Bassem Youssef, Charlotte Wiedemann, T-online

1. „T-online & Co.: die unterschätzte Macht der Mail-Medien“
(get.torial.com/blog, Stefan Mey)
Stefan Mey kann nicht verstehen, warum in der öffentlichen Diskussion über publizistische Kräfte die Medien von E-Mail-Anbietern nicht thematisiert werden: „T-online erreicht die Hälfte aller deutschen Internet-Nutzer*innen, und auch Web.de und Gmx lassen in puncto Nutzungs-Zahlen viele anerkannte, journalistische Marken alt aussehen. Auf den bunten Portalen finden Klatsch und Ratgeber-Inhalte Platz, hier werden aber auch die großen, ideologischen Themen der Politik verhandelt: der Griechenland-Streit, die Ukraine-Krise und der Bahn-Streik. Für viele Menschen liefern sie die täglichen Informationen über Politik und Gesellschaft.“

2. „Fauxpas von 20 Minuten: joiz-Redakteurin Ivona in Artikel über Zuwanderungsängste“
(joiz.ch, Ivona Domazet)
Ivona Domazet, „Tochter zweier vor 30 Jahren in die Schweiz eingewanderten Kroaten“, sieht ein Foto von sich in „20 Minuten“ unter dem Titel „Junge sehen Einwanderung als grösstes Problem“: „Gerade bei einem so ernsten politischen Thema müsste sich euer zuständige Bildredakteur eventuell zwei Mal fragen, ob das random Bild, was er ausgesucht hat, auch wirklich passt. Und ob er nicht vielleicht doch ein neutrales Symbolbild einer Stock-Agentur verwenden will.“

3. „ARD und der Dokumentarfilm: Versprechen zahlt sich nicht aus“
(agdok.de)
Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. beklagt einen Abbau dokumentarischer Sendungen im ARD-Programm zugunsten von Fiktion und Talk-Formaten.

4. „‚Humor ist die Waffe gegen Angst'“
(tagesanzeiger.ch, Constantin Seibt)
Ein Interview mit Bassem Youssef: „Seit 15 Jahren floriert Satire über Nachrichtensendungen. Und der Grund ist, dass News, vor allem TV-News, sich verändert haben: Sie laufen im 24-Stunden-Betrieb. 24 Stunden, die man mit irgend­etwas füllen muss. Kein Wunder, füllt man sie mit Sensationen und Unfug. Und damit verwandeln sich Journalisten in Entertainer – und damit automatisch in die eigene Parodie.“

5. „Was verstehen Sie unter ‚weißem‘ Schreiben?“
(deutschlandradiokultur.de, Matthias Hanselmann, Audio, 36:12 Minuten)
Charlotte Wiedemann blickt zurück auf ihre bisherige journalistische Karriere und spricht über den „holzschnittartigen Blick auf fremde Länder“ in der Auslandsberichterstattung.

6. „Blogger Relations Bullshit Bingo“
(twitter.com/Kirschvogel)