Weltuntergang, Tageszeitung, US-Serien

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „‘Räumen sie ihr Konto leer’: Die BILD macht Angst vorm Weltuntergang“
(scienceblogs.de, Florian Freistetter)
Wegen eines angeblich bevorstehenden Weltuntergangs empfiehlt „Bild“ seinen Lesern, die Lebensversicherung zu kündigen sowie das Konto zu leeren oder zu überziehen. „Nicht jeder weiß, dass die Texte bei BILD nicht unbedingt etwas mit Journalismus zu tun haben und nicht ernst zu nehmen sind. Manchmal lesen zum Beispiel auch Kinder Texte im Internet – und wenn die dann auf solchen Schund wie in diesem Artikel treffen, dann bekommen sie Angst.“

2. „Liebe WELT!“
(texterella.de, Susanne Ackstaller)
Susanne Ackstaller findet einen eigenen Text von 2011 in der „Welt Kompakt“: „Naja, perfide umschreiben ist halt auch ein Talent – hat aber leider dann doch nicht gereicht, um die krasse Ähnlichkeit nicht offensichtlich zu machen.“ In den Kommentaren entschuldigt sich der Redaktionsleiter der „Welt Kompakt“: „Die junge Kollegin wurde streng ermahnt, ihre Modekolumne wird mit sofortiger Wirkung eingestellt.“

3. „Gedruckte Zeitungen? Nichts für mich.“
(schmalenstroer.net)
Gedruckte Zeitungen passen nicht mehr in das Nutzungsverhalten von Michael Schmalenstroer: „Gerade bei kontroversen oder interessanten Themen neige ich dazu, weiter zu recherchieren. Gerade da in jeder Zeitung eine gehörige Portion Meinungsmache steckt, ist es essentiell, bei umstrittenen Themen mehrere zu konsultieren und vielleicht auch mal Google oder ein Lexikon zu befragen.“ Siehe dazu auch „Übers Zeitungssterben oder: weshalb ich alle Abos auslaufen lasse“ (arlesheimreloaded.ch, Manfred Messmer).

4. „‘Nur’ jeder dritte Jugendliche liest noch regelmäßig Tageszeitung? Ernsthaft?“
(neunetz.com, Marcel Weiss)
Angeblich liest „jeder dritte Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren“ regelmäßig eine Tageszeitung. Marcel Weiss mag diese Zahl nicht glauben. Siehe dazu auch „Die Verklärung der Zeitungskrise“.

5. „Eine Leistung, die es zu schützen gilt“
(davidbauer.ch)
David Bauer zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger: „Stellt man die Leistungen, die die beiden Parteien füreinander erbringen, gegenüber, so ist es wenn schon eher Google, das obendrein eine Bezahlung fordern könnte.“

6. „Amerika im Wohnzimmer (1/4)“
(arte.tv, Video, 52:45 Minuten)
Das Männerbild in US-Serien. Ebenso sehenswert das Frauenbild in US-Serien: „Amerika im Wohnzimmer (2/4)“ (arte.tv, Video, 52:09 Minuten).