6 vor 9

Unsere wochentägliche Presseschau heute mit einem Kosmonauten, mit Kurt Beck, der Rollmöpse verteilt und mit einem Portrait des jahrelangen Fotografen von Adolf Hitler, Walter Frentz.

1. „Dubioser Professor, unglaubliche Studien“
(spiegel.de, Marvin Oppong und Markus Becker)
„Hat ein vermeintlich führender Psychologieexperte jahrzehntelang deutsche Medien genarrt? Henner Ertel wurde jetzt von einem Wissenschaftler wegen Missbrauchs akademischer Titel angezeigt. Die Universität, deren Rektor Ertel sein will, existiert offenbar nur auf dem Papier.“

2. „Das Paradox des Online-Journalismus“
(perlentaucher.de, Robin Meyer-Lucht)
„Nachrichtensites feiern sich für hohe Leserzahlen – doch tatsächlich haben sie nicht ein Nutzungsproblem, sondern auch eines mit der geringen Loyalität ihrer Leser. Welt Online löst dies auf wenig erquickliche Weise.“

3. „Rücktritt Beck: Politiker-Intrigen im Blätterwald“
(ndr.de, Video, 7:01 Minuten)
SPD-Chef Kurt Beck musste gehen, weil er die Medien nicht ‚bedient‘ habe. Was in der Provinz noch funktioniert habe, sei in Berlin gescheitert. An den elitären Hauptstadtjournalisten, denen Politiker, die Rollmöpse verteilen und nicht alltägliche Teile vom Schwein verspeisen, suspekt sind.

4. „Widerliches TV-Format für 5000“
(frank.geekheim.de)
„In der Schule meines Sohnes wurde gerade in der Elternversammlung debattiert, ob die Klasse an einem “TV-Projekt” teilnehmen möchte. Sozial sollte es sein, engagiert und interessante Fragen aufwerfend. Nun, das wird schon seine Richtigkeit haben dachte ich als das Thema zuerst vor ein paar Wochen aufkam, bis dann der Vertrag der Produktionsfirma auf dem Tisch lag und Details klar wurden.“

5. „Hitlers Kameramann Walter Frentz“
(einestages.spiegel.de, Hans Michael Kloth)
„Er war des Teufels Fotograf: Von 1939 bis 1945 setzte Walter Frentz Adolf Hitler und seine Entourage in Szene. Seine Propagandafilme und Farbfotos vom ‚Führer‘ prägen bis heute das Bild vom Diktator – sich selbst sah Frentz trotzdem immer nur als unbeteiligten Beobachter.“

6. „Natürlich gibt es Ausserirdische!“
(nzzfolio.ch, Ulrich Schmid)
Ein schönes Interview mit dem Kosmonaut Sergei Krikaljow im NZZ Folio: „Nehmen Sie das dumme Märchen, man könne vom Weltraum aus die Chinesische Mauer sehen. Man kann sie nicht sehen – wie sollte man auch? Sie ist schmal und aus Stein, also von der gleichen Farbe wie die Berge, über die sie sich hinwegzieht.“