Sexfrust, Polizeimeldungen, Heftig.co

1. „Bild: Aus Sexfrust zum Jihad“
(hogymag.wordpress.com, almasala)
Der Bild.de-Artikel „Aus Sex-Frust in den Dschihad?“: „Wie ein Bauchredner legt ‚Bild‘ ihren Puppen Khan und Karmani verdrehte Aussagen in den Mund und müssen für die Drecksarbeit für ‚Bild‘ herhalten: muslimische Elternhäuser als hinterwäldlerisch, starrsinnig und autoritär hinzustellen, dass deren Söhne mit martialischem Macho-Gehabe und aus lauter sexuellen Frust zu Terroristen werden. Gleichzeitig stehen Khan und Karmani wie Idioten da, denen ‚Bild‘ dümmliche Erklärungen für die Radikalisierung junger Muslime unterschob.“

2. „Warum verschweigen Medien oft die Herkunft von Straftätern?“
(badische-zeitung.de, Karl Heidegger)
Karl Heidegger schreibt zum Umgang der Medien mit der Nationalität von Straftätern: „Anderswo sind die Vorgaben für die Medienbranche weitaus laxer als in Deutschland – es werden vielfach mehr Details über Täter und auch Opfer veröffentlicht. In den Vereinigten Staaten trägt der Trend zur Transparenz bisweilen bizarre Züge. In vielen US-Bundesstaaten werden die Polizeibilder (‚Mugshots‘) von Festgenommen ins Netz gestellt, ergänzt mit allen persönlichen Angaben.“

3. „Durch Verschweigen lösen sich die Probleme nicht“
(tagesanzeiger.ch, Stefan Hohler)
Polizeireporter Stefan Hohler antwortet auf einen Vorschlag, der die Polizei dazu verpflichten will, „die Nationalität auch bei Nachfragen von Journalisten“ nicht herauszugeben: „Für die beiden Postulanten ist einzig die Schwere eines Delikts massgebend und nicht die Herkunft der Täterin oder des Täters. Die Nationalität liefere ­keinerlei Erkenntnisgewinn und verführe nur zu ­unzulässigen Verallgemeinerungen. Wenn dem so ist, müssten die Postulanten konsequenterweise auch die Forderung stellen, auf die Nennung von ­Geschlecht und Alter von Tätern zu verzichten.“

4. „‚Wie wir schreiben, geht eine Richterin nichts an'“
(drehscheibe.org, Stefan Wirner)
„Nordkurier“-Chefredakteur Lutz Schumacher spricht über die Auseinandersetzung bezüglich des „Rabauken-Jägers“: „Wenn bei so einer Banalität bereits Staatsanwälte und Richter gegen Journalisten vorgehen, was ist denn dann, wenn es wirklich einmal um etwas geht?“

5. „Hermann Petz: ‚Es gibt Qualitätsjournalismus nur mit bedrucktem Papier'“
(derstandard.at, Harald Fidler)
Ein Interview mit Hermann Petz, Autor des Buchs „Die Zeitung ist tot? Es lebe die Zeitung!“: „Zum Begriff des Qualitätsjournalismus gehört eben auch, dass er sich durch seine eigene Qualität refinanziert – in Vertrieb und Anzeigengeschäft. Und das funktioniert nur in Print. Oder kennen Sie dazu ein Gegenbeispiel aus Online, Radio oder TV?“

6. „‚Medienhaus ohne Journalismus – ja, das geht!'“
(meedia.de, Thomas Huber)
Thomas Huber, bezahlt für die Öffentlichkeitsarbeit von Heftig.co, preist das Portal: „Die Fans suchen das Bedeutungsvolle in der Informationsflut. Sie sind sehr neugierig darauf, wie es anderen echten Menschen in vergleichbaren Lebenssituationen ergeht und wie sie ihre Probleme und Krisen bewältigen. (…) Hinter einem Klick bei heftig.co lauert kein potemkisches Dorf, sondern eine offenbar sehr relevante Information.“