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Heute in unserer Presseschau: Die Technorati Blogstudie ist da. Deutschland scheint nur schwer von Papier abzukommen. Twitter komplementiert nur, löst nicht ab.

1. „Lesergenerierte Literatur“
(perlentaucher.de, Rüdiger Wischenbart)
„Während man in Deutschland langsam Kindle und Co. zur Kenntnis nimmt, sind die Chinesen schon viel weiter: Literatur auf Papier gilt als uncool, und chinesische Nasdaq-Konzerne investieren in Online-Bücher.“

2. „Der freie Fall der Seh-Linie“
(sueddeutsche.de, Bernd Graff)
In Deutschland ist man mit dem Online-Lesen noch nicht ganz so weit. Bernd Graff glaubt stattdessen, ein Mann, der seine Sekretärin anwies, „ihm jedes Dokument und jede E-Mail auszudrucken“, „hatte vielleicht recht“. Grundlage: Eine nicht repräsentative Studie, für die gerade einmal 232 Personen untersucht wurden. Herausgefunden hat die Studie nicht mehr, als dass Leser online anders lesen als auf Papier.

3. „Da, wo es wehtut“
(tagesspiegel.de, Deike Diening und Philipp Lichterbeck)
„Der Fotograf Sebastião Salgado, 64, lebt für seine Sozial-Reportagen monatelang unter Armen, in der Wüste oder im Dschungel. Doch wie entstehen seine Bilder?“

4. „Warum Serienzuschauer immer schlauer werden“
(welt.de, Ulf Poschardt)
„Einst waren schräge Produktion wie ‚Dr. House‘ etwas für kleine und eher elitäre Zirkel. Doch inzwischen sind solche US-Serien zum kulturellen Leitmedium avanciert. Die Folge: Auch deutsche Sender führen in diesem Herbst Serien ein, die bisher als zu speziell für ein größeres Publikum galten.“

5. „State of the Blogosphere / 2008“
(technorati.com)
Teil eins der jährlichen Blogstudie von Technorati. Über die Blogger heisst es: „Blogging is having an incredibly positive impact on their lives, with bloggers receiving speaking or publishing opportunities, career advancement, and personal satisfaction.“

6. Interview mit Jack Dorsey, CEO von Twitter
(iwantmedia.com, Patrick Phillips)
Der CEO von Twitter glaubt nicht, dass twittern die Zeitungen oder die Blogs ablöst: „We will always need a medium that carries more words and explores a topic in a greater detail. We will always need more journalistic research. We will always need video and images. Twitter doesn’t replace any of those things. But it complements them quite well.“