Gerd Bacher, Glyphosat, BND

1. „Die Klage gegen den BND“
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Reporter ohne Grenzen verklagen den Bundesnachrichtendienst aufgrund einer unverhältnismäßigen Überwachungspraxis wegen „Verletzung des Fernmeldegeheimnisses“: „Angesichts dieser Überwachung sehen wir den Informantenschutz für Journalisten nicht mehr garantiert und die freie Berichterstattung in Deutschland bedroht. Den Medien ist es nicht mehr ausreichend möglich, ihrer Rolle als vierte Gewalt in einer demokratischen Gesellschaft nachzukommen.“

2. „Offener Brief“
(stallbesuch.de)
Ein Offener Brief zur Berichterstattung der Medien über die Medienmitteilung „Wahrscheinlich krebserregendes Pflanzengift: Glyphosat in Muttermilch“ (gruene-bundestag.de): „Wir appellieren nachdrücklich an alle Medienvertreter, gerade Verlautbarungen von Interessengruppen und Parteien stets einer kritischen Prüfung zu unterziehen.“

3. „Am Boden“
(freitag.de, Karsten Krampitz)
Karsten Krampitz, ehemaliger Redakteur des „Strassenfeger“, schreibt über die Auseinandersetzungen innerhalb des Magazins: „‚Betrugsversuche und aggressives Betteln‘ sollen jetzt geahndet werden. Tatsächlich. Warum eigentlich nicht beim ‚Chefredakteur‘? Andreas Düllick bettelt doch in jeder Ausgabe. Unter seiner Ägide findet sich auf der Rückseite des Strassenfegers seit vielen Jahren ein auszufüllender Spendencoupon. Wofür genau das Geld gebraucht wird, erfährt der Leser nicht.“

4. „Der graue Leitwolf hat uns verlassen“
(diepresse.com, Rainer Nowak)
Ein Nachruf auf Gerd Bacher, „den wichtigsten Medienmann Österreichs“: „Den ORF hatte er de facto im Alleingang erfunden, aufgestellt und mit Leben erfüllt. Was heute öffentlich-rechtlich genannt wird, geht auf sein Konto. Was heute die Politik nicht versteht und daher unterbinden will, ist das Erbe Bachers. (…) Bacher war ein deklarierter Gegner und Kritiker der Boulevardisierung der Medien, er kämpfte ein hartes Match mit Hans Dichand und der ‚Krone‘. Deren Berichterstattung erkannte er als Gefahr für die Redlichkeit und die Kultur im Lande.“

5. „Die Heucheleien der Internet-Journalisten“
(medium.com, Quinn Norton, 24. Juni)
Quinn Norton reflektiert Möglichkeiten der Überwachung und Meinungsbildung. Eine Übersetzung von „The Hypocrisy of the Internet Journalist“: „Ich könnte die Werbebotschaften, und oft sogar die Inhalte, die du siehst, so zusammenstellen, dass ich damit langsam, aber sicher und zuverlässig deine Sicht auf die Welt verändern könnte. Ich könnte dich mit den tausenden oder Millionen gezielten Botschaften und Inhalten in eine bestimmte Richtung stoßen und dich verändern — in winzigen Schritten, wieder und wieder und immer wieder. Ich könnte Testsysteme, die deinen Geschmack verändern sollen, automatisch gegeneinander testen, ein A/B-Test für die Veränderung deines Geschmacks über die Zeit hinweg, das Ganze dann wiederholen und somit eine immer perfektere Maschine zur Meinungsbildung erschaffen. Aber ich bin gegangen, bevor all das wirklich gut wurde.“

6. „Greek Bailout Fund“
(indiegogo.com, englisch)