RTL, NDB, Lügenpresse

1. „Die verlorene Ehre der Massenmedien“
(tageswoche.ch, Matthias Oppliger und Thom Nagy)
Medienhäuser und ihre Journalisten rücken aus Sicht des Publikums „in gefährliche Nähe zu den manipulativen Eliten“, schreiben Matthias Oppliger und Thom Nagy in einem langen Text zur Vertrauenskrise der Medien: „Sie werden von einem wachsenden Teil der Öffentlichkeit als bewusst handelnde, aktive und ähnlich interessengesteuerte Täter wie etwa Politiker wahrgenommen.“

2. „Pegida und die ‚Lügenpresse‘ – ein Begriff und seine Geschichte“
(buggisch.wordpress.com)
Christian Buggisch geht dem Begriff der „Lügenpresse“ nach: „In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde mit ‚Lügenpresse‘ insbesondere die ausländische, als marxistisch und jüdisch geltende Presse diffamiert. Mit dem Kampfbegriff wurden die Publikationen der linken und ausländischen Zeitungen pauschal als ‚undeutsch‘ und ‚vaterlandslos‘ verurteilt.“

3. „RTL inkognito bei Pegida: So gefährdet man Glaubwürdigkeit“
(daserste.ndr.de/panorama, Volker Steinhoff)
Ein RTL-Reporter, der früher im Dienste des NDR stand, gibt dem NDR-Magazin „Panorama“ an einer Pegida-Demonstration als Bürger Auskunft. „Seine Aussagen geben weder seine Meinung noch die von RTL wieder“, vermeldet RTL zunächst, und entlässt ihn kurz darauf. Siehe dazu auch „Hallo RTL, bitte unbedingt schneiden!“ (taz.de, Deniz Yücel).

4. „Wenn Medien in den Krieg ziehen“
(infosperber.ch, Roman Berger)
Im Westen müsse man wissen, dass sich in Russland „Widerstand gegen die vom Kreml gesteuerte Kriegspropaganda“ rege, schreibt Roman Berger. „Auch ist die Vorstellung falsch, in Russland herrsche nur eine vom Regime trockengelegte Medienwüste. Den immer noch existierenden Oasen von Glasnost am besten geholfen wäre, wenn die westlichen Medien selber auf eine neue Kalte-Kriegs-Rhetorik verzichten und damit zu einer Deeskalation beitragen würden.“

5. „Presserat weist Beschwerde gegen WOZ ab“
(tagesanzeiger.ch)
Der Schweizer Geheimdienst NDB beschwert sich beim Schweizer Presserat, weil die „WOZ“ ihren Chef, Markus Seiler, ausspioniert hatte und „ihm unter anderem mit einem Auto auf seinem Weg zur Arbeit gefolgt“ war. Die Beschwerde wird abgewiesen, siehe dazu die „Stellungnahme des Presserats vom 10. Dezember 2014“.

6. „2014: Das Jahr in 12 Anfragen“
(blog.fragdenstaat.de)