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Peter Wälty glaubt nicht, dass Newsnetz die Marke „Tages-Anzeiger“ trivialisiert und Harald Martenstein notiert Dauergrinsen im Fernsehpreis-Publikum. Unsere tägliche Presseschau.

1. Peter Wälty im Interview
(persoenlich.com, Christian Lüscher)
„Wir werden niemals in Versuchung geraten, einen Tages-Anzeiger zu trivialisieren“, sagt der Chefredaktor von Newsnetz. Er ist mehr oder weniger zufrieden mit seinem im August gestarteten Projekt, räumt aber massive technische Probleme ein: „Für unsere Journalisten war die Arbeit am Anfang definitiv eine Zumutung.“

2. „Man müsste viele Leute rausschmeißen“
(focus.de)
Der am Wochenende mit einem Fernsehpreis ausgezeichnete Marcel Reich-Ranicki fragt sich: „Was für einen Preis habe ich bekommen? Das war ein Preis ohne Geld, musste extra hinfahren nach Köln, und da soll ich dankbar dafür sein?“

3. „Reich-Ranicki: Der Partyschreck“
(tagesspiegel.de, Harald Martenstein)
„Der alte Mann brachte einen Mut auf, den nicht viele besitzen. Wer schafft es, hunderten von Leuten geradeaus ins Gesicht zu sagen, dass man für dumm hält, was sie gerade stundenlang bejubelt haben? Während Reich-Ranicki redete, zeigten die Kameras Gesichter aus der Zuschauermenge, Ferres- und Kernergesichter. Das Dauergrinsen, das sie an diesem Abend trugen, ging nicht ab. Sie lächelten weiter. Anders können sie offenbar gar nicht.“

4. „Zur Klage der Nation“
(spex.de, Thomas Hübener)
Die Spex über das unverständlicherweise inzwischen auf vanityfair.de offline gestellte Blog „Klage“ von Rainald Götz.

5. „Tagebuch eines Fotoreporters“
(fokussiert.com, Jan Zappner)
„Jan Zappner hat als Fotojournalist in Weissrussland Ende September die Wahlen verfolgt. Für fokussiert.com hat er ein Tagebuch verfasst: Einblick in die Arbeit eines Fotoreporters.“

6. „Mainstream News Outlets Start Linking to Other Sites“
(nytimes.com, Brain Stetler)
„‚Thou shalt not link to outside sites‘ — a long-held commandment of many newsrooms — is eroding.“