Mischlingskinder, Sicherheitsfirmen, Lego

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Eskort-Service“
(tagesspiegel.de, Nik Afanasjew und Sonja Pohlmann)
Sicherheitsfirmen, die Auslandreporter begleiten: „Oft gehe es bei der Zusammenarbeit nicht nur darum, die Recherchereise vorab mitzuplanen oder die medizinische Versorgung im Notfall abzusichern, sondern auch um Unterstützung vor Ort. Bei seinen Recherchen im Bürgerkrieg in Libyen ließ sich Armbruster beispielsweise von bewaffneten Personenschützern von der tunesischen Grenze nach Tripolis eskortieren.“

2. „Journalisten brauchen mehr Raum für eigene Projekte“
(youdaz.com, Andreas Grieß)
Journalisten sollten neue Möglichkeiten des Journalismus nicht nur diskutieren, sondern auch umsetzen: „Ich glaube, ein guter Journalist sollte sich das Ziel setzen, nicht immer nur Arbeitnehmer zu sein, sondern nach Möglichkeit auch Arbeitsplätze zu schaffen. Und ein guter Arbeitgeber sollte seinen Angestellten dazu den Raum lassen.“

3. „Berliner Zeitung lässt Artikel verschwinden“
(perlentaucher.de, Thierry Chervel)
Eine „verlegerkritische Passage“ in Arno Widmanns Kolumne „Vom Nachttisch geräumt“ wird „stillschweigend entfernt“. Chefredakteurin Brigitte Fehrle schreibt auf Anfrage: „Der Text entspricht nicht unseren journalistischen Standards. Deshalb wurde er aus dem Netz genommen.“

4. „Wann ist eine Busreise ein politischer Zweck?“
(heise.de/tp, Bettina Hammer)
Hintergründe zur „Bild“-Titelgeschichte „20 Nazis im Bus von Andrea Berg!“: „Das Beispiel zeigt, wie schnell sich gerade in Bezug auf Neonazis Beiß- und Distanzierungsreflexe ausgebildet haben. Lediglich der bloße Anschein, dass auf irgendeine Weise irgendein Zusammenhang mit Neonazis bestehen könnte, reicht bereits aus, um schnellstmöglich Distanzierungen und offizielle Statements über die eigene ‘Schockiertheit’ zu verbreiten. Dies führt aber auch zu einer Diskussionskultur, die oftmals den Namen nicht mehr verdient, da sie etliche Aspekte der jeweils geführten Diskussion schlichtweg verdrängt.“

5. „Aufregung um ‘Mischlings’-Cover von ‘Das Biber’“
(diepresse.com)
Das Wiener Stadtmagazin „Das Biber“ lässt seine Leser raten, welche Wurzeln abgebildete „Mischlingskinder“ haben.

6. „Lego stellt Verkauf komplett ein, weil Kinder damit alles Mögliche bauen könnten“
(der-postillon.com, Satire)
Siehe dazu auch das Feedback (plus.google.com/+postillon).

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