Astro TV, Stinkefinger, Rößner

1. „BILD fragt – ich auch.“
(tabea-roessner.de)
Bundestags-Mitglied Tabea Rößner antwortet auf eine „Bild“-Anfrage.

2. „Video und Wahrheit“
(tagesanzeiger.ch, Philipp Loser)
Philipp Loser kommentiert die Debatte um den Mittelfinger von Yanis Varoufakis: „Dass ‚Bild‘ die Griechen Tag für Tag verhöhnt, ist noch irgendwie nachvollziehbar: Es ist die ‚Bild‘, es ist Boulevard, es ist schmierig und gemein. Wenn aber ein Moderator wie Günther Jauch auf einem öffentlich-rechtlichen Sender eine hochkomplexe Debatte auf einen Mittelfinger reduziert, ist das ein tragischer Beweis, wie weit die Dege­ne­ra­ti­on der Medienöffentlichkeit schon fortgeschritten ist.“

3. „Der Stinkephallus“
(fembio.org, Luise F. Pusch)
Luise F. Pusch hält die „öbszöne und sexistische“ Geste des Stinkefingers für „sowohl anal als auch genital aufgeladen“: „In unserer Herrenkultur ist Feminisierung für den Mann die ultimative Beleidigung. Ein Mann, dem der ‚Stinkefinger‘ gezeigt wird, wird dadurch zur Frau und zum Sexualobjekt des Aggressors degradiert. Die gleichzeitige Androhung der Vergewaltigung ist ebenfalls extrem aggressiv, aber nicht der Kern der Demütigung. Die Beleidigung funktioniert so nur in einer sexistischen Gesellschaft, in der der Mann der Herr und die Frau zweit- bis letztrangig ist. Kein Mann möchte per ‚Stinkefinger‘ zur Frau ‚reduziert werden‘.“

4. „Warum wir aus #varoufake nichts lernen werden“
(notes.computernotizen.de, Torsten)
Torsten glaubt nicht, dass „wir als Ganzes — als Individuen, die sich zu Timelines organisieren“ – etwas aus der Debatte lernen werden: „Obwohl sich alle einig sind, dass der Finger ein Nicht-Thema ist, scheint die Debatte nur noch um ihn zu kreisen.“ Siehe dazu auch „Der Böhmermann unter den Finsternis-Fotos: Dieses Bild narrt die Welt – schon seit 2009“ (watson.ch).

5. „Die Sinn-Gewinnler“
(zeit.de, Antje Hildebrandt)
Der TV-Sender Astro TV: „Wenn es stimmt, was diese Informanten sagen, dann praktiziert Astro-TV in seinen Call-in-Sendungen dieselben Methoden, die einst dem Verkaufssender Neun Live zum Verhängnis geworden sind: Nach der Gewinnspielsatzung, die auch für einen Sender wie Astro-TV gilt, muss ein Zufallsgenerator nach einem bestimmten Algorithmus jeweils den x-ten Anruf aussuchen, der dann durchgestellt wird. Glaubt man den Mitarbeitern, dann ignorieren die Moderatoren diesen Zufallsgenerator nicht nur konsequent, um die Zahl der Anrufe in der Warteschleife zu erhöhen.“

6. „In einer Welt zwischen Wille und Vorstellung…“
(wahrheitueberwahrheit.blogspot.de)