Leistungsschutzrecht, Bauer-Verlag, 2012

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Wieso wir klüger debattieren müssen“
(ploechinger.tumblr.com)
Stefan Plöchinger, Chefredakteur von Sueddeutsche.de, versucht, Folgen des Leistungsschutzrechts für Presseverleger zu berechnen: „Ohne ins Detail unserer Umsatzzahlen gehen zu wollen, könnte das Verluste im mittleren sechsstelligen Bereich bedeuten.“

2. „Wie geht es mit dem Leistungsschutzrecht weiter?“
(internet-law.de, Thomas Stadler)
Die Frage sei letztlich, wer wen dringender brauche, schreibt Thomas Stadler: „Google wird es sich ohne weiteres erlauben können, Google-News in Deutschland zu schließen und die Verlage für eine Weile von der Suchmaschine auszusperren. Man wird dann eben die Inhalte von FAZ, SZ, ZEIT, Spiegel, Welt, BILD, Stern u.a. nicht mehr über Google finden können. Einige kleinere Verlage werden schlau genug sein und Google unentgeltliche Nutzungsrechte einräumen. Die Leidtragenden werden die Nutzer sein, denn das geplante Gesetz erschwert die Auffindbarkeit von Inhalten im Netz erheblich.“

3. „Lex Google“
(substanz.davidherzog.ch)
Es wird nun auch in Schweizer Zeitungen ein Leistungsschutzrecht nach deutschem Vorbild gefordert.

4. „Erfolg mit Klatschgeschichten“
(dradio.de, Verena Herb)
Der Bauer Media Group geht es gut. „Im kommenden Jahr will der Hamburger Verlag 2,5 Milliarden Euro umsetzen.“

5. „Von wegen Fischeinwickelpapier“
(welt.de, Marc Reichwein)
Marc Reichwein zu Besuch im Innsbrucker Zeitungsarchiv: „Archiviert wird nicht mehr, aber auch nicht weniger als der weltweite Literaturbetrieb auf der Basis deutschsprachiger Medien.“

6. „Beyond 2012: Why the World Won’t End“
(nasa.gov, englisch)

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