Ikea, Juncker, Filmpool

1. „Eine Farce nähert sich ihrem Höhepunkt“
(zeit.de, Till Kreutzer)
Till Kreutzer schreibt zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger: „Schon die Einführung des LSR entbehrte jeglicher Begründung und Rechtfertigung. Der Versuch, zu dessen Durchsetzung auch noch das Kartellrecht ad absurdum zu führen, ist infam.“ Siehe dazu auch „‚Die Zeit ist reif für ein Leistungsschutzrecht'“ (voez.at).

2. „Marc-Uwe Kling sollte gut aufpassen, dass seine Känguru-Chroniken nicht in die Hände von ‚Bild‘-Reporterin Birgit Begass fallen“
(blogs.taz.de/reptilienfonds, Heiko Werning)
Ein „Bild“-Bericht über ein Gehege mit Wildtieren in Stolberg: „Es bedarf nicht allzu viel Fantasie, sich auszumalen, was es für die Existenz eines Biologie-Lehrers und Fachjournalisten bedeuten könnte, plötzlich öffentlich als Tierquäler gebrandmarkt zu werden.“

3. „Beim Casting für Scripted-Reality-Formate“
(noz.de, David Sarkar)
David Sarkar besucht ein Casting der TV-Produktionsfirma Filmpool: „Bis zu 14 Stunden am Tag stehen die Darsteller vor der Kamera, pro Tag bekommen sie 60 Euro – ein Stundenlohn von rund 4,50 Euro.“

4. „Der Journalismus und das Juncker-Phänomen“
(wolfgangmichal.de)
Wolfgang Michal versucht mittels der Lektüre journalistischer Berichte herauszufinden, um was es in der Diskussion um die Besetzung von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident inhaltlich geht: „In der Juncker-Sache wurde in einem Ausmaß undeutlich, nebulös und uneigentlich berichtet, dass es schon an Journalismusverweigerung grenzt.“

5. „Twittern für den Kreml“
(nzz.ch, Katharina Bracher)
Die NZZ reagiert auf die Flut von prorussischen Leserkommentaren mit einem „Propaganda-Paragraphen“ in der Netiquette.

6. „Taipeh schlägt Hamburg: Unser Ikea ist kleiner und zentraler!“
(intaiwan.de, Klaus Bardenhagen)
Angeblich wird in Hamburg-Altona die weltweit erste Innenstadt-Filiale von Ikea eröffnet: „Äh… nö. Zumindest hier in Taipeh gibt es das schon lange.“