Stringer, Spiegel, Markus Lanz

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Die Angst im Nacken“
(nzz.ch, Cigdem Akyol)
Cigdem Akyol lässt Stringer, Hilfsreporter in Krisengebieten, zu Wort kommen. „‚Wir sind unsichtbar. Wir liefern die Kontakte, Radio-O-Töne und Bilder, die Reporter bekommen den Ruhm‘, sagt Mohammed Ali, ‚und die Journalisten vergessen uns, sobald sie uns nicht mehr brauchen, nicht einmal unsere Namen werden bei den Veröffentlichungen genannt.'“

2. „Sechzehnjähriger ‚Sportjournalist‘ narrt Twitter und TV-Sender“
(derstandard.at, gpi)
Ein 16-Jähriger, der sich als Sportjournalist ausgibt, zieht über 25’000 Twitter-Follower an und wird von verschiedenen Medien zitiert. „Der Schwindel flog schließlich auf, nachdem ein Mitarbeiter des Daily Telegraph das Profilbild von Gardiners Account durch eine Bildersuche jagte. Der blonde Mann im Anzug entpuppte sich dabei als einfach zu kaufendes Agenturfoto.“

3. „Der Daily Fail“
(watson.ch, philipp dahm)
„I am not Dannii Minogue’s new boyfriend!“, schreibt Sänger Adrian Sieber auf Facebook. Die „Daily Mail“ behauptet dennoch, er habe mit ihr die Australian Open besucht.

4. „So mögen sie Gulaschsuppe essen: Eine Kritik der Kritik an der Lanz-Petition“
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier antwortet jenen Journalisten, die eine Petition mit dem Titel „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“ kritisieren. „Die Art, wie eine ganze Reihe professioneller Medien über die Petition berichten, zeigt, dass sie ein grundsätzliches und nachhaltiges Problem damit haben, dass ihnen das Kritik– und das Aufmerksamkeits-Monopol abhanden gekommen ist.“

5. „Ich bin frei – selbst und ständig“
(blog.journalist-werden.de, Jana Mundus)
Jana Mundus berichtet aus ihrem Berufsalltag: „Also warum mache ich das alles, wenn der Berg an Arbeit so groß ist? Weil es Spaß macht! Ich liebe die Abwechslung. Heute bin ich für die SZ bei einer Sitzung im Dresdner Rathaus zur geplanten Katzenkastration, morgen bringe ich den Schülern der Schülerzeitung Interviewtechniken bei und übermorgen schreibe ich einen Artikel über die Frühjahrskollektion eines Dresdner Kindermodelabels.“

6. „Pimpls Position: Wie der ‚Spiegel‘ mit seiner Döpfner-Schmonzette Chancen vergibt“
(horizont.net, Roland Pimpl)
Roland Pimpl bespricht das sechsseitige Mathias-Döpfner-Porträt von Matthias Geyer im aktuellen „Spiegel“.