Wie man aus Kinskis Untaten Kapital schlägt

Im aktuellen „Stern“ erhebt die Schauspielerin Pola Kinski schwere Vorwürfe gegen ihren 1991 verstorbenen Vater Klaus: Er habe sie als Kind und Jugendliche jahrelang sexuell missbraucht und vergewaltigt.

Auf der medialen Welle, die diese Enthüllungen auslösten, surften auch „Bild“ und Bild.de von Anfang an mit: Am Mittwoch waren die Vorwürfe Titelgeschichte in „Bild“ und Franz Josef Wagner schrieb einen Brief an Pola Kinski („Klaus Kinski gehörte eigentlich ins Gefängnis, er ist leider tot“). Pola Kinskis Halbschwester Nastassja erklärte „exklusiv in BILD“, dass sie stolz auf ihre Schwester sei, und in „Bild am Sonntag“, dass ihr Vater sie „viel zu sehr angefasst“ habe. Am Freitag exzerpierten die „Bild“-Reporter Mark Pittelkau und Dora Varro eine Autobiographie Klaus Kinskis von 1975, in der dieser bereits „alles“ aufgeschrieben habe, und „Bild am Sonntag“ druckte (wiederum „exklusiv“) Passagen aus Pola Kinskis neuem Buch, das am Montag erscheint.

Dass sich selbst aus einer solchen schlimmen Familiengeschichte noch Kapital schlagen lässt, zeigte dann am Wochenende Bild.de:

Sein Tochter wirft ihm vor, sie missbraucht zu haben. Klaus Kinski: Zwischen Genie und Wahnsinn. Schauen Sie sich seine Filme bei BILD MOVIES an!

Mit Dank an Mario S., Daniel und Linus W.