Wolfgang Ainetter, DSDS, Zeitungsreporter

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Sex, Armut, Hitler“
(thegap.at, Jonas Vogt und Thomas Weber)
Helge Fahrnberger (Kobuk.at) und Wolfgang Ainetter (Ex-„Bild“-Ressortleiter) reden über Boulevardmedien. Das Bildblog habe „unheimlich viel“ bewirkt, sagt Ainetter: „Es ist ein unheimlicher Multiplikator und erreicht die Meinungsmacher. Es schadet dir als Boulevardmedium einfach sehr wenn du dort jedesmal vorkommst.“

2. „Sprungbrett oder Krise? Das Erlebnis Castingshow-Teilnahme“
(lfm-nrw.de)
Für eine Studie wurden 59 Teilnehmer von Musik-Castingshows befragt: „Eine ehemalige DSDS-Kandidatin, deren Bewerbung vielfach und über Jahre hinweg wiederholt wurde und zudem jeder Zeit über das Internet anzusehen ist, berichtet, wie jedes Mal wieder ‘der ganze Scheiß von vorne anfängt, dass man von jedem angesprochen wird’. Im Nachhinein stellt sie für sich fest: ‘Ich hätte mich niemals dort beworben, wenn ich gewusst hätte, was die mit den Leuten da alles machen, nur um sie blöd darzustellen, nur damit die Leute was zu lachen haben.'“

3. „Autorisierungen von Interviews“
(zdf.de, Video, 8:17 Minuten)
Interviews, die nur zustande kommen, wenn Journalisten „Gegenlesvereinbarungen“ und „Interviewvereinbarungen“ unterschreiben.

4. „Reiche Esel: Der SPIEGEL hetzt langsam, aber dafür irre“
(pantelouris.de)
Der „Spiegel“-Titel „Die Armutslüge“: „In der Realität ist es gerade eher so, dass Menschen in Südeuropa mit ‘klassischer Vermögensbildung’ bei einer Bank Gefahr laufen, ihr Geld nicht wieder zu sehen, aber beim SPIEGEL behauptet man, Südeuropäer wären reicher als Deutsche, weil die deutsche Rentenversicherung und Pensionskassen nur ein Versprechen sind, dessen Einlösung fraglich ist? Was genau ist dann eigentlich nicht fraglich? Jedenfalls ganz offensichtlich nicht die Immobilienpreise in Südeuropa, denn den Immobilienbesitz rechnet ja DER SPIEGEL voll ein – obwohl es zum Beispiel in Athen gerade fast völlig unmöglich ist, eine Wohnung zu verkaufen.“

5. „Newspaper reporter is ‘worst job’ in 2013, study says“
(poynter.org, Caitlin Johnston, englisch)
Caitlin Johnston fragt nach, wieso der Zeitungsreporter in einem Job-Ranking von careercast.com ganz unten gelandet ist.

6. „The Definitive ‘People Who Thought Chechnya was the Czech Republic’ Collection“
(publicshaming.tumblr.com, englisch)