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Kahn für Kerner ein „Torwart der Herzen“, Tina Brown findet online fantastisch und Musikblogs mischen eine ganze Branche auf. Unsere tägliche Presseschau.

1. „Kerner verliert bei Kahn die Professionalität“
(welt.de, Udo Muras)
Oliver Kahn, ein „Torwart der Herzen“? Auf sowas kommt vermutlich wirklich nur Johannes B. Kerner. Ein Text über „die neue Männerfreundschaft der Fußball-Experten des ZDF“.

2. „Das ist gebührenfinanzierte Volksverdummung“
(fr-online.de, Annika Joeres)
„Die Reklame-Spots für die Online-Präsenz von ARD und ZDF stoßen auf Widerspruch.“

3. „9 Fragen an Tina Brown“
(weltwoche.ch, Bruno Ziauddin)
Das tägliche Biest ist da“ – und Tina Brown beantwortet dazu einige Fragen: „Online ist fantastisch für den gedanklichen Scoop, die schnelle, kluge Interpretation von Nachrichten, die es einem ermöglicht, etwas in völlig neuem Licht zu betrachten. Internetmagazine eignen sich zudem ausgezeichnet, Schreibtalente zu entdecken und auszuprobieren. Und wenn es nicht klappt, hat man sie nicht monatelang am Hals wie bei einer Zeitung.“

4. „Alles frisch, alles umsonst – Wie Blogs die Popwelt aufmischen“
(jetzt.sueddeutsche.de, Xifan Yang)
„Jeden Tag gibt es neue Musikblogs. Sie bedienen gezielt Geschmäcker, sind schneller als Printmagazine und besonders wichtig: ihre Downloads kosten nichts. Für die einen demokratisieren sie damit die Musik. Andere finden: ‚MP3 blogs are killing music‘.“

5. „Es gibt sie doch noch: die anderen Sportjournalisten“
(breitnigge.de)
Der FC Bayern München verbannt Raimund Hinko aus der Chefredaktion von Sportbild aus dem Presseraum (sportbild.de), weil er den Trainer der Mannschaft „seit Wochen hart angehe“. Harald Landwehr, ebenfalls Sportjournalist, hat dazu einen Leserbrief geschrieben.

6. Max Mosley legt sich mit Springer an
(sueddeutsche.de, Hans Leyendecker)
„Das in der Zeitung gedruckte Foto eines 68-jährigen Mannes, der nackt auf einen Bock gefesselt von einer Domina ausgepeitscht wurde, war kein schönes Foto. Es war ein erbarmungsloser Angriff auf die Privatsphäre des britischen Multimillionärs Max Mosley. Denn obwohl Mosley leidlich prominent ist, gehen seine Sexualgewohnheiten die Öffentlichkeit nichts an: Das wäre möglicherweise anders, wenn er sich unter Verweis auf viktorianische Lebensweisheiten öffentlich zu Lustfeindlichkeit bekannt, Domina verdammt und Sadomasochismus als Sünde schlechthin gebrandmarkt hätte. Das alles aber hat er nicht getan.“