Wir müssen leider draußen bleiben

Michel Friedman und Bärbel Schäfer haben geheiratet.

„‚Ja, es stimmt – wir haben geheiratet‘, bestätigte der Bräutigam gestern Nachmittag gegenüber BILD. Dabei sollte erst alles ganz geheim bleiben…“

schrieb die „Bild“ am Samstag über ihr „Protokoll der überraschendsten Hochzeit des Jahres“, das bei genauerem Hinsehen eher das Protokoll einer berichterstatterischen Niederlage ist. Sieben Namen stehen in der Autorenzeile, darunter auch der von Kitti Pohl. Mindestens drei Stunden war die Co-Reporterin offenbar um ein Lokal gestromert, in das die Frischvermählten zu einem Umtrunk geladen hatten. Doch weil die „Bild“ nicht auf der Gästeliste stand, war die Ausbeute vor Ort mehr als mäßig:

„Aus dem Lokal ertönte lautes Klatschen, als Friedman sagte: ‚Bärbel ist das größte Geschenk meines Lebens.'“

Naja. „Um 16 Uhr war die Feier bereits zu Ende“, schrieb „Bild“ sichtlich enttäuscht dazu, was allerdings die „BamS“ nicht davon abhielt, tags drauf auf einer halben Seite abermals über Friedmanns „glücklichsten Tag seines Lebens“ zu berichten, obwohl sie besagtem Satz vom „größten Geschenk“ nichts als ein paar weitere (O-Ton „BamS“) „wenig überraschende Worte“ aus o.g. Friedman-Ansprache hinzuzufügen wusste, die Kitti Pohl, diesmal alleinige Autorin, in der „Bild“ nicht untergebracht hatte: „So, das war es jetzt. Auf euer Wohl. Danke, dass ihr da seid!“ zum Beispiel.

PS: Noch besser Bescheid weiß die „BamS“ nur über Jürgen Trittin. Der mache aus seinem Geburtstag am kommenden (!) Sonntag nämlich „ein Staatsgeheimnis“, behauptet Martin S. Lambeck unter der (ähm, etwas missverständlichen) Überschrift „Pssst! Trittin feierte heimlich seinen 50.“ – „Früher“, so Lambeck, „gab’s an Trittin-Geburtstagen eine Feier in seiner Wohnung in Niederschönhausen. Was diesmal (…) passiert, weiß niemand.“