Leimgänger unter sich

"Spiegel Online" macht sich heute per Video mal ein bisschen über das russische Staatsfernsehen lustig:Meteorit im russischen TV: Staatsfernsehen zeigt falschen Krater

In der Beschreibung heißt es:

Das russische Staatsfernsehen ist in der Berichterstattung zu dem Meteoriten-Hagel im Ural offenbar einem betagten Internetvideo auf den Leim gegangen.

Die Off-Sprecherin ergänzt in süffisant-seriösem Ton:

Der Moderator sagt in der aktuellen Berichterstattung: "Sie sehen hier den Krater, der sich dort gebildet hat." Dann werden Bilder gezeigt, die erstmals vermutlich schon 2007 ins Netz gestellt wurden. Für den TV-Sender hagelt es nun Spott. Denn mit dem aktuellen Meteoritenphänomen hat diese Einschlagsstelle nichts zu tun.

Gut erkannt, "Spiegel Online"! Mit dem aktuellen Meteoritenphänomen hat diese Einschlagsstelle nichts zu tun.

Sie hat sogar mit überhaupt keinem Meteoritenphänomen zu tun. Es ist nämlich gar keine Einschlagsstelle. Das Video zeigt vielmehr den als "Tor zur Hölle" bekannten Krater in Turkmenistan, der 1971 bei der Suche nach Erdgas entstanden ist.

Wenn da mal nicht jemand einem betagten Internetvideo auf den Leim gegangen ist.

Mit Dank an Lukas.

Nachtrag, 16.27 Uhr: Das ging schnell: "Spiegel Online" hat das Video gelöscht.

Nachtrag, 16.31 Uhr: Hier ist es aber noch zu sehen.

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