Sonnensturm, Christine Lieberknecht, Ratlosigkeit

1. „Geomagnetisches Stürmchen droht“
(heise.de)
Die Schlagzeile „Gigantischer Sonnen-Sturm im Anmarsch“ auf Bild.de: „In den zurückliegenden Sonnenfleckenmaxima gab es solche Stürme über Jahre hinweg im Abstand von wenigen Wochen, ohne dass diese Schäden hinterlassen hätten. Erst wenn die höchste Kategorie erreicht ist, geraten Satelliten und Stromnetze in Gefahr; ob tatsächlich Probleme auftreten und wie groß diese sind, hängt von verschiedenen Parametern ab.“

2. „China überholt Deutschland bei den regenerativen Energien“
(diewunderbareweltderwirtschaft.de, Dieter Meyeer)
Die Schlagzeile „Erneuerbare Energien: China überholt Spitzenreiter Deutschland“ auf Spiegel.de: „Sicher, China investiert in Wind und Solar. Aber zu behaupten, dass China bereits in der Größenordnung liegt wie Deutschland, ist kompletter Unfug, den man sich nur zusammenschreiben kann, wenn man in Mathe gepennt hat (oder wenn man ne knallige Überschrift braucht).“

3. „Wie Christine Lieberknecht ihre Ignoranz gegenüber der Presse demonstriert“
(udostiehl.wordpress.com)
Caren Miosga befragt in den „Tagesthemen“ Christine Lieberknecht, die (aufgrund von akustischen Problemen?) zunächst überhaupt nicht auf die gestellten Fragen eingeht.

4. „Im Interesse der Öffentlichkeit“
(sonntagszeitung.ch, Stephan Russ-Mohl)
Warum ist die Zahlungsbereitschaft für Journalismus „in der jungen Generation so drastisch geschwunden, während man für SMS und Klingeltöne bereitwillig Geld hinblättert“, fragt Stephan Russ-Mohl und antwortet, dass „zumindest die klügeren Leserinnen und Leser zu Recht mehr und mehr an der Glaubwürdigkeit ihrer Medien“ zweifeln. Sie sähen „nicht recht ein, dass sie für weniger redaktionelle Leistung mehr Geld bezahlen sollen.“

5. „Testament der Ratlosigkeit – Anmerkungen zu Blumencron“
(datenjournalist.de, Lorenz Matzat)
Lorenz Matzat beschäftigt sich mit dem Text „Schafft den Online-Journalismus ab“ (faz.net, Mathias Müller von Blumencron): „Nein, wirkliche Rezepte hat Blumencron nicht anzubieten. Einerseits meint er, dass Redaktionen Feuer anzünden müssten, um zu bestehen. Gleichzeitig verweist er auf den Innovation Report der NYT. Das US-Mediums brennt wie kein anderes ein Feuer im Netz ab. Aber es gibt selber zu, so zitiert Blumencron die Analyse, bislang nicht den ‚Code der digitalen Ära‘ geknackt zu haben. Warum sollte man also der NYT nacheifern? Weil man selbst keine bessere Idee hat? Und spielt man wirklich in der gleichen Liga wie die NYT oder der Guardian?“

6. „Das hässliche Bild kann jetzt weg“
(faz.net, Tobias Kreutzer)
Künstler Dan Roach versucht das Recht auf Vergessenwerden zu nutzen, um sein Frühwerk vergessen zu lassen: „The decision to ask for the link to be removed from Google was based on no more than a wish to highlight my new work, rather than the old.“