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Ringier kriegt keine UKW-Frequenz für ein erst 2007 übernommenes Radio, der Westen wirbt mit „Fotosstrecken“ von Ausschnitten der Kanzlerin und Helge Schneider meint, MRR sei schratig und werde zu wichtig genommen. Die Presseschau.

1. „Energy Zürich“ von Ringier verliert die Konzession
(persoenlich.com)
„Erdbeben in der Zürcher Radioszene: Wie Recherchen von ‚persoenlich.com‘ ergeben haben, wird das UVEK Energy Zürich keine Konzession mehr erteilen. Neu wird dafür Roger Schawinskis Radio 1 im Raum Zürich-Glarus über UKW empfangbar sein. Der Privatradiopionier ist dafür im Aargau und in der Südostschweiz leer ausgegangen. Zweiter grosser Gewinner ist Giuseppe Scaglione. Neben der Jugendradio-Konzession hat er nun im Sendegebiet Zürich mit Radio Monte Carlo Züri eine zweite UKW-Frequenz ergattert.“

2. „Eine Google-Anzeige für DerWesten“
(wortfeld.de)
Die Freude über die schöne Kanzlerin (Angela Merkel, Abendkleid, Dekolleté) währt auch ein halbes Jahr später. Das Internetangebot derwesten.de macht Werbung für eine „Fotosstrecke“.

3. „Helge Schneider zur TV-Krise“
(sueddeutsche.de, Ruth Schneeberger)
Helge Schneider zu Marcel Reich-Ranicki: „Für mich ist das kein richtiger Kritiker. Komischerweise wird er sehr ernst genommen. Der ist ja eigentlich ein bisschen schratig. Ich finde, seinem Wort wird zu viel Bedeutung beigemessen. Was soll das? Er ist von den Medien zu dem gemacht worden, was er ist.“

4. „Andrew Keen und die Stunde der Stümper“
(netzpolitik.org, Markus)
„Das Geschäftsmodell von Andrew Keen ist, kulturelle Entwicklungen durch das Internet einfach planlos zu kritisieren, darüber Pamphlete zu verfassen und als Kritiker auf Konferenzen eingeladen zu werden. Dafür gibt es einen Markt, und sicherlich pflichten ihm viele Internet-Ausdrucker, sowie ältere Entscheider und Journalisten in klassischen Medienunternehmen gerne zu.“

5. „Medientage: Konflikt zwischen Journalisten und Bloggern?“
(silicon.de, Dietmar Müller)
„Blogs und soziale Netzwerke stellen für den Journalismus und für die politische Kommunikation eine wertvolle Ergänzung dar – aber nur in den USA. Zu diesem Ergebnis gelangten die Teilnehmer eines Panels der Medientage München.“

6. „Das Team ist ein Schwein“
(dasmagazin.ch, Birgit Schmid)
„Zur Teambildung ist Betrieben jeder Blödsinn recht: feuerlaufen, raften, säulitreiben. Warum machen die das?“