Katja Kipping, Bundestagswahlkampf, Trolle

1. „Missbrauchte Politik“
(bild-studie.de, Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz)
Der dritte und letzte Teil der „Bild“-Studie der Otto-Brenner-Stiftung widmet sich der Rolle von „Bild“ und „Bild am Sonntag“ im Bundestagswahlkampf 2013 (otto-brenner-stiftung.de, PDF-Datei). „Die beiden Autoren machen deutlich: Egal welche Personen und Parteien die beiden Boulevardmedien favorisieren oder benachteiligen, ‚Bild‘ und ‚BamS‘ geht es in erster Linie immer um sich selbst. Sie benutzen ihre politischen Freunde kaum weniger als ihre politischen Gegner für den eigenen Erfolg, der sich in Auflage, Werbeeinnahmen und am Ende in der Jahresbilanz niederschlagen soll.“

2. „Eine Klarstellung“
(katja-kipping.de)
Katja Kipping schreibt zum „Spiegel“-Artikel „Katja, die Grobe“: „So sehr ich mich über den Spiegelartikel geärgert habe, so sehr kann ich sagen: Es lohnt sich wirklich diesen Artikel gründlich zu lesen und zu studieren. Er ist ein hervorragendes Studienobjekt für feministische Diskursanalyse. Was bei Männern in verantwortungsvollen Positionen als professionell und durchsetzungsstark gilt, wird bei Frauen schnell ins Anrüchige/ Intrigante/ Machtbesessene verschoben.“

3. „SRF wirbt für Salzgebers Beiz“
(schweizamsonntag.ch, Sacha Ercolani)
SRF-Sportmoderator Rainer Maria Salzgeber eröffnet ein Restaurant. Und das SRF-People-Magazin „Glanz & Gloria“ strahlt „zur besten Sendezeit einen dreiminütigen Bericht über das neue Engagement des beliebten und gut bezahlten Sportmoderators aus“.

4. „ARD/ZDF-Mediatheken: Der Sieben-Tage-Skandal“
(dwdl.de, Hans Hoff)
Hans Hoff erinnert daran, dass ein großer Teil der öffentlich-rechtlichen Inhalte im Internet nach sieben Tagen wieder gelöscht werden muss: „Ich habe allerdings den Verdacht, dass dieses Versagen den öffentlich-rechtlichen Sendern gar nicht einmal so ungelegen kommt. Schließlich haben sich die Anstalten längst eingerichtet und gelernt, mit der Siebentagefrist zu leben.“

5. „Unser Jahr mit Edward Snowden“
(faz.net, Frank Rieger)
Frank Rieger bilanziert die bisherigen Auswirkungen der Snowden-Leaks: „Das große Verdienst des Edward Snowden ist es, uns die Augen über die dunkle Seite der Technologien, die unser Leben dominieren, geöffnet zu haben und darüber, wie die Geheimdienste sie benutzen, um ihre Vision der totalen Informationskontrolle umzusetzen. Vermutlich unbeabsichtigt hat er uns aber auch gezeigt, wie defekt und ungeeignet für die drängenden Fragen des Digitalzeitalters die derzeitigen politischen Prozesse sind.“ Siehe dazu auch „Ratlos, privatlos“ (golem.de, Peter Glaser).

6. „Wie erkenne ich einen Russland-Troll?“
(juergvollmer.ch)
Nach dem Vorbild von „How to spot a Russian Twitter troll“ (ukraineatwar.blogspot.de, P. Martin, englisch) erstellt Jürg Vollmer eine Liste von Trollen: „Gemäss Recherchen von regierungskritischen Medien in Russland sind diese Trolle bei staatlich gesteuerten ‚Agenturen‘ angestellt, die in einem Netzwerk verknüpft sind.“