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Weder das Internet noch Amateurjournalisten gehen wieder weg, eine Marke lässt sich nicht trennen, Qualitätsjournalismus für 50 Euro gibt es nicht. Unsere wochentägliche Presseschau.

1. „Wann kommt die Bankrott-Erklärung der Vierten Gewalt?“
(heise.de/tp, Susanne Härpfer)
„Große, namhafte Verlagshäuser zahlen € 50 für Artikel und schämen sich nicht. Hätten wir eine Stechuhr, könnten wir ausrechnen, dass die Reinigungskräfte in diesen Häusern mehr verdienen, als diejenigen, die Gesetze analysieren oder öffentlich machen, wie Unternehmen Politiker und Bürger belügen und immer neue Millionen vom Steuerzahler fordern.“

2. „SZ-Abo gekündigt“
(ankegroener.de)
„Vielleicht ist das ein Werberproblem, aber ich nehme beide Publikationen (Print und Online) als eins wahr. Und wenn die Onlineausgabe grottig ist, habe ich ein Problem damit, die Printausgabe noch ernst zu nehmen. Ich habe mein SZ-Abo gekündigt, weil ich sueddeutsche.de unter aller Würde finde. Und ich weiß nicht, warum eine so gute Zeitung wie die SZ es nicht schafft, ein entsprechendes Onlineangebot hinzukriegen.“

3. „Realität, die nicht verschwindet“
(sueddeutsche.de, Thomas Schuler)
„Früher hat man Amateurjournalisten belächelt. Doch das Internet verleiht den Laien mehr Möglichkeiten und größeren Einfluss.“

4. „Krisenticker im Test, diesmal: Spiegel-Online“
(planethop.blogspot.com, Ivo Bozic)
Jungle World-Journalist Ivo Bozic testet Ticker.

5. „Kässpätzle ohne Käse“
(fr-online.de, Gabriele Renz)
„Gabriele Grosse ist die Vorzeigearme im TV.“

6. „Größtmögliche Pressefreiheit“
(abendzeitung.de, sb, jos)
„Manager Hoeneß droht Mitarbeiter von fcb.tv mit Entlassung – weil der junge Reporter zu fragen gewagt hatte, ob der Bayern-Dusel zurück sei.“