Zauderland, Ethos, Begierde

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Reporter ohne Grenzen veröffentlicht aktuelle Rangliste der Pressefreiheit“
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Rangliste der Pressefreiheit 2012 mit Finnland, Niederlande und Norwegen auf den ersten sowie Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea auf den letzten Plätzen. Österreich (Platz 12), die Schweiz (14) und Deutschland (17) befinden sich im vorderen Bereich.

2. „‘Breaking Bad’, die Dänen und wir“
(drama-blog.de, Thilo Röscheisen)
Drehbuchautor Thilo Röscheisen antwortet auf den „Spiegel“-Beitrag „Im Zauderland“, der beklagt, dass Deutschland keine Serien wie zum Beispiel „Homeland“ hinkriegt: „Das raffinierte Geschäftsmodell, das die amerikanischen Pay-TV-Sender entwickelt haben, besteht darin, Serien für eine kleine, aber lautstarke Minderheit zu produzieren und von den Kabelnetzbetreibern immer höhere Gebühren zu verlangen. Zwar könnten die Kabelnetzbetreiber sich weigern, höhere Gebühren zu bezahlen, dann dürften sie aber das Programm der Sender nicht mehr verbreiten, mit der Folge, dass die meinungsstarken Fans dieser Serien ihnen die Hölle heiß machen würden. Also zahlen sie.“

3. „Abgeordnete müssen Journalisten werden“
(hamburger-wahlbeobachter.de, Martin Fuchs)
In der Hamburgischen Bürgerschaft sind Bild- oder Tonaufnahmen lediglich akkreditierten Fotojournalisten und Kameraleuten gestattet, die einen Ausweis tragen.

4. „Journalistischer Ethos“
(maennig.de)
Journalistischer Ethos, formuliert im Jahr 1917.

5. „Medien, die auf Ausschnitte starren“
(taz.de, Agnes Krumwiede)
Sexismus sei ein „Macht- und Stilmittel“ des Journalismus, schreibt Agnes Krumwiede: „Politikerinnen auf ihre Weiblichkeit zu reduzieren, geht oft einher mit einer Abwertung ihrer Kompetenz.“

6. „Allein unter lustfeindlichen Heteros“
(welt.de, Tilman Krause)
„Warum können die Deutschen nicht spielerisch mit Sexualität umgehen?“, fragt Tilman Krause, der glaubt, dass Deutsche „bitte schön nur Subjekt der Begierde zu sein wünschen“: „Seid Opfer und Täter zugleich! Das entspannt.“

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