen Homepage. Dabei sind Verona, Elton und Bobo als Topmodel-Jury doch ein echter Kracher!

Es kann also, Möglichkeit eins, nur so sein, wie die „MoPo“ vermutet: dass Pro Sieben seinen Coup schon unter Dach und Fach gebracht hat und mit der Bekanntgabe so lange warten will, bis Verona Pooth auch juristisch wieder unbedenklich ist.

Es könnte aber auch, Möglichkeit zwei, so sein, dass die „MoPo“-Kollegen die Pressemitteilung von Pro Sieben hoffnungslos falsch gelesen haben. Dort nämlich heißt es:

Der Traum von der ganz großen Bühne? Bei „Germany’s next Showstars“ wird er wahr! (…) Im Frühjahr 2010 geht der erfolgreiche Schweizer World Music Award-Gewinner [DJ Bobo] mit seinem Ensemble wieder auf Europa-Tour und sucht dafür gemeinsam mit Verona Pooth und Elton nach einer neuen, außergewöhnlichen Performance.

Um Heidi Klum muss sich also vorerst niemand Sorgen machen. Nicht mal die „MoPo“.

Mit Dank an Lisa A.

Nachtrag, 22:40 Uhr: Weil eine Korrektur vermutlich zu aufwendig gewesen wäre, hat die „Morgenpost“ den Artikel einfach offline genommen