Nacktbilder, Presseförderung, Amal Alamuddin

1. „mögliche folgen von blog-professionalisierung: haltungsschäden und merkbefreiung“
(wirres.net, Felix Schwenzel)
Felix Schwenzel denkt über Blogger nach, die gestohlene Nacktbilder von Prominenten bearbeitet veröffentlichen: „nach ein paar tagen des nachdenkens, halte ich es tatsächlich für möglich, dass manche blogger glauben, dass ein paar pinselstriche aus etwas verletzendem, übergriffigen und für die betreffenden extrem unangenehmen etwas schönes, angenehmes und wohliges machen könnten.“

2. „Den Medien die Totenglocke läuten“
(nzz.ch, Veit Dengler)
Veit Dengler, CEO der NZZ-Mediengruppe, wendet sich, „flankierende Massnahmen“ und „indirekte Förderung“ ausschließend, gegen staatliche Presseförderung: „Internet und Co. haben nicht nur die Zeitungen vor radikal neue Aufgaben und Probleme gestellt, sie sind dabei, unsere gesamte Gesellschaft, so gut wie alle Wirtschaftszweige, unser Wissen und unser Denken völlig umzukrempeln. Alle und alles muss die Herausforderungen der neuen Medien bewältigen, um bestehen zu können. Warum sollen gerade journalistische Medien in diesem Prozess staatlich gefördert werden? Warum nicht die Buchbinder, Strassenmusikanten oder Reisebüros?“

3. „Josef Joffe, Jochen Bittner ./. ZDF – Die Anstalt“
(heise.de/tp, Markus Kompa)
Markus Kompa besucht eine Verhandlung vor dem Landgericht Hamburg: „Im Termin am Freitag hatten die Pressejuristen gewisse Probleme, die satirischen Äußerungen auszulegen. Satire ist als Unterfall der Meinungsfreiheit grundsätzlich von Meinungsfreiheit geschützt, wobei allerdings Lügen nicht durch taktische Formgebung von Satire ‚legalisiert‘ werden können. Nach Ansicht des Bittner/Joffe-Anwalts handelte es sich um falsche Tatsachenbehauptungen.“ Siehe dazu auch „ZEIT-Journalisten verstehen keinen Spaß“ (kanzleikompa.de).

4. „Wie die taz durch die Medienkrise kommt“
(blogs.taz.de/hausblog, Karl-Heinz Ruch)
Karl-Heinz Ruch schreibt zur Krise der Zeitungen: „Die Erwartung, dass die Zukunft des Journalismus nicht mehr bei Print, sondern bei Online liegt, hat in vielen Redaktionen zu Verwerfungen geführt, die vor allem eines gezeigt haben: Es stehen viele Besitzstände auf dem Spiel. Inzwischen lichtet sich vielerorts der Nebel und es wächst die Erkenntnis, dass nicht die unterschiedlichen Publikationswege das Problem darstellen, sondern dass tradierte Geschäftsmodelle nicht mehr und neue Geschäftsmodelle noch nicht funktionieren.“

5. „Die fünf schrecklichsten Fakten über den Wissenschaftsjournalismus“
(scilogs.de, Markus Pössel)
Der Beitrag „Das sind die fünf faszinierendsten Fakten über unser Universum“ auf Focus.de.

6. „Internationally acclaimed barrister Amal Alamuddin marries an actor“
(thebusinesswomanmedia.com, Amanda Rose, englisch)