Spiegel, Grusel-Foto, Kurt Imhof

1. „Warum ich die Bild-Zeitung komplett ignoriere (und Du das auch tun solltest)“
(lampiongarten.wordpress.com, Sebastian Baumer)
Sebastian Baumer rät dazu, „Bild“ vollständig zu ignorieren: „Es ist ja auch leicht und irgendwie befriedigend, sich über Kais Zeitung aufzuregen. Man steht damit automatisch auf der richtigen moralischen Seite, man kann sich fast immer des sehr klaren Zuspruchs seiner Kontakte und einiger Likes und Favs sicher sein und wer will schon keinen Zuspruch, Likes und Favs? Viel schwerer ist es, die Zeitung links liegen zu lassen, vor allem dann, wenn wieder mal der halbe Netzbekanntenkreis darüber spricht. Besser wäre es aber in jedem Fall, sie vollständig zu ignorieren, ihre Botschaften nicht weiterzutragen, sie nicht zu verlinken und sie einfach rumplärren zu lassen wie ein trotziges Kind.“

2. „Zu Schnibbens (‚Spiegel‘) Medien-Tsunami: Lokalzeitungen können überleben – nur wie?“
(journalismus-handbuch.de, Paul-Josef Raue)
Paul-Josef Raue antwortet auf den Blogbeitrag „Warum wir in Lesern mehr sehen sollten als zahlende Kunden“ (spiegel.de, Cordt Schnibben): „Bravo! sollten wir Cordt Schnibben zurufen. Endlich! sollten wir hinzufügen. Endlich eröffnet einer, dessen Stimme Gewicht hat, eine tiefe Debatte über die Zukunft der seriösen Medien.“

3. „Oh, My!“
(medium.com, Jeff Jarvis, englisch)
Jeff Jarvis liest die die aktuelle „Spiegel“-Titelgeschichte „Das Morgen-Land“: „It is nothing less than prewar propaganda, trying to stir up a populace against a boogeyman enemy in hopes of goading politicians to action to stop these people.“

4. „GreWi erklärt das ‚Grusel-Foto‘ von Hampton Court“
(grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de, AM)
Zum Bild.de-Artikel „Der Grusel-Foto-Beweis: Es spukt im
englischen Königsschloss“ schreibt „Grenzwissenschaft aktuell“, es handle sich dabei „um einen bekannten Effekt der fälschlichen bzw. zufällig-unbeabsichtigten Anwendung der Panorama-Funktion von Mobilfunkkameras: Bleibt der Hintergrund konstant so kann ein sich davor bewegender Gegenstand oder eine Person auf bizarrste Weise deformiert, gestaucht, gestreckt und gerade neu zusammengefügt werden.“

5. „Der beste Freund und treuste Fan, den man sich wünschen kann“
(watson.ch, Maurice Thiriet)
Maurice Thiriet erinnert an den gestern verstorbenen Kurt Imhof, der den Schweizer Journalismus mit einer jährlichen Qualitätsanalyse überprüft hatte: „Wir von Kurt Imhof so scharf kritisierten Journalisten haben bis heute nicht begriffen, dass unser schärfster Kritiker eigentlich unser bester Freund und treuster Fan war.“

6. „Der Vertrauensbruch“
(taz.de, Jan Feddersen)
Jan Feddersen schreibt über das Sicherheitsgefühl in der „taz“-Redaktion, in der es mancherorts „wie in einer WG der siebziger Jahre“ aussieht.