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Sind Bezahlzeitungen oder Gratiszeitungen ein Übergangsphänomen? Verschwören sich die Medien gegenüber Nordkorea? Was erzählt Dirk Kurbjuweit? Mehr dazu in unserer Presseschau.

1. „Plumpheit, dein Name ist Spiegel Online“
(letterofintent.wordpress.com, Wullenwever)
„Danke, Herr Schwabe, für diesen Beitrag! Und danke, Spiegel Online, dass Ihr so viel Wert auf Recherche legt und es für ausreichend erachtet, wenn einer Eurer (freien?) Mitarbeiter einfach bei CNN abschreibt. Meinetwegen soll er. Es dann aber noch deutlich schlechter zu tun, mit mehr Vermutungen und Behauptungen, weniger Klarstellung und Gegenrede – das grenzt an das Verfahren eines Schmierenblattes übelster Sorte. Was SPON offenbar schon längst geworden ist.“

2. „‚Subway‘-Journalismus für alle“
(stefan-niggemeier.de)
Die PR-Agentur foleys, die Sendungen wie „Galileo“ bei Pro7 „betreut“, bedauert, „evtl. missverständlich formulierte Aussagen“ getätigt zu haben. Und entfernt die gestern noch online verfügbare Pressemitteilung vom April. Eine Unternehmenssprecherin von Pro7 sagte, wenig überraschend: „Niemand plaziert in irgendeiner Weise Beiträge in irgendwelchen Formaten von uns. (…) Die Einzigen, die bei uns Geschichten ‚initiieren’, sind Redakteure.“

3. „Nordkorea wirft Medien Verschwörung vor“
(tagesanzeiger.ch)
„Ein nordkoreanischer Diplomat hat Berichte über eine angeblich schwere Erkrankung des Staatschefs Kim Jong Il vehement dementiert. In den Medien wird weiter spekuliert.“

4. „Die Kaufzeitung als Übergangsphänomen“
(madial.blogspot.com)
„Auf tagesanzeiger.ch findet sich heute ein eher merkwürdiges Stück journalistischer Wirklichkeitskonstruktion: Unter dem Titel ‚Die Gratiszeitung als Übergangsphänomen‚ argumentiert sich David Vonplon ein baldiges Ende der Umsonstpresse zurecht.“

5. „Und was ist die ganze Wahrheit?“
(wdr5.de, Audio)
Dirk Kurbjuweit, Leiter des Spiegel-Büros in Berlin, im Interview.

6. „Wahlkampf 2.0“
(krone.at)
„Aktuelle Plakatsujets, ein paar unscharfe Bilder aus dem Wahlkampfzelt und eine bereinigte Schönwetterbiografie auf der Homepage – das war gestern. Die Parteien haben auf Web 2.0 umgestellt und bedienen sich an allem, was das Internet zu bieten hat.“