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Sascha Lobo liebt das Internet, Google will alle Zeitungen der Welt online bringen und die neusten Leserzahlen der Schweizer Presse sind da. Verlinkt in unserer wochentäglichen Presseschau.

1. „Google will alle Zeitungen der Welt online bringen“
(blog.handelsblatt.de/indiskretion, Thomas Knüwer)
„Alle Zeitungen. Der Welt. In Original-Optik. Volltext durchsuchbar. Online.“ Soweit das Blog. Die Meldung für die Zeitung hier: „Google plant riesiges Online-Zeitungsarchiv

2. „Die wechselhafte Rolle der Medien im US-Wahlkampf“
(medienheft.ch, Gerti Schön)
„Das Wahl- wie auch das Medienvolk, hin- und hergerissen zwischen Barack Obamas Charisma und Sarah Palins mädchenhafter Dreistigkeit, muss sich nun der Substanz der Kandidaten und ihrer Programme zuwenden und aufhören, sich auf Jon Stewarts abendliche Satireshow ‚Daily News‘ zu verlassen. Denn hier, bei dem Kabelsender ‚Comedy Central‘, hat man die besten Chancen, die Widersprüchlichkeiten in den Aussagen der Politiker schonungslos serviert und die allgemeine Verzerrung der Realität durch eine Dosis Realsatire ersetzt zu bekommen.“

3. „Die neuesten Leserzahlen der Schweizer Presse“
(persoenlich.com)
„Bei der Auswertung der Reichweiten der Printmedien ‚Mach Basic 2008-2‘ zeigt sich, dass die Gratiszeitungen weiter im Vormarsch sind. Die Sonntagszeitungen können das Niveau halten — nur der ‚SonntagsBlick‘ hat erneut signifikant Leser verloren. Die grossen Tageszeitungen haben tendenziell an Reichweite eingebüsst. „

4. Dr. Kai Gniffke fragt: „Bin ich naiv?“
(blog.tagesschau.de, Kai Gniffke)
„Ich fürchte, ich bin naiv. Nicht nur weil ich mich zum Beispiel immer mal wieder dabei erwische, dass ich an das Gute im Menschen glaube. Ich bin wohl ein völlig naiver Journalist: Ich glaube doch tatsächlich, dass es unser Job ist, über Politik zu berichten, aber eben nicht zu unseren Aufgaben zählt, Politik zu machen.“

5. „Hat DER SPIEGEL erneut einen Sozialdemokraten abserviert?“
(pottblog.de, Jens Matheuszik)
Jens Matheuszik fragt sich, ob es einen Grund gab, dass das Cover des Spiegels nicht wie üblich schon am Samstagnachmittag online war. Über das Titelblatt schreibt er: „Dort konnte man noch – zusätzlich zum Hauptthema RAF – schnell den Steinmeier-Coup abbilden. (…) Da hat man meiner Meinung nach also von der Entscheidung schon vorher gewußt und dann auf die eigene Vorab-Veröffentlichung im Internet gewartet.“

6. „Liebeserklärung ans Internet“
(spreeblick.com, Sascha Lobo)
„Ich liebe das Internet, weil es die Welt verbessert. Viele Menschen vor uns haben dafür gekämpft, dass die Umstände besser werden. Einige haben es tatsächlich Stück für Stück geschafft. Aber keine Generation vor uns hatte eine derart mächtige Waffe der Weltverbesserung in der Hand wie das Netz.“