Autorisierung, SEO, Salafisten

1. „Der Fotograf als Pädokrimineller“
(rheker.wordpress.com)
Sascha Rheker macht sich Gedanken über einen Gesetzentwurf, der „die unbefugte Herstellung oder Verbreitung“ von Fotos, auf denen nackte Kinder oder Jugendliche zu sehen sind, unter Strafe stellen will. „Wer das Urlaubsfoto eines Familienvaters oder ein anderes harmloses Kinderbild, wie einen Anne Geddes Bildband, über die Konstruktion ‚unbefugt‘ auf eine Stufe mit dem, was man landläufig Kinderpornographie nennt stellt, der verharmlost letzteres und der verharmlost das, was Kindern da bei der Produktion dieser Bilder an Mißbrauch zustößt.“ Siehe dazu auch „Ermittlungstatbestand: Kinderfotos“ (notes.computernotizen.de, Torsten).

2. „Genug gekuschelt! Warum die Autorisierungspraxis deutschen Medien schadet“
(meedia.de, Peter Littger)
Peter Littger glaubt, die Autorisierung von Texten schade dem Journalismus in Deutschland: „Während Briten meistens so genannte durchgeschriebene Texte verfassen, in denen sie einzelne Zitate aus den Gesprächen nutzen, aber darüber hinaus auch andere Stimmen zu Wort kommen lassen und das Gespräch insgesamt journalistisch einordnen, ziehen deutsche Journalisten sehr häufig die Form des Wortlautinterviews vor. Damit entziehen sie sich jeder journalistischen Einordnung, was man objektiv finden mag, was aber vor allem einfach und bequem ist.“

3. „Wie ‚CHIP Online‘ künftig die Lotto-Zahlen vorhersagt. Oder: Warum SEO mächtig nervt“
(basicthinking.de, Tobias Gillen)
Chip.de veröffentlichte am 15. September einen Text über ein Ereignis, vom dem wahrscheinlich war, dass es am 17. September eintreffen wird.

4. „‚Ich bin ein Korinthenkacker-Typ'“
(cicero.de, Merle Schmalenbach)
Merle Schmalenbach trifft Postillon-Gründer Stefan Sichermann in Fürth: „Sein Erfolg zeigt, dass man im Internet mit Beharrlichkeit sehr weit kommen kann.“

5. „Mehr Journalismus waltern“
(schaechtele.tumblr.com)
Kai Schächtele schreibt über die Krise der Zeitungen: „Die Selbständigen haben längst verinnerlicht, dass sie Risiken eingehen müssen, um voranzukommen. Es ist höchste Zeit, dass dieses Bewusstsein auch unter den Festangestellten ankommt. Zu ihrem eigenen Wohl.“

6. „Muslimin über Salafisten in Deutschland: ‚Herr Augstein, Sie irren'“
(spiegel.de, Sounia Siahi)
Sounia Siahi antwortet auf eine Kolumne von Jakob Augstein: „Herr Augstein, ich will mich hier in meinem deutschen Zuhause nicht wie in einem arabischen Land bewegen müssen. Ich fühle mich hier frei, beschützt und in jeder Hinsicht gesegnet. Und dieses Gefühl möchte ich mir um nichts in der Welt nehmen lassen. Wenn der deutsche Staat dafür tut, was er tun muss, kann ich es verstehen.“