Leistungsschutzrechtsaufhebungs­gesetz, Passauer Neue Presse, Correctiv

1. „…wer ist eigentlich Auftraggeber dieses Kommentars?“
(regensburg-digital.de, Martin Oswald)
Martin Oswald beschäftigt sich mit der Journalismuskritik: „Kritik an Journalismus fängt erst da an, wo die aus Versatzstücken weltanschaulichen Wirrwarrs zusammengebraute und wieder ausgekotzte Medienschelte die Gelegenheit zur Widerrede bietet.“

2. „Opposition will Leistungsschutzrecht für Presseverleger abschaffen“
(heise.de, Stefan Krempl)
Linke und grüne Abgeordnete bringen einen Entwurf für ein Leistungsschutzrechtsaufhebungsgesetz in den Bundestag ein – es soll das 2013 verabschiedete Leistungsschutzrecht für Presseverleger wieder aufheben: „Die Rechtsunsicherheit schadet laut der Oppositions-Initiative vor allem kleinen Anbietern von Suchmaschinen und Diensten, die Inhalte entsprechend aufbereiten. Sie könnten es sich weder leisten, für Snippets zu bezahlen, noch die Tragweite schwammiger Stellen wie ‚kleinster Texteile‘ gerichtlich ausurteilen zu lassen.“

3. „‚Nichts kann die Recherche vor Ort ersetzen‘: Ein medialer Frontbericht aus Bagdad“
(weltreporter.net, Birgit Svensson)
Birgit Svensson kritisiert die Fokussierung vieler Medien auf den Kampf um die Stadt Kobane: „Die Kämpfe um Kobane erhalten eine Wichtigkeit, die keiner qualitativen Prüfung standhält. Nur weil der Krieg um diese eine Stadt buchstäblich vor unseren Augen ausgetragen und in die Wohnzimmer der Fernsehzuschauer hineingetragen wird, ist über Wochen von nichts anderem die Rede. Dabei spielen sich anderswo in der Region weit wichtigere Schlachten ab, die allerdings weniger Propagandamaterial im Internet aufweisen und von Fallschirmjournalisten komplexe Erklärungsmuster fordern würden, die sie nicht leisten können.“

4. „PNP-Redakteure streiten um Stechuhr“
(buergerblick.de)
Eine Auseinandersetzung um die Erfassung von Arbeitszeiten bei der „Passauer Neue Presse“: „Die Gegner der Zeiterfassung, die alte Garde der Schreiberlinge, darunter viele in leitenden Positionen, ruhen sich – wollte man es bösartig ausdrücken – auf ihrem Bestandsschutz aus. Ihre Verträge stammen aus einer Zeit, als sich die ‚Passauer Neue Presse‘ noch an Tarifverträge gebunden fühlte.“

5. „Das Correctiv korrigiert sich“
(taz.de, Jost Maurin)
Jost Maurin bemängelt die Recherche „Tödliche Keime“ (mrsa.correctiv.org). Daniel Drepper antwortet: „Kritik der taz – wir antworten“.

6. „Wie Journalisten Zensoren hinters Licht führen“
(de.ejo-online.eu)
Sechs von Journalisten eingesetzte Methoden, um die Zensur zu umgehen.