medienlese – der Wochenrückblick

Endert zu Sixtus, Deutschlandbrillen, zeitgeschichtliche Relevanz.

Endert zu Sixtus, Deutschlandbrillen, zeitgeschichtliche Relevanz.

Der Redaktionsleiter des Onlineauftritts des Handelsblatts, Julius Endert, wechselt, nachdem er sich dort mit einem vom Publikum (wie oft) sehr mässig aufgenommenen Relaunch verabschiedet hat, zu den Blinkenlichten Produktionen Ltd. & Co. KG, einer neuen Firma, als deren Geschäftsführer sich der elektrische Reporter, Mario Sixtus, aufführt. Die auf handelsblatt.com durchgeführte Umfrage zeigt am Samstagnachmittag, dass über die Hälfte der Nutzer den Auftritt für mangelhaft oder ungenügend halten. Immerhin fast ein Viertel bewertet ihn als gut oder sehr gut.

Umfrage Handelsblatt Relaunch
Bild: Screenshot handelsblatt.com, 28.06.2008, 13:45 Uhr

Der Netzoptiker verschickte Deutschlandbrillen. Die einen freuten sich nicht, die anderen freuten sich. Schön doof, aber was will man sagen – klappt! Mindestens dreimal.

Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied, es sei von zeitgeschichtlicher Relevanz, wenn Politikerin Heide Simonis kurz nach ihrer Abwahl zum Einkaufen gehe. Spiegel Online schreibt: „BGH-Vizepräsidentin Müller machte deutlich, dass Politiker unter Umständen auch Privatfotos dulden müssen: ‚Hier geht es um einen Vorgang von historisch-politischer Bedeutung.'“.

Will man den Freunden von fst glauben, so stoppte das kongolesische TV beim mehrminütigen Ausfall während eines EM-Spiels die Übertragung und zeigte stattdessen Gospel. Das TV in der Schweiz setzte die Satiresendung „Classe Politique“ ab und der Blick fragte sich, ob da wohl Intrigen von Viktor Giacobbo dahinter stecken.

Auch wenn sich der Name der Zeitung Euro am Sonntag nicht ändert, erscheint sie per sofort am Samstag. Oskar Piegsa klärte, warum Blogs in Deutschland (noch) nicht richtig funktionieren und der Tagesspiegel teilte mit, warum die Türken nicht für die TV-Quote zählen. Es wurde ein Twitter-Redakteur gesucht.

Der beliebteste Beitrag letzte Woche waren die Panini-Bildchen von Beni Thurnheer, meistgeklickt bei „6 vor 9“ wurde, mehrheitlich vermutlich aufgrund von Performance-Problemen dort, ein Interview in der Bönnigheimer Zeitung.