Tagesthemen, Brennpunkt, Todesursachen

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Aller Tage Abend“
(zeit.de, Carolin Emcke)
Carolin Emcke verbringt vier Tage auf der Tagesthemen-Redaktion. „Man fragt sich, was erstaunlicher ist: dass das Unterhaltungsprogramm der ARD von Rote Rosen bis Günther Jauch so viel Gebührengelder ausgeben darf oder dass die Tagesthemen, über das Jahr verteilt, aus einem Pool von gerade mal zwölf Redakteuren schöpfen müssen, die rotierend sieben Tage à 14 Stunden arbeiten.“

2. „Warum wir eine neue ‘Tagesschau’ brauchen“
(ulmen.tv, Peer Schader)
Peer Schader kritisiert den Brennpunkt: „Ausgerechnet bei Großereignissen, wenn seriöse Nachrichten, Bildschirmerfahrung und Vertrautheit für die Zuschauer am wichtigsten wären, opfert die ARD ihre Kompetenzen in diesem Feld dem Zuständigkeitsgeschacher ihrer Anstalten und lässt Leute auf den Schirm, die von ausgebildeten Nachrichtenmoderatoren so weit entfernt sind wie Kleber und Wickert von der Bescheidenheit.“

3. „Ein toter Elefant und die Methoden von Bild“
(stephan-mahlow.tumblr.com)
Stephan Mahlow schreibt zum Bild.de-Artikel „Zoo-Chef hüpft auf sterbendem Elefanten“.

4. „Warum wir Deutsche in 193 Jahren aussterben“
(robotergesetze.com, Boris Hänßler)
Boris Hänßler zählt von den Medien verbreitete Todesursachen nach Grund zusammen und vergleicht sie mit den statistischen Gesamtwerten.

5. „Leistungsschutzrecht tritt in Kraft, ist bereits tot“
(schmalenstroer.net, Michael Schmalenstroer)
Michael Schmalenstroer befasst sich mit der im Google-Blogeintrag „Google News bleibt offene Plattform für alle deutschen Verlage“ angekündigten Bestätigungserklärung: „Google zahlt nicht und wer auf seinem LSR besteht, fliegt raus. Eine derartige Reaktion war zu erwarten, wir hatten eine vergleichbare Situation bereits in Belgien.“

6. „Blattkritik mal anders“
(blogs.tageswoche.ch, Dani Winter)
Frau R. wertet Fotos in sechs Ausgaben der „Tageswoche“ aus und ermittelt so das Geschlechterverhältnis.