Grubenponys, Henri-Nannen-Preis, Piraten

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an 6vor9@bildblog.de.

1. „Kein Henri für Kai!“
(unter3.net)
Die investigative Eigenleistung der mit einem Henri-Nannen-Preis ausgezeichneten „Bild“-Reporter (BILDblog berichtete) beschränke sich darauf, „beim Bundespräsidialamt nachzufragen, von wem der erste Kredit für das Haus stammte. Und die Zeitung hatte die Informationen nicht einmal exklusiv.“ Siehe dazu auch „Nach Nannen-Eklat: Zeit zum Umdenken“ (netzwerkrecherche.de, Oliver Schröm und Markus Grill), „Journalismus hat seinen Preis“ (carta.info, Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz) und „Guter Journalismus in schlechtem Umfeld“ (dradio.de, Brigitte Baetz).

2. „Die vielen Arten, nichts zu sagen“
(faz.net, Harald Staun)
Politiker der Piratenpartei in Talkshows und wie Politiker von anderen Parteien darauf reagieren: „Es ist kein Zufall, dass dabei die Diskussion regelmäßig an der Frage nach Inhalten hängenbleibt, darum geht es nämlich gerade nicht. Es sind ja, was das auch immer sein mag, nicht ‘Inhalte’, die die Piraten verweigern, sondern das, was andere Politiker dafür halten. Weshalb eben der Kontext einer Fernsehshow, von der längst alle wissen, dass es dort nur um die Performance geht, der dümmste Ort ist, um deren Abwesenheit zu bemängeln – und damit eben auch der folgerichtige, um solche Beschwörungsfloskeln loszuwerden. Es kommt eher darauf an, wie man am überzeugendsten nichts sagt.“

3. „Fungible“
(stdout.be, Stijn Debrouwere, englisch)
Ein ausführlicher und lesenswerter Text über den Medienwandel: „There are organizations and websites everywhere that are taking over newspapers’ role as tastemaker and watchdog and forum. These disruptors don’t replace investigative reporting, but they replace the other 95% of what made professional news organizations important.“

4. „Die fünf größten Irrtümer im Urheberrechtsstreit“
(spiegel.de, Christian Stöcker)
Christian Stöcker versucht, etwas Ordnung in die Diskussion um das Urheberrecht zu bringen.

5. „Wir sind die Grubenponys!“
(wahrheitueberwahrheit.blogspot.de, Thomas Steinschneider)
Eine Alternative zu „Wir sind die Urheber!“. Siehe dazu auch „Ihr seid nicht systemrelevant“ (lawblog.de, Udo Vetter), „Ich bin Urheber“ (metronaut.de, John F. Nebel), „Ich bin die Böse“ (anneschuessler.com) und „Aufgeblasener Protest“ (spiegel.de, Georg Diez).

6. „Das arme Twitter-Team der Deutschen Bahn“
(blog.mahrko.de)